Unterhaltsam & anregend: Tischgespräch-Knigge für Feiertage

Words by Arzu Gül
Photography: Antenna via Unsplash
Lesezeit: 2 Minuten
Tischgespräch Tipps Dinner Party Menschen unterhalten sich

Weihnachten und Neujahr ist die Zeit der Dinner-Partys und des gemeinsamen Essens. Damit es an der Festtafel nicht zu peinlichem Schweigen kommt, haben wir die ultimativen Tipps für ein gutes Tischgespräch zusammengefasst.

 

Zu Tisch bitte: Gerade zur Weihnachtszeit und zu Neujahr finden viele gemeinsame Essen statt. Ob beim Weihnachtsfest mit der eigenen Familie oder der des Partners, bei der Silvesterfeier im Freundeskreis oder beim Geschäftsessen mit KollegInnen – immer wieder kommen wir in die Situation, mit den verschiedensten Menschen an einem Tisch zu sitzen und das Gespräch in Gang halten zu müssen. Der Erfolg des Abends hängt dabei maßgeblich davon ab, ob alle Beteiligten sich in die Tischgespräche einbringen können und in der Runde wohlfühlen. Damit es zu keinem unangenehmen Gesprächsstillstand kommt, haben wir hier ein paar kleine Tipps für die Tischetikette und dazugehörige Konversationsstarter zusammengefasst. 

Tischgespräche: Diese Themen besser meiden

Bei einem gemeinsamen Essen, besonders zu den Feiertagen, geht es in erster Linie darum, eine schöne Zeit mit den Liebsten zu verbringen. Dabei soll es möglichst harmonisch zugehen. Da aber mit großer Wahrscheinlichkeit nicht alle Anwesenden dieselbe Meinung zu gesellschaftspolitischen Themen haben, sollten Diskussionen um Krankheiten, Geld, Politik, Religion und Ehekrisen beim Tischgespräch eher gemieden werden. Dazu gehören auch Grundsatzdebatten zum Vegetarismus, Militarismus und zu weiteren verfänglichen Themen, die zu kontroversen Meinungsauseinandersetzungen führen könnten. Im engen Familien‑ und Freundeskreis dürfen solche Themen natürlich immer behandelt werden, doch sobald Menschen an einem Tisch sitzen, die einander und ihre Ansichten nicht so gut kennen, ist es ratsam, sich an lockere und unverfänglichere Themen zu halten.

Besser: unverfängliche Themen und schöne Erinnerungen

So klischeehaft es auch klingt: Das Wetter ist immer ein guter Einstieg in einen leichten Small-Talk. Auch dürfen anderen Gästen Komplimente gemacht werden, was der allgemeinen Grundstