Einen Monat vegan: Das bringt es!

Words by Claudia Marisa Alves de Castro
Photography: Rustic Vegan auf Unsplash
Lesezeit: 1 Minute
Was passiert, wenn wir einen Monat vegan leben

Veganuary ist eine gemeinnützige Organisation, die Menschen dazu ermutigt, den Januar über vegan zu leben. Welche positiven Effekte das hätte, zeigt eine Auswertung. 

 

Zum ersten Mal findet die Kampagne auch bei uns in Deutschland statt: Veganuary möchte Menschen dazu ermutigen, sich für mindestens einen Monat im Jahr rein pflanzlich zu ernähren. Natürlich ließe sich dieses Vorhaben in jedem beliebigen Monat des Jahres umsetzen, doch gerade direkt nach dem Jahreswechsel fühlen sich viele motiviert genug, um etwas in ihrem Leben zu verändern. 

Vegan für einen Monat: Diese positiven Effekte gibt es

Und was es bedeuten würde, wenn tatsächlich einen ganzen Monat lang 350.000 Menschen in Deutschland – diese Anzahl an Personen möchte Veganuary für den vorübergehenden Veganismus gewinnen – auf tierische Produkte verzichten würden, zeigt eine spannende Auswertung des Umweltforschers Joseph Poore. Seine Untersuchungen zeigen, dass:

Wir könnten ca. eine Million Tiere rechnen
  • …so ca. 41.200 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart werden können – das entspricht mehr als 450.000 Flügen von Berlin nach London.
     
  • ­…so ca. 160 Tonnen Phosphat-Äquivalente (PO43-eq) in Gewässern eingespart werden können – das entspricht etwa der Wirkung, die es hätte, 650 Tonnen Klärschlamm zu vermeiden.
     
  • …so ca. 2,5 Millionen Liter Wasser eingespart werden können – das ist genug Wasser, um ein Olympia-Schwimmbecken zu füllen.
     
  • …so (laut Veganalyser der Vegan Society UK) ca. eine Million weniger Tiere für die Tierproduktion benötigt werden und vor dem Tod im Schlachthof bewahrt werden können.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Veganuary: So wirst du ein Teil der Bewegung

In der Vergangenheit haben sich bereits zahlreiche Prominente der Bewegung angeschlossen. In diesem Jahr mit dabei ist unter anderem Musiker Paul McCartney. In einer Pressemitteilung erklärte er: 

»Ich bin seit über 40 Jahren Vegetarier und dabei geblieben, weil ich glaube, dass jede fleischlose Mahlzeit ein Gewinn für die Tiere und den Planeten ist. Deshalb habe ich mit meinen Töchtern Mary und Stella »Meat Free Monday« ins Leben gerufen und aus dem gleichen Grund unterstütze ich auch Veganuary. Wir alle versuchen, die Welt ein bisschen besser zu machen, warum also nicht anmelden, mitmachen und sehen, wie es dir dabei geht? Es könnte das Beste sein, was du je getan hast.«

Wer mitmachen möchte, kann sich auch jetzt noch jederzeit auf veganuary.de anmelden. Mit dem 31-Tage-vegan-Programm erhältst du Rezepte und hilfreiche Tipps – die Du selbstverständlich auch über den Januar hinaus umsetzen und anwenden kannst.

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Claudia Marisa Alves de Castro

Redaktionsleiterin

Claudia Alves de Castro kommt vom Land, war aber nie für die Kleinstadt gemacht. Jetzt – da sie in Hamburg lebt – kann sie ihrem Interesse für Menschen, Geschichten und dem Schreiben freien Lauf lassen. Vom Lifestyle- und Fashionblog, über die Arbeit beim Fernsehen vor und hinter der Kamera, bis hin zu den Online-Redaktionen großer Verlage, Claudia ist mit allen Medien-Wassern gewaschen. Neben ihrer Leidenschaft für ihren Beruf, macht sie ihre Liebe für Kultur, Medien und Reisen besonders glücklich. Seit März 2018 schreibt sie über all das bei uns.

2 Kommentare

Michael Schulz
#2 — vor 6 Monaten 4 Wochen
Von diesem politischem Unsinn sollte man sich nicht beeinflussen lassen! Tierproduktion ist wichtig für die nachhaltige Landwirtschaft. Wenn der Bauer auf ein und dem selben Feld nur Ackerwirtschaft betreibt, dann verarmen die Böden. Also macht er 3 Jahre Ackerbau und dann 3 Jahre Weide. Damit die Weide einen Ertrag abwirft und stets zu neuem Wachstum angeregt wird, muss sie gemäht und verfüttert oder direkt beweidet werden. Nur durch gut wachsende Weiden, regeneriert sich der Boden optimal. Aber der Bauer braucht auch ein Einkommen in dieser Zeit und das kommt von Rindern. Außerdem gibt es eine Reihe von Böden, die gar keine Ackerwirtschaft erlauben. Hier kann nur Tierhaltung betrieben werden, weil die Böden gar nicht die Qualität haben, um Ackerpflanzen wachsen zu lassen.

Also tragt bei zur nachhaltigen Landwirtschaft und gebt gerade den verantwortungsvollen Bauern ein Einkommen. Kauft dafür das Fleisch von Grasfressern. Für Schweinefleisch aus Massentierhaltung mögen die Angaben stimmen, aber diese pauschalen Verurteilungen von sämtlichen Fleischprodukten sind fatal.
Enrico Toroop
#1 — vor 8 Monaten 1 Woche
Dieser Veganuary ist super und man hofft das einige diese Veränderung annehmen und weiter auf Tierische Produkte verzichte.
Bei uns muss ich sagen ist das scheinbar nicht bekannt, besser die Leute haben von das nichts gehört?
Und ob das bei aldi und Rossmann hier vor Ort so angepriesen ist, weis ich nicht. Da ich aus Perönlichen Gründen diese Umgebeung wo diese Läden sind meide.
Ansonsten tolle Aktion und es sollte Schule machen :)

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