Interior-Trend – Komm und setz dich!

Words by Claudia Marisa Alves de Castro
Photography: Normann Copenhagen
Interior Trend: Sitzgelegenheiten
Sofa, Stuhl und Sessel – diese Möbelstücke können einfach alles verändern. Nach einem stressigen Tag finden wir darauf Entspannung. Zudem haben sie die Kraft, als absolutes Herzstück eines jeden Raumes hervorzutreten. Vor allem, wenn sie so besonders sind, wie diese Schmuckstücke von Normann Copenhagen.

Wenn es um die Einrichtung geht, spielen die Sitzgelegenheiten eine große Rolle. Und irgendwie sagt ein Sofa – oder auch ein Sessel – mehr als tausend Worte. Handelt es sich um ein ganz besonderes Designer-Schmuckstück oder um eine Kuschelzone für die ganze Familie? Welche konkrete Funktion sie haben, lässt sich an Form, Größe und Material auf den ersten Blick erkennen.

Auch Esszimmer- und Küchenstühle nehmen eine immer größere Rolle ein. Dabei muss es schon längst nicht mehr einheitlich sein. Unterschiedliche Farben und Formen sind sogar erwünscht. Die folgenden Inspirationen lassen sich übrigens auch sehr schön kombinieren – hier kommen unsere Favoriten, auf denen wir am liebsten auf der Stelle Platz nehmen möchten.

Ace Series - Sessel
Sessel 2

Es ist ganz einfach: Man kauft einen Kasten mit Handgriff, diesen trägt man wie einen Koffer nach Hause und in nur wenigen Minuten steht ein hübscher Stuhl vor einem. Ziemlich clever – oder? Die Idee stammt von dem jungen Designer Hans Hornemann, der sich bei der Gestaltung der Stuhl-Serie Ace an seinem Leben in Kopenhagen orientierte. Er dachte dabei an die jüngeren Bewohner, denen Qualität und Ästhetik, aber auch Flexibilität und Preisgestaltung besonders wichtig sind. Das gepolsterte Lounge-Möbel, das theoretisch auch überall hin mitgenommen werden kann, ist schnell aufgebaut und in lebhaftem Velours, in melierter Wolle oder einem weichen Leder erhältlich. Die Stuhlbeine von Ace sind aus Buchenholz gefertigt, das im Farbton des Textils gebeizt wird, um dem Sessel einen organischen Look zu geben. Die Sitzpolster und Rückenlehne von Ace gibt es in den Farben Beige, Grau, Dunkelblau, Meeresblau, Dunkelrot und die Ledervariante in Schwarz und Brandy.

Ace-Kollektion
Ace-Kollektion

Zu der Ace-Kollektion gehört neben dem Lounge-Sessel auch ein Sofa, dass wir hier niemandem vorenthalten möchten, weil es sich ebenfalls durch eine besondere Formsprache auszeichnet. In Kombination mit dem Sessel und auch dem Hocker im Bild, gibt diese Serie eine unschlagbare Kombination ab.

Lounge-Serie Era
Lounge-Serie Era

Designer Simon Legald hat den Dreh raus und der preisgekrönten Lounge-Serie Era einfach eine neue Besonderheit hinzugefügt. Era gibt es jetzt auch als Drehstuhl und das in einer hohen und einer niedrigen Version. Der schlanke Rahmen aus glänzendem Aluminium sorgt für ein zeitloses und unverwechselbares Design. Damit passt der Drehstuhl besonders gut als Highlight in das heimische Wohnzimmer. Den drehbaren Stuhl gibt es übrigens neben Schwarz, Grau und Rosa Granit auch in vielen weiteren Farben.

"Es hat lang gedauert, bis die Proportionen und das Zusammenspiel zwischen weichen Kurven und Straffer Linienführung an den Schalen perfekt waren."

Simon Legald
Lounge Serie Era
Lounge Serie Era

Klassisch, freundlich, nostalgisch und kurvig – so präsentiert sich ein weiteres Schmuckstück aus der Lounge-Serie Era. Genau wie die Variante des Drehstuhls, gibt es auch dieses zeitlose Design mit einem Schaukelstuhlrahmen aus Chrom, in einer hohen und einer niedrigen Version. Das Sitzpolster gibt es in zwei verschiedenen Wollqualitäten oder einem strapazierfähigen Leder – und natürlich in einer Vielzahl von Farben.

