Mit dem Smartphone bezahlen: alle Fakten im Überblick

Words by Arzu Gül
Photography: Christiann Koepke via Unsplash
Lesezeit: 2 Minuten
Smartphone bezahlen Person bezahlt an der Kasse mit Smartphone

Mit dem Smartphone bezahlen: Immer mehr Shops bieten die moderne Bezahlfunktion an. Doch wie funktioniert das überhaupt, und was braucht man dafür? Die wichtigsten Fakten im Überblick.

 

Neben Bargeld- und Kartenzahlung hält auch eine weitere Bezahlmethode in Deutschland Einzug: das Bezahlen mit dem Smartphone. Der Technologie-Standard dahinter nennt sich Near Field Communication (NFC) und ermöglicht kontaktloses Bezahlen, was inzwischen auch schon mit modernen Kredit- und EC-Karten erfolgt.

Mit welchem Smartphone funktioniert das Bezahlen?

Das kontaktlose Bezahlen mit dem Handy funktioniert nur mit Geräten, die einen NFC-Chip integriert haben. Bei modernen Smartphones gehört die Integration eines solchen Chips zur Standardausstattung. Bei iPhones sind diese ab dem Modell iPhone 6 eingebaut. Bei anderen Handys kann eine kurze Anfrage beim Anbieter Klarheit verschaffen.

Je nach Gerät ist der Chip entweder permanent aktiviert oder kann über eine entsprechende App gesteuert werden. Beim Bezahlvorgang überträgt das Smartphone dann die notwendigen Daten an den Server des Anbieters. Hierfür muss das Gerät bei der Anwendung also betriebsbereit sein. Eine Internetverbindung ist aber nicht notwendig. Die Transaktionen erfolgen auch, wenn das Handy offline ist

Welche Bezahlmethoden gibt es?

Um kontaktloses Bezahlen mit dem Smartphone zu ermöglichen, wird immer auch eine App benötigt. Diese ist entweder bereits vorinstalliert (z. B. »Wallet« auf Apple iPhones) oder kann heruntergeladen werden. Die App gibt einem die Möglichkeit, das Smartphone mit einer Zahlungsart zu verbinden. Hierbei können beispielsweise beliebige Kreditkarten, ein Lastschriftverfahren oder zuvor erworbene Guthabenkarten hinterlegt werden. Sind alle Daten korrekt gespeichert, kann der Betrag beim nächsten Einkauf einfach mithilfe der App vom ausgewählten Zahlungsmittel abgebucht werden.

Apple gehört zu den Vorreitern beim Mobile Payment

Mit diesen Anbietern kannst du bezahlen

Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Anbietern, die das mobile Bezahlen ermöglichen. Zu den größten gehört »Apple Pay«. Das Bezahlsystem für iPhone-BesitzerInnen ist auf allen modernen iPhone-Modellen vorinstalliert. Man benötigt lediglich ein Konto bei einer Bank, die Apple Pay unterstützt. Zusätzlich verspricht Apple eine sehr hohe Sicherheit im Umgang mit sensiblen Daten. So werden diese nach eigenen Angaben weder gespeichert noch an Händler weitergegeben.

Für UserInnen von Android-Smartphones ist »Google Pay« der größte Anbieter. Seit Juni 2018 können BesitzerInnen eines Android-Gerätes (ab Version 5.0) ganz bequem mit dem Handy bezahlen. Die Anzahl der kompatiblen Banken ist aktuell noch recht überschaubar, aber es gibt inzwischen die Möglichkeit, auch Accounts des Online-Bezahldienstes PayPal zu hinterlegen.

Der Gerätehersteller Samsung hat ebenfalls ein eigenes Bezahlsystem. Auf Samsung-Geräten kann hierzu einfach die App »Samsung Pay« heruntergeladen und mit einer Kreditkarte verknüpft werden.

Wer bereits eine Payback-Karte besitzt und fleißig Punkte sammelt, kann außerdem den dazugehörigen Anbieter »Payback Pay« benutzen. Hierzu benötigt das Smartphone nicht einmal einen NFC-Chip, denn die Payback-App generiert einen einzigartigen QR-Code, der von den Scannern an der Kasse eingelesen werden kann. Teilnehmende Shops sind u. a. Rewe-, Penny- und Real-Märkte sowie Aral-Tankstellen und die Drogeriemarktkette dm.

Die Anzahl der Mobile-Payment-Anbieter wächst stetig. So gibt es immer häufiger auch Supermarktketten (z. B. Penny) oder Banken (z. B. Sparkasse), die eigene Systeme anbieten. Obwohl die Auswahl im Vergleich zu anderen Ländern in Deutschland noch überschaubar ist, wird die Technologie stetig weiterentwickelt und kommt immer häufiger zum Einsatz.

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Arzu Guel

Redakteurin

Nach einem MBA in Medienmanagement und Stationen in der Produktentwicklung, Objektleitung und Vermarktung von Magazinen, hat Arzu Guel zurück zu ihrer eigentlichen Leidenschaft, dem Schreiben und Kreieren von Content, gefunden. Seit September 2019 schreibt sie nicht nur für Monda Magazin, sondern entwickelt auch Formate für unseren Instagram-Kanal. Sie brennt für die Themen Digitalisierung, Future Trends und für Menschen mit einzigartigen Geschichten.

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