Diese Zero-Waste Tipps, sollte sich jede*r zu Herzen nehmen!

Words by Arzu Gül
Photography: Little Bee Fresh
Zero Waste: Hände packen Kräuter in Bienenwachstuch ein

Täglich landen tonnenweise Plastik-Verpackungen und Einweg-Artikel im Müll und schaden so unserer Umwelt. Wir stellen vier nachhaltige Zero-Waste Alternativen vor, die unsere Natur schützen und gleichzeitig unseren Geldbeutel schonen.

 

In der laufenden Debatte um den Klimawandel und das wachsende Problem durch Umweltverschmutzung, Müll und Plastik wird der Wunsch nach nachhaltigen Produkten und Alternativen immer größer. Denn: Tagtäglich produzieren wir tonnenweise Müll, indem wir etliche Artikel und Lebensmittel in unnötigen Plastikverpackungen einkaufen, die zur Zerstörung der Umwelt beitragen. Mit dem Prinzip von Zero-Waste und dem Umstieg auf fair und nachhaltig produzierende Labels ist schon einmal ein großer Schritt getan. Heute stellen wir vier Gadgets vor, die nicht nur extrem praktisch sind, sondern auch Geld sparen und den Umstieg auf eine nachhaltige Lebensweise vereinfachen.

Bienenwachstücher für Lebensmittel

Tagtäglich werden Unmengen von Frischhaltefolie verwendet, um Lebensmittel zu verpacken und aufzubewahren. Nach einmaligem Gebrauch landen die Kunststoffe dann im Müll. Aber damit noch nicht genug: Diese Folien werden auch mittels extrem umweltschädigender Verfahren produziert und sind darüber hinaus auch noch schlecht für die Gesundheit. 

Bisher gab es kaum zuverlässigen Alternativen, um Lebensmittel frisch zu halten und ihr Aroma zu bewahren. Doch inzwischen gibt es viele Anbieter für Bienenwachstücher aus Bio-Baumwolle, Bio-Bienenwachs, Baumharz und Jojoba-Öl. Diese Tücher haben eine antibakterielle Wirkung und halten Lebensmittel dadurch sogar noch länger frisch. Sie eignen sich perfekt, um angebrochene Nahrungsmittel, Brot oder Snacks zu verpacken und um Schüsseln und Gläser abzudecken. Mit den Tüchern können die Lebensmittel außerdem unbesorgt eingefroren werden. Das Beste daran: Am Ende ihres Lebenszyklus sind die Tücher ganz einfach kompostierbar. 

Unser Fazit: Gesund, langlebiger, frischer und günstiger. Braucht es noch mehr Argumente?

Lebensmittel eingewickelt in Bienenwachstüchern
Die Bienenwachstücher von Little Bee Fresh sind vielseitig einsetzbar
Bienenwachstuch wird abgewaschen
Sie können einfach abgewaschen und wiederverwendet werden
Bienenwabe mit Bienen im Grünen
Der verwendete Bio-Bienenwachs stammt von Biolandimkern aus Deutschland
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Wiederverwendbare Kaffeebecher 

Obwohl das Problem von Einweg-Pappbechern bereits lange bekannt ist, landen immer noch jährlich 2,8 Milliarden Einwegbecher im Müll, oder schlimmer noch in der Natur, wo der verwendete Kunststoff dann in Böden und Gewässer gelangt. Mehrwegbecher hingegen schneiden in der Ökobilanz weitaus besser ab. Nach nur 10 Nutzungen rentiert sich der Kauf eines wiederverwendbaren Bechers und verbessert mit jeder weiteren Nutzung die Umweltbilanz. Zum Vergleich: Ein Pappbecher hat eine Lebensdauer von wenigen Minuten, ein Thermobecher hält dagegen mehrere Jahre. 

Viele Cafés bieten inzwischen sogar einen kleinen Rabatt für Kunden an, die ihren eigenen Behälter mitbringen. Auch das Umweltbundesamt (UBA) möchte mit dem Einsatz von Mehrwegbechern und der Einrichtung eines »Littering-Fonds« den Einwegverbrauch in drei Jahren halbieren. Dieses Vorhaben unterstützen wir sehr gerne!

