Weihnachten am Grill? So warm wird es wirklich!

Words by Claudia Marisa Alves de Castro
Photography: Craig Whitehead auf Unsplash
Lesezeit: 2 Minuten
Schneit es an Weihnachten?

Wie in jedem Jahr wünschen wir uns auch 2019 weiße Weihnachten. Erste Prognosen sorgen allerdings für Ernüchterung. 

 

Schnee an Weihnachten: In unserer Vorstellung gehört die weiße Pracht zu einem vollkommenen Weihnachtsfest einfach dazu. Nichts ist gemütlicher, als drinnen unterm Weihnachtsbaum zu sitzen, während es draußen vor sich hin rieselt und eine dichte Schneedecke sich über die Welt legt. Tatsächlich sind weiße Weihnachten – zumindest in tieferen Lagen – allerdings eher die Ausnahme als die Regel, und so treibt uns auch in diesem Jahr wieder die Frage um: Schneit es oder schneit es nicht? Bereits seit Wochen kursieren im Netz mal wieder die wildesten Theorien über die kommende Wetterlage. Das Problem: Exakte Vorhersagen für die Festtage lassen sich so weit im Voraus selbst von den besten Wetterexperten aller Zeiten nicht treffen. 

Wetterprognose: So soll es an Weihnachten werden

Dennoch wagen sich einige Meteorologen vor und behaupten, jetzt schon erkennen zu können, dass der Dezember vielerorts regnerisch, stürmisch und vor allem mild wird. Laut aktuellen Auswertungen erwarten uns im Schnitt Temperaturen von über 10 Grad. Weiße Weihnachten sind damit mal wieder ausgeschlossen. Auf daswetter.com heißt es dazu: »Die Wahrscheinlichkeit auf weiße Weihnachten in den Mittelgebirgslagen ab 500 m liegt bei 40 bis 45 Prozent, ab 800 m liegen die Chancen bei 60 Prozent. Lediglich auf der Zugspitze liegen die Chancen eigentlich jedes Jahr bei guten 100 Prozent. Der Berg ist aber auch so hoch, dass dort eigentlich fast immer an Weihnachten Schnee liegt.«

Die Wahrscheinlichkeit für Schnee im Flachland liegt aktuell übrigens bei etwa 12,5 bis 25 Prozent. Das klingt nicht sehr vielversprechend. 

Schnee an Weihnachten: Schon immer untypisch

Was wir bei dem romantischen Wunschgedanken, an Heiligabend vor dem Weihnachtsbaum zu sitzen, während draußen der Schnee leise rieselt, immer wieder vergessen: Der kalendarische Winteranfang ist erst am 22. Dezember. Bis zu diesem Tag haben wir also noch ganz offiziell Herbst. Dass es nur wenige Tage später dicke Schneeflocken zu uns schaffen, ist somit eigentlich eher die Ausnahme. Und war es schon immer! Auch wenn viele Menschen steif und fest behaupten würden, früher habe es fast immer an Weihnachten geschneit: Zahlreiche Auswertungen der letzten Jahrzehnte, die bis zurück in die 50er Jahre reichen, zeigen, dass uns unser Gedächtnis da offenbar gern mal einen Streich spielt. Denn im Durchschnitt fielen die Temperaturen an Weihnachten schon immer milder aus als im Rest des Monats oder im Januar und Februar, wenn der Winter erst so richtig loslegt. 

Wie bei fast allem im Leben bestätigen Ausnahmen jedoch die Regel, und plötzliche Wintereinbrüche sorgten hin und wieder für weiße Weihnachten. Diese zum Teil extremen und von heute auf morgen auftretenden Wetterveränderungen brennen sich jedoch so sehr in unser Gedächtnis ein, dass man selbst über Jahrzehnte hinweg das Gefühl hat, früher sei alles anders und vielleicht sogar besser gewesen. 

 

Wir halten fest: Weihnachten ohne Schnee ist nicht ungewöhnlich – ganz im Gegenteil. Weihnachten ohne Schnee ist sogar ziemlich normal. Dennoch haben wir natürlich nichts dagegen, uns endlich mal wieder überraschen zu lassen. Wer allerdings auf weiße Weihnachten wirklich nicht verzichten kann, wird den Blick wohl auf den Süden Deutschlands richten (hier könnte es tatsächlich zu leichtem Schneefall kommen) oder gleich in ein benachbartes Skigebiet reisen müssen.

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Claudia Marisa Alves de Castro

Redaktionsleiterin

Claudia Alves de Castro kommt vom Land, war aber nie für die Kleinstadt gemacht. Jetzt – da sie in Hamburg lebt – kann sie ihrem Interesse für Menschen, Geschichten und dem Schreiben freien Lauf lassen. Vom Lifestyle- und Fashionblog, über die Arbeit beim Fernsehen vor und hinter der Kamera, bis hin zu den Online-Redaktionen großer Verlage, Claudia ist mit allen Medien-Wassern gewaschen. Neben ihrer Leidenschaft für ihren Beruf, macht sie ihre Liebe für Kultur, Medien und Reisen besonders glücklich. Seit März 2018 schreibt sie über all das bei uns.

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