So lässt sich mit dem Smart Home bares Geld sparen

Words by Claudia Marisa Alves de Castro
Photography: Sebastian Scholz auf Unsplash
Lesezeit: 3 Minuten
So kannst du mit deinem Smart Home Geld sparen

Mit den richtigen Tipps und Tricks lässt sich das eigene Zuhause in ein Smart Home verwandeln, das so ganz nebenbei Energie und Wasser spart und damit sogar bares Geld.  

 

Wenn es um das Thema Smart Home geht, sind noch immer viele Menschen skeptisch. Die Vorstellung, dass die eigenen vier Wände sich quasi selbstständig machen und so alles durcheinanderbringen, ist ganz und gar nicht angenehm. Doch lohnt es sich, den Gedanken an ein solches Szenario zu verdrängen. Denn schon mit den einfachsten Mitteln, die wirklich jede*r umsetzen kann, lässt sich das Zuhause smarter gestalten. Und wer es wagt, etwas zu verändern, wird sogar noch belohnt: Mit diesen kleinen Tricks lässt sich nämlich bares Geld sparen. 

Energie sparen mit Smart-Home-Lampen, Bewegungsmeldern und Steckdosen

Beim Thema Licht können wir eine Menge tun, um Energie und Geld zu sparen. Wie etwa mit den Smart-Home-Lampen. Zum einen benötigt die LED-Technik im Vergleich zur Glühbirne nur 20 Prozent der Leistung und verfügt dabei sogar noch über eine zehnmal längere Lebensdauer. Zum anderen lassen sich derartige Lampen dimmen. In den eigenen vier Wänden brauchen wir doch nur sehr selten Festbeleuchtung – im Gegenteil: Zurückhaltenderes Licht kann viel gemütlicher sein. Warum also nicht mal öfter einen Gang runterschalten? Als besonders effektiv und sparsam gelten übrigens die Lampen von Osram Smart+ und Philips Hue.

Es ist uns sicher allen schon einmal passiert: Man muss schnell zu einem Termin und hetzt hektisch durch die Wohnung. Erst wenn man später wieder zu Hause angekommen ist, bemerkt man, dass man schon wieder das Licht im Bad oder Schlafzimmer angelassen hat. Das bedeutet, dass in den letzten Stunden der Strom völlig umsonst geflossen ist. Abhilfe kann hier ein Smart-Home-Bewegungsmelder schaffen, der merkt, wenn niemand mehr zu Hause ist und dafür sorgt, dass das Licht abgeschaltet wird.. Praktikable und intelligente Systeme für drinnen bieten unter anderem Bosch oder Innogy an. 

Strom sparen lässt sich auch mit Smart-Home-Steckdosen. Die kleinen Helfer sorgen unter anderem dafür, dass die Stromzufuhr wirklich gekappt wird – selbst wenn wir Fernseher, PC und Co. nur in den Standby-Modus versetzen. Die dazugehörige App liefert sogar eine Auswertung darüber, ob sich im Haus noch ein oder gar mehrere Stromfresser verstecken, die auf lange Sicht doch lieber ausgetauscht werden sollten. Weiterhin ermöglichen einem solche Steckdosen, die Kaffeemaschine über das Handy schon vom Bett oder von unterwegs aus einzuschalten. Ziemlich praktisch, oder? Zu den besten Smart-Home-Steckdosen gehören aktuell die TP-Link HS110 und die Elgato Eve Energy

Mit nur einem kleinen Gerät Wasser sparen? Das geht!

Wasser sparen mit EvaDrop und amphiro

Wer gerne und oft badet oder es liebt, unter der warmen Dusche zu stehen, dürfte sich schon mehrfach über zu hohe Wasserkosten geärgert haben. Wer nachhaltig etwas verändern und Geld sparen möchte, sollte zunächst ganz grundsätzlich über eine thermische Solaranlage nachdenken. Auf dem Dach speichert sie das Sonnenlicht, welches dann in Energie zum Aufheizen des Wassers umgewandelt wird. So lässt sich übrigens nicht nur die Dusche auf die richtige Temperatur bringen, sondern zum Beispiel auch die Spülmaschine. 