Frau mit wiederverwendbarem Kaffeebecher
Der beliebte KeepCup hat eine Lebensdauer von vier Jahren und kann bis zu 1000 Mal genutzt werden
KeepCup Becher in bunten Farben
Der farbenfrohe Mehrwegbecher kann am Ende seiner Nutzung »recycelt« werden, denn er besteht aus einkomponentigen Plastikstoffen.
Barista händigt KeepCup mit Kaffee an Kunden aus
Er entspricht Barista-Standards und kann von jeder Maschine einfach befüllt werden
Frau mit KeepCup Becher läuft aus Cafe raus
Damit sind Mehrwegbecher die perfekte Begleitung für jeden Tag
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Waschbare Abschminkpads

Abendliches Abschminken und eine ordentliche Gesichtsreinigung sollten zur täglichen Hautpflege-Routine gehören. Doch nur allzu häufig werden hierfür Wattepads genutzt, die nach der ersten Nutzung bereits im Abfalleimer landen. Was auf den ersten Blick harmlos erscheinen mag, produziert in Wirklichkeit massenhaft Müll: In Deutschland verwendet jede Frau durchschnittlich 1.000 bis 1.500 Wattepads im Jahr. Und nicht nur das: Auch die Verpackungen bestehen in den meisten Fällen aus Plastik, und die Baumwolle, aus der die Pads hergestellt werden, wird oftmals aus Indien bezogen, wo genmanipulierte Baumwollfelder, der Einsatz von Pestiziden und der Verbrauch von Tausenden Litern von Wasser an der Tagesordnung stehen. 

Grund genug, um auf faire und ressourcenschonende Alternativen wie wiederverwendbare Abschminkpads aus Bio-Baumwolle oder Bambus umzusteigen. Die Tücher werden unter sozialen Bedingungen hergestellt und können immer wieder gewaschen und wiederverwendet werden. Sie entfernen nicht nur hartnäckige Make-up-Reste, sondern sparen vor allem viel Geld und Abfall.

EcoYou Abschminkpads auf Bambusunterlage mit Pflanze
Die Abschminkpads aus BIO Baumwolle von EcoYou sind die umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Einweg-Wattepads.
Frau berührt ihr Gesicht und lacht dabei
Die Reinigungspads entfernen sämtliches Make-up und Schmutz und sind sanft zur Haut
EcoYou Abschminkpads
Die weichen Abschminkpads können im mitgelieferten Wäschenetz bei bis zu 60 Grad gewaschen werden
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Unverpackt einkaufen

Der größte Verbrauch von Plastik- und Verpackungsmüll fällt wohl bei unseren täglichen Lebensmitteleinkäufen im Supermarkt an. Oft gibt es keine andere Alternative, als Obst, Gemüse, Nudeln und Brot in Plastikverpackungen zu erwerben. Doch inzwischen gibt es in vielen deutschen Städten sogenannte »Unverpackt-Läden«, also kleine Supermärkte, in denen Lebensmittel und sogar Flüssigwaren in Kanistern, Metallfässern und Glasbehältern aufbewahrt werden und je nach Bedarf genau abgewogen werden können. Die Verpackungen hierfür bringen die KundInnen im Idealfall von Zuhause mit. Dafür eignen sich Einkaufsnetze, Stoffbeutel, Schraubgläser oder Aufbewahrungsboxen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Es wird kein unnötiger Müll produziert, die Lebensmittel kommen ohne Plastik aus, und es wird nur die Menge gekauft, die wirklich benötigt wird. 

Eine Liste von Unverpackt-Läden findet sich zum Beispiel auf der Zero-Waste-Map von Smarticular.

Gemüse im Stoff-Netzbeutel
In mitgebrachten Netzbeuteln lassen sich Obst und Gemüse sicher verpackt nach Hause transportieren
Gemüse im Supermarkt Regal ohne Plastik
Unverpackt Läden verzichten komplett auf Plastik
Nüsse in Glasbehältern im Supermarkt
Lebensmittel lassen sich genauestens abwiegen, wodurch die genau benötigte Menge gekauft werden kann
Verschiedene Kräuter in Glasbehältnissen
In vielen Städten gibt es inzwischen mehrere Unverpackt Supermärkte
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Was ist eigentlich Zero Waste?

Tagtäglich produzieren wir Müll. Er ist so sehr Teil unseres Lebens, dass er uns teilweise kaum noch auffällt. Irgendwie tun wir auch alle etwas dagegen, indem wir zum Beispiel Stoffbeutel statt Plastiktüten und Pfandflaschen statt Einwegflaschen verwenden. Es geht aber noch mehr: Die Zero-Waste-Bewegung lebt vor, dass Müll an überraschend vielen Stellen vermeidbar ist. Wir stellen euch das Prinzip Zero Waste vor und geben fünf Tipps, wie ihr direkt durchstarten könnt.

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Arzu Guel

Redakteurin

Nach einem MBA in Medienmanagement und Stationen in der Produktentwicklung, Objektleitung und Vermarktung von Magazinen, hat Arzu Guel zurück zu ihrer eigentlichen Leidenschaft, dem Schreiben und Kreieren von Content, gefunden. Seit September 2019 schreibt sie nicht nur für Monda Magazin, sondern entwickelt auch Formate für unseren Instagram-Kanal. Sie brennt für die Themen Digitalisierung, Future Trends und für Menschen mit einzigartigen Geschichten.

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