Warum diese Lüge deinem Kind schaden könnte

Words by Claudia Marisa Alves de Castro
Photography: Jonathan Borba auf Unsplash
Lesezeit: 1 Minute
Diese Lüge solltest du deinen Kinder nicht erzählen

Psychologen raten zur Vorsicht, wenn es darum geht, Kinder glauben machen zu wollen, dass es den Weihnachtsmann wirklich gibt. Angeblich können sie psychische Schäden davontragen. 

 

Wir alle hatten eine Phase, in der wir an den Weihnachtsmann geglaubt haben. Doch erinnert ihr euch auch noch an den Moment der Erkenntnis, dass das, was euch eure Eltern jahrelang vorgegaukelt haben, gar nicht wahr ist? Wir ehrlich gesagt eher nicht. Und wir nehmen bei uns auch keine offensichtlichen Schädigungen wahr, die die Lüge bei uns ausgelöst haben könnte.

Die Weihnachtsmannlüge: Das richtet sie bei deinem Kind an

Dennoch sind sich die PsychologInnen Christopher Boyle und Kathy McKay sicher, dass die Weihnachtsmannlüge große Nachteile haben kann, indem sie das kindliche Grundvertrauen erschüttert. Merken Kinder, dass sie jahrelang von just den Menschen betrogen wurden, die sie am meisten schätzen und denen sie am meisten vertrauen, könne dies dazu führen, dass den Eltern und der Familie künftig nicht mehr geglaubt werde. Und auch eine Studie des Massachusetts Institute of Technology (MIT) will herausgefunden haben, dass vor allem Kindergartenkinder, die merken, dass sie belogen wurden, verstärkt dazu neigen, ihre Mitmenschen ebenfalls zu belügen oder beispielsweise beim Spielen zu betrügen.

Darum solltest du nicht auf die Weihnachtsmannlüge bestehen

Doch gibt es natürlich auch gegenteilige Meinungen. So ist sich beispielsweise die Psychologin Gail Heyman sicher, dass es keinen eindeutigen Beleg dafür gebe, dass Kinder von der Weihnachtsmannlüge wirklich traumatisiert würden. Da das Vertrauen in die eigenen Eltern von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig sei, könne eine einzige Flunkerei nicht das gesamte Urvertrauen ins Wanken bringen.

 Das Problem sei eher, dass viele Erwachsene ihr Spielchen auf Biegen und Brechen durchziehen wollen. Es sei nichts dabei, den Weihnachtszauber rund um den Weihnachtsmann aufzubauen. Kommt das Kind jedoch irgendwann auf einen zu und stellt die Existenz des Weihnachtsmannes in Frage, sollte man nicht mit aller Macht versuchen, die Fassade aufrechtzuerhalten. Es ist vollkommen natürlich und erwünscht, dass Kinder kritisch sind und Dinge hinterfragen, die ihnen merkwürdig vorkommen. Wer in so einem Moment mit der Wahrheit um die Ecke kommt und das Kind somit in seinem Gefühl bestärkt, tut dem Nachwuchs also sogar noch etwas Gutes. Denn, und das wussten wir doch schon immer: Ehrlich währt nun mal am längsten. 

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Wie viel kostet mich ein eigenes Kind?

Für die meisten werdenden Eltern gibt es kaum ein überwältigenderes Gefühl, als zu wissen, dass das lang ersehnte Wunschkind auf dem Weg ist. Was die Vorfreude ganz sicher nicht trüben kann, aber dennoch nicht wegzudenken ist: Mit der Familienplanung steht uns auch eine kostenintensive Zeit bevor. Doch, wie viel kostet mich eigentlich ein eigenes Kind?

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Claudia Marisa Alves de Castro

Redaktionsleiterin

Claudia Alves de Castro kommt vom Land, war aber nie für die Kleinstadt gemacht. Jetzt – da sie in Hamburg lebt – kann sie ihrem Interesse für Menschen, Geschichten und dem Schreiben freien Lauf lassen. Vom Lifestyle- und Fashionblog, über die Arbeit beim Fernsehen vor und hinter der Kamera, bis hin zu den Online-Redaktionen großer Verlage, Claudia ist mit allen Medien-Wassern gewaschen. Neben ihrer Leidenschaft für ihren Beruf, macht sie ihre Liebe für Kultur, Medien und Reisen besonders glücklich. Seit März 2018 schreibt sie über all das bei uns.

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