“Es hat lange gedauert, bis die Proportionen und das Zusammenspiel zwischen weichen Kurven und straffer Linienführung an den Schalen perfekt waren. Hier war es wichtig, dass Polsterung und Nähte mit größter handwerklicher Präzision ausgeführt wurden. Mein Ziel war es, individuelle Sessel mit jeweils ganz eigenem Charakter zu schaffen. Das habe ich durch Variationen zwischen der hohen und der niedrigen Version und durch die verschiedenen Rahmen erreicht. So sind zum Beispiel die Holzrahmen flach und wirken warm, während die dünneren, runden Stahl- und Chromrahmen eher in Richtung Industrie-Optik weisen”,erklärt Designer Simon Legald selbst.

Stuhl-Serie Form
Stuhl-Serie Form

Auch an dieser Stelle hatte Designer Simon Legald wieder seine Finger im Spiel. Sein Ziel: Ein Stuhl, wie aus einem Guss, bei dem Sitzfläche und Gestell eine Einheit bilden. Und wie wir sehen, ist ihm das bestens gelungen. Das Ergebnis ist die Serie Form, deren Entwicklung bis zur Fertigstellung drei Jahre in Anspruch genommen hat. Um perfekte Lösungen und bestmöglichen Komfort zu erreichen, wurden Winkel korrigiert, Kurven angeglichen, Farben angepasst und mehr als 20 Prototypen mit unterschiedlichen Neigungswinkeln und Stärken getestet.

“Ich hatte seit vielen Jahren eine Vorstellung davon, wie der perfekte Stuhl aussehen sollte. Ich wollte Rahmen und Sitz auf eine Weise miteinander verbinden, die ich noch nie zuvor gesehen hatte. Während der Designphase habe ich mir Hunderte von Entwürfen für Stühle angesehen, aus den unterschiedlichsten Epochen. Für mich ist Formgebung die Essenz von Design.”

Die Form Stühle gibt es in den Farben Weiß, Grau, Schwarz, Grün, Blau, und Rot.

Stuhlserie Herit
Stuhlserie Herit

Die Stuhlserie Herit, ebenfalls von Simon Legald, wäre beinah in der Skizzenschublade des Designers verschwunden. Beim herkömmlichen Kunststoffguss dürfen bei der Dicke des Materials keine Abweichungen von mehr als 10 mm auftreten. Die geschwungenen Armlehnen variieren allerdings von 6 mm bis hin zu 35 mm an der breitesten Stelle. Erst, als eine kleine Fabrik in Norditalien ein völlig neues Kunststoffgussverfahren entwickelte, konnte die Serie zum Leben erweckt werden. Und die Mühe hat sich gelohnt. Die Kurven des Stuhls sind genau darauf abgestimmt, dem Körper zu folgen und die richtige Unterstützung in der Sitzposition zu schaffen.

Herit gibt es mit und ohne Lehne, in den Farben Schwarz, Weiß, Grau, Sand, Staubgrün sowie in den Materialien Kunststoff, Eiche, Camira Synergy (Textil) und Sørensen Spectrum (Leder).

Onkel ist ein Sofa, das sich aus einem Dialog zwischen Handwerkskunst und Industrie Entwickelt hat.

Simon Legald
Sofaserie Onkel
Sofaserie Onkel

 

Durch das Sofa mit dem Namen Onkel, designt von Simon Legald, fühlen wir uns direkt in die 50er Jahre zurückversetzt. Der einfarbige Rahmen sorgt in Verbindung mit den melierten Rücken- und Sitzpolstern und dem farbig lackierten Untergestell für einen besonderen Kontrast. Vor allem die Polsterung ist hier ein absolutes Highlight.

Dazu erklärt der Designer selbst: “Onkel ist ein Sofa, das sich aus einem Dialog zwischen Handwerkskunst und Industrie entwickelt hat. Ich habe bei Onkel alte Handwerkstechniken aufgegriffen und in einen neuen Kontext gesetzt. Auf diese Weise verleihen die Details dem Sofa seine Persönlichkeit.”

