Für Harmonie im Haus: Erst googeln, dann die Kinder fragen!

Words by Claudia Marisa Alves de Castro
Photography: Christina Wocintechchat auf Unsplash
Lesezeit: 3 Minuten
Mit diesen einfachen Tipps findet sich jeder im Internet zurecht

An Weihnachten pilgern wieder Millionen Digital Natives in ihre Elternhäuser, um Zeit mit ihren Liebsten zu verbringen – und um der Familie zu erklären, wie das Internet funktioniert.

Die sogenannten Millennials (auch bekannt als Generation Y) und alle danach folgenden Generationen gehören zu den Digital Natives. So bezeichnet man Menschen, die in der digitalen Welt aufgewachsen sind und sich in ihr bestens auskennen. Was für sie selbstverständlich ist, ist es für die Generationen vor ihnen nicht, denn erst im Jahr 1990 wurde das Internet einer breiten Masse zugänglich gemacht. Ein interessanter Fakt: Aktuell hat tatsächlich über die Hälfte der Weltbevölkerung Zugang zum Internet – in Europa sind es sogar über 80 Prozent.

Eine Zerreißprobe: den Eltern das Internet erklären

In den letzten Jahrzehnten überholte eine technische Neuerung die nächste. Dass man dabei leicht den Überblick verliert oder sich abgehängt fühlt, ist eigentlich kein Wunder. Und obwohl die Digital Natives im Prinzip wissen, dass ihre Eltern und Großeltern noch ganz anders aufgewachsen sind als sie selbst, fehlt ihnen doch immer wieder das Verständnis dafür, dass diese sich im Umgang mit aktuellen Smartphones, Laptops und Co. so schwertun.  

So passiert es immer wieder, dass gemeinsame Wochenenden oder auch die eigentlich so besinnlichen Weihnachtstage zu einer nervlichen Zerreißprobe für beide Seiten werden. Was also tun, wenn man nicht versteht, wie das E-Mail-Programm richtig genutzt wird oder wie Facebook wirklich funktioniert. Und was, wenn die Kinder nicht willens oder in der Lage sind, geduldig zu erklären, wie das neue Smartphone vernünftig eingerichtet wird oder welche Tücken im Internet lauern können. 

Erst googeln, dann die Kinder fragen

Tatsächlich gibt es viele Möglichkeiten, wie man sich selbst informieren kann, um wenigstens die Grundlagen zu beherrschen und nicht ganz so ahnungslos dazustehen. Und wenn die Kinder merken, dass man sich selbst schon Mühe gegeben hat und sie nicht jedes Mal bei Adam und Eva anfangen müssen, sind sie vielleicht auch eher bereit, einem bei den kniffligeren Dingen weiterzuhelfen. Ganz nach dem Motto »Hilfe zur Selbsthilfe« haben wir hier also einige Tipps zusammengestellt, wie man an Informationen kommen kann. Wir hoffen, damit einen Beitrag zur Harmonie zwischen den Generationen zu leisten! 

 

Frag doch einfach Google!

Bei Google (oder jeder anderen Suchmaschine wie z.B. Ecosia) lässt sich wirklich alles finden. Ob allgemeine Tipps und Tricks, die uns durch das World Wide Web geleiten, oder Antworten auf gezielte Fragen, wie »Was ist ein Browser« oder »Wie nutze ich Microsoft Word«. Einfach Google im Browser öffnen und schon können alle Fragen beantwortet werden. 

 

Die besten Anleitungen gibt es bei YouTube!

Ähnliches gilt für YouTube. Wer keine Lust hat, sich durch zahlreiche Artikel und Beiträge zu wühlen und die relevanten Informationen mühsam zusammenzuklauben, kann auch einfach ein Tutorial anschauen. Einfach YouTube öffnen und eingeben, was man wissen möchte. Wer zum Beispiel von Windows auf Mac umsteigen möchte, findet dort unzählige Step-by-Step-Anleitungen und kann direkt ausprobieren, wie es funktioniert. Das neue Android-Smartphone soll eingerichtet werden? Kein Problem – auch dafür gibt es Videos. 

 

Offline Hilfe suchen!

Für Menschen, die nicht gern am Bildschirm lesen, gibt es natürlich nach wie vor die Möglichkeit, sich offline zu informieren und sich mit der entsprechenden Lektüre selbst weiterzuhelfen. So vermittelt das Buch »Sicherheit im Internet: Das Internet verstehen und gefahrlos benutzen« nicht nur Infos zu Viren, Trojanern und Malware, sondern erklärt zunächst die wichtigsten Grundlagen zur Nutzung des Internets. Ein wirklich toller Einstieg – und vielleicht eine Geschenkidee für die Eltern oder Großeltern?  

 

Darf es ein Online-Kurs für Späteinsteiger & Senioren sein?

Und dann sind wir noch auf diesen Online-Kurs für Späteinsteiger & Senioren gestoßen. Der kostenlose Kurs stellt unter anderem nützliche Internetseiten zu den wichtigsten Themen vor. Das Angebot bezieht sich auf spezielle Alltagssituationen und vermittelt, wo und wie man schnell zu einem Suchergebnis kommt, wie Google Maps verwendet wird, wie man mit dem Smartphone eine Reise bucht und vieles, vieles mehr. Einziger »Nachteil«: Wer sich online anmeldet, bekommt neben dem Kurs erst einmal weiterhin Newsletter zugeschickt. Wer daran kein Interesse hat, kann sich jedoch ganz leicht mit nur einem Klick direkt über den Newsletter abmelden oder einfach eine Mail senden. 

Fragen rund ums Internet, Smartphone, Tablet oder Apps lassen sich also ganz leicht googeln. Kein Problem also, wenn die Kinder nicht die nötige Geduld oder Zeit für ausführliche Erklärungen mitbringen – mit den genannten Möglichkeiten kommt jeder selbst zum Ziel. Und die gemeinsam verbrachte Zeit kann wieder mit Angenehmem gefüllt werden!

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Claudia Marisa Alves de Castro

Redaktionsleiterin

Claudia Alves de Castro kommt vom Land, war aber nie für die Kleinstadt gemacht. Jetzt – da sie in Hamburg lebt – kann sie ihrem Interesse für Menschen, Geschichten und dem Schreiben freien Lauf lassen. Vom Lifestyle- und Fashionblog, über die Arbeit beim Fernsehen vor und hinter der Kamera, bis hin zu den Online-Redaktionen großer Verlage, Claudia ist mit allen Medien-Wassern gewaschen. Neben ihrer Leidenschaft für ihren Beruf, macht sie ihre Liebe für Kultur, Medien und Reisen besonders glücklich. Seit März 2018 schreibt sie über all das bei uns.

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