Vom Walkman zum Elektroauto: Sony überrascht mit Innovation

Words by Claudia Marisa Alves de Castro
Photography: Sony
Lesezeit: 1 Minute
Das Auto der Zukunft? Der Sony Vision-S

Während der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas überraschte der japanische Unterhaltungskonzern Sony mit der Präsentation eines Elektroautos. Handelt es sich nur um eine Prototypenstudie, oder müssen sich Tesla und Co. Gedanken machen?

 

Der Prototyp des Vision-S von Sony kann sich mehr als sehen lassen. Auf der CES in Las Vegas sorgte das Elektroauto für staunende Gesichter. Während der Präsentation erklärte Konzernchef Kenichiro Yoshida, dass der Prototyp nicht nur im ansprechenden Design daherkomme, sondern vor allem aufzeigen solle, wie innovativ das japanische Unternehmen sei. »Dieser Prototyp verkörpert unseren Beitrag zur Zukunft der Mobilität«, so Yoshida.

Mit dem Vision-S präsentiert Sony sein volles Potenzial 

Wie zukunftsorientiert bei der Entwicklung und Umsetzung des Vision-S vorgegangen wurde, zeigt die lange Liste an innovativen Features, mit denen das Elektroauto aufwartet. So erklärt Sony, das Auto der Zukunft werde von jeweils einem 200 kW/272 PS starken Elektromotor an jeder Achse angetrieben. Der 2,3 Tonnen schwere Allradler könne so in 4,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 beschleunigt werden. Zudem besteche der Vision-S durch eine neuartige Sicherheitszone: Über 30 High-Tech Sensoren und diverse Kameras könnten die 360-Grad-Umgebung rund um das Auto beobachten und so Gefahren und Risiken erkennen. 

Kreativität ist eine starke treibende Kraft, die Sony nach vorne bringt. Wenn sie mit unserer Technologie kombiniert wird, ist sie nicht mehr aufzuhalten.

Kenichiro Yoshida, CEO der Sony Corporation

Der Innenraum ist geräumig gestaltet und verfügt über mehrere Displays und Sensoren mit Objekterkennung.Natürlich ist der Vision-S vollständig vernetzt und bleibt Dank künstlicher Intelligenz zu jederzeit auf dem neuesten Stand. Was bei Sony – einem Experten der Unterhaltungselektronik – natürlich nicht fehlen darf, ist eine Audiotechnik, die es in sich hat. Verbaut wurde das »360 Reality Audio«-System, das laut eigenen Angaben Tonsignale räumlich beliebig anordnen kann und damit ermöglichen soll, dass alle InsassInnen unterschiedliche Musik hören können. 

 

Vision-S: Wie geht es weiter mit dem Auto der Zukunft?

An dem Vision-S mitbeteiligt waren unter anderem Partner wie Magna Steyr aus Österreich, aber auch die drei großen deutschen Zulieferer Bosch, Continental und ZF. Doch wie geht es jetzt weiter? Sony hat erklärt, dass es sich bei dem Prototypen zunächst lediglich um eine Veranschaulichung der Zukunftskonzepte im Bereich Mobilität handle. Auch Yoshida selbst äußerte sich auf der CES nicht konkreter über das weitere Vorgehen. Er wies jedoch darauf hin, dass sich dieses Konzept auch in anderen Fahrzeugtypen, wie etwa einem SUV, umsetzen ließe. Ob der Vision-S also jemals in Serie gefertigt wird, ist bisher unklar. 

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Claudia Marisa Alves de Castro

Redaktionsleiterin

Claudia Alves de Castro kommt vom Land, war aber nie für die Kleinstadt gemacht. Jetzt – da sie in Hamburg lebt – kann sie ihrem Interesse für Menschen, Geschichten und dem Schreiben freien Lauf lassen. Vom Lifestyle- und Fashionblog, über die Arbeit beim Fernsehen vor und hinter der Kamera, bis hin zu den Online-Redaktionen großer Verlage, Claudia ist mit allen Medien-Wassern gewaschen. Neben ihrer Leidenschaft für ihren Beruf, macht sie ihre Liebe für Kultur, Medien und Reisen besonders glücklich. Seit März 2018 schreibt sie über all das bei uns.

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