Onkel ist in erkennbar nordischem Design gestaltet und als 2er- oder 3er-Sofa in Dunkelgrau, Hellgrau, Violett und Blau erhältlich.

Möbelserie Rope
Möbelserie Rope

Jetzt wird es kuschelig! Was sich auf den Bildern eventuell nicht eindeutig erkennen lässt, ist, dass bei der Gestaltung des Modulsofas aus der Möbelserie Rope besonders viel Wert auf Komfort gelegt wurde. “Für den optimalen Komfort haben wir in dem Sofa Taschenfedern und Kaltschaum verarbeitet. Der Kaltschaum sorgt für das weiche Sitzgefühl und passt sich dem Körper an. Die Taschenfedern, die oftmals auch in Bettmatratzen verarbeitet werden, sind langlebig und verhindern, dass man zu tief einsinkt”, erklärt Designer Hans Hornemann.

So sieht Rope nicht nur minimalistisch und gleichzeitig unverwechselbar aus, sondern lädt auch ganz klar zum Entspannen ein. Besonders toll: Durch die Flexibilität er Modulserie, kann Rope ganz kreativ und nach den eigenen Vorstellungen individuell zusammengestellt und an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden. Egal, ob Ecksofa, lediglich zwei Module, mehr oder weniger Tiefe, mit oder ohne Armlehnen – bei Rope ist alles möglich. Rope gibt es in zahlreichen Farbtönen.

Sum Sofa
Sofa Sum

Zwei, vier oder neun Module? Das ist Sum selbst eigentlich ziemlich egal. Das Sum Sofa kann aus acht verschiedenen gewinkelten oder geraden Modulen mit offenen oder geschlossenen Seiten zusammengebaut werden. Die Formgebung ist straff und fokussiert und dabei doch einladend offen – die Sitzfläche weich und gemütlich. Das Besondere an Sum ist zweifelsohne, dass das Sofa auch ohne Bedenken mitten in den Raum gestellt werden kann, da es von allen Seiten gut aussieht.

Die Sofabeine gibt es in poliertem oder schwarz lackiertem Aluminium und die Polsterung in allen Farbnuancen der Stoffserien Camira Synergy und Main Line Flax oder aus dem Sørensen Ultra Leder-Sortiment.

ICH WAR SCHON IMMER VOM MINIMALISMUS FASZINIERT.

 

Lightening
Lightening

Wer es gern minimalistisch mag, der ist mit Swell gut beraten. Für das Design ist der Schwede Jonas Wagell verantwortlich, der besonderen Wert auf eine präzise Formsprache ohne überflüssige Details legt. Trotzdem hat Swell Charakter und Persönlichkeit im Überfluss zu bieten. Durch die weichen Rundungen wirken die Möbel besonders einladend – oder etwa nicht?

Jonas Wagell erzählt: “Ich war schon immer vom Minimalismus fasziniert. Trotzdem ist es mir wichtig, den Objekten eine warme Komponente und persönliche Note hinzuzufügen. Mein Ausgangspunkt waren die ästhetischen und praktischen Eigenschaften, die mir persönlich bei Möbeln für die Wohnzimmereinrichtung so wichtig sind. Deshalb ist Swell stark von meinem persönlichen Geschmack und Stil geprägt.”

Swell ist in vielen verschiedenen Farben erhältlich. Von neutralem Grau und bräunlichen Tönen, über tiefe, ruhige Blau- und Violett-Nuancen, energisches und leuchtendes Gelb, Grün und Rot, bis hin zu einem klassischen Schwarz.

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Claudia Alves de Castro kommt vom Land, war aber nie für die Kleinstadt gemacht. Jetzt – da sie in Hamburg lebt – kann sie ihrem Interesse für Menschen, Geschichten und dem Schreiben freien Lauf lassen. Vom Lifestyle- und Fashionblog, über die Arbeit beim Fernsehen vor und hinter der Kamera, bis hin zu den Online-Redaktionen großer Verlage, Claudia ist mit allen Medien-Wassern gewaschen. Neben ihrer Leidenschaft für ihren Beruf, macht sie ihre Liebe für Kultur, Medien und Reisen besonders glücklich. Seit März 2018 schreibt sie über all das bei uns.

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