Und wie lässt sich nun Wasser sparen? Im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien wurde der Duschaufsatz EvaDrop entwickelt. EvaDrop soll dafür sorgen, dass wir künftig bis zu 50 % Wasser einsparen. Der Duschaufsatz hat gleich mehrere Features: Zum einen lässt sich vor dem Einschalten des Wassers die gewünschte Temperatur voreinstellen. Weiterhin erkennt das System, ob jemand direkt unter dem Duschkopf oder daneben steht. Ist letzteres der Fall – weil man sich beispielsweise gerade einseift – wird der Wasserstrahl um 70 Prozent reduziert. Während des Duschens wird das Wasser also automatisch reguliert. Eine App hilft auch dabei, die eigenen Duschzeiten zu analysieren und zu optimieren. 

Ähnlich funktioniert amphiro. Mit dem kleinen Gerät lässt sich nachvollziehen, wie viel Wasser verbraucht wird und wie viel Energie das Duschen umgerechnet kostet. Am Ende lassen sich alle Informationen rund um das eigene Duschverhalten auf der offiziellen Website gesammelt betrachten. Wer sich darauf einlässt und sich an die Empfehlungen hält, soll laut Unternehmen im Jahr 440 kWh Wärmeenergie und 8.500 Liter Wasser einsparen – bares Geld.  

Mit cleveren Lösungen Heizkosten minimieren

Klar, niemand möchte in eine kalte Wohnung kommen. Doch deshalb den ganzen Tag die Heizung laufen lassen? Das ist nicht nur pure Energieverschwendung, sondern kostet auch unnötig Geld. Deshalb lohnt sich die Anschaffung eines selbstlernenden Thermostates. Tatsächlich lernen die kleinen Geräte stets dazu und merken sich die Vorlieben der Menschen. Natürlich lässt sich so ein Thermostat auch per Smartphone steuern. Darüber hinaus verfügt es auch über eine Fenster-Offen-Erkennung, die dafür sorgt, dass sich die Heizung bei geöffnetem Fenster automatisch abschaltet. Zu empfehlen sind die Thermostate von Netatmo. Inzwischen gibt es auch schon Thermostate mit Geofencing. Diese können über das Smartphone feststellen, ob jemand zu Hause ist oder nicht. Entfernt man sich weit genug, wird die Heizung automisch heruntergeregelt. Kommt man wieder näher oder ist ganz zu Hause, erwärmt dieser Thermostat die Heizung auf die zuvor eingegebene Wunschtemperatur. 

Für Fußbodenheizungen, die sich nicht mal so eben rauf‑ und runterregulieren lassen, eignet sich eine Heizungssteuerung, die durch die Wettervorhersage gelenkt wird. Wird für übermorgen ein besonders milder Tag vorhergesagt, kann das System darauf reagieren und die Heizung rechtzeitig runterregeln. Steht Väterchen Frost vor der Tür, sorgt die smarte Lösung dafür, dass es in diesen Tagen kuschelig warm wird. Die dazu benötigte Wetterstation gibt es zum Beispiel auch von Netatmo.

Im Smart Home lassen sich auch Heizkosten sparen.

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Claudia Marisa Alves de Castro

Redaktionsleiterin

Claudia Alves de Castro kommt vom Land, war aber nie für die Kleinstadt gemacht. Jetzt – da sie in Hamburg lebt – kann sie ihrem Interesse für Menschen, Geschichten und dem Schreiben freien Lauf lassen. Vom Lifestyle- und Fashionblog, über die Arbeit beim Fernsehen vor und hinter der Kamera, bis hin zu den Online-Redaktionen großer Verlage, Claudia ist mit allen Medien-Wassern gewaschen. Neben ihrer Leidenschaft für ihren Beruf, macht sie ihre Liebe für Kultur, Medien und Reisen besonders glücklich. Seit März 2018 schreibt sie über all das bei uns.

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