Warum du einen Passwort-Manager brauchst

Words by Jana Ahrens
Photography: Chunlea Ju auf Unsplash
Schlüsselwand
Wir leben in einer digitalen Welt, vieles spielt sich mittlerweile im Internet ab. Streaming-Dienste, Online-Shops, Social Media, Online-Banking – im Laufe der Zeit kommen da jede Menge Online-Accounts zusammen, die alle durch ein Passwort geschützt werden müssen. Wer soll sich die alle merken? 
 

Viele Nutzer*innen lösen das Problem, indem sie einfach nie mehr als ein bis zwei verschiedene Passwörter anwenden. Das birgt ein großes Risiko – wird ein Account gehackt, sind gleich alle in Gefahr. Doch dieses Risiko lässt sich mit einem Passwort-Manager zum Glück ganz einfach beheben. 

Identitätsdiebstahl im Internet ist ein nicht zu unterschätzendes Problem. Die verschiedenen Services, die uns online – oft sogar kostenfrei – zur Verfügung gestellt werden, werden von Jahr zu Jahr komplexer. Das macht sie leistungsstärker, aber oft auch anfälliger für Daten-Leaks. Solche Leaks lassen sich nie komplett vermeiden. Doch als Nutzer*innen können wir zumindest insoweit vorsorgen, als dass wir für verschiedene Accounts verschiedene Passwörter benutzen. So können Hacker – sollte beispielsweise ein Online-Streaming-Dienst gehackt werden – nicht gleich auch noch den Zugang zu unseren E-Mail-Accounts oder unseren Bezahl-Services meistbietend verkaufen. 

Identitätsdiebstahl im Internet ist keine Seltenheit.

Die größte Sicherheit bietet also ein eigenes, möglichst komplexes Passwort für jeden einzelnen Online-Dienst. Bei durchschnittlich 78 Online-Accounts pro Person in Deutschland sind das also mindestens 78 verschiedene Passwörter für jede/n. Da lohnt sich für die meisten die Anschaffung eines Passwort-Managers.

Was ist ein Passwort-Manager? 

Ein Passwort-Manager ist eine App oder eine Software, die an einem geschützten Ort sämtliche Passwörter verwaltet. Geschützt werden die Daten durch ein Master-Passwort. Der Passwort-Manager unterstützt einen dabei, hierfür ein Passwort auszuwählen, das wirklich sicher und im Idealfall trotzdem einfach zu merken ist. Da könnte jetzt der Gedanke aufkommen: Moment mal, hieß es nicht schon vor der Digitalisierung, dass es eine schlechte Idee sei, alle wichtigen Daten an einem einzigen Ort abzulegen? Das ist nicht falsch. Doch der Passwort-Manager hat den Vorteil, dass er besonders gesichert ist. Die Passwörter liegen also nicht einfach nur in einer offenen Text-Datei rum. Sie sind gründlich verschlüsselt und deshalb besonders schwer zu hacken. 

Passwortmanager sind besonders schwer zu hacken.

Für jeden Account ein supersicheres Passwort

Hinzu kommt, dass viele Passwort-Manager zusätzlich einen Service zur Verfügung stellen, der randomisierte – also willkürlich erstellte – Passwörter für die Nutzer*innen generiert. Diese können dann direkt im Browser beim Einrichten eines neuen Online-Accounts zugewiesen werden. Dabei kann das Komplexitätsniveau des Passwortes individuell bestimmt werden. So entstehen Passwörter, die auch von Freund, Freundin oder Eltern niemals erraten werden könnten, weil man eben nicht mehr das eigene Geburtsdatum nehmen muss, um sich hinterher auch wirklich erinnern zu können. Alle, die es gern bequem haben, können über ein Browser-Plugin auch direkt auf die gespeicherten Passwörter zugreifen – natürlich nur nach Eingabe des Master-Passwortes – und das Ausfüllen von Anmeldedaten so automatisieren. 

 

Die aktuell am besten bewerteten Passwort-Manager

Für alle, die einen Passwort-Manager einfach mal ausprobieren wollen, bietet sich LastPass an. Der Dienst wird von verschiedenen Tech-Magazinen als sehr gut bewertet und bietet sowohl eine komplett kostenfreie Testversion als auch eine sehr bezahlbare Premium-Version an. 

Die Passwort-Manager-App 1Password hat sich ebenfalls stabil auf dem Markt etabliert. Besonders für die einfache Bedienbarkeit bekannt, kostet hier die Basisversion 2,99 Dollar im Monat. Wer noch unsicher ist: Die Software kann 30 Tage lang kostenlos getestet werden. 

Für alle, die auf Open-Source-Software schwören und deshalb auch lieber ein bisschen mehr Zeit statt Geld investieren, bietet sich der KeePass Password Safe an. KeePass wird immer kostenfrei bleiben, für Installation und Nutzung sind im Vergleich zu den anderen Passwort-Managern aber doch einige Vorkenntnisse nötig.

Dies sind nur drei bereits vielfach positiv besprochene Beispiele für gute Passwort-Manager. Inzwischen gibt es eigentlich für jeden Bedarf die richtige Variante. Falls ihr zu diesem Thema noch weitere Fragen habt, schreibt sie uns doch unten in die Kommentare. Wir antworten gern und können das Thema bei Bedarf auch noch ausführlicher in weiteren Artikel beleuchten. 

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Tech

Jana Ahrens

Chefredakteurin

Jana Ahrens liebt die Auseinandersetzung mit der Mode und mit den Gegenständen und Situationen eines modernen Lebens. Sie interessiert sich weniger für schöne Dinge, als eher für die Schönheit ihrer Umstände. Im Januar 2018 hat sie die Chefredaktion des Monda Magazins übernommen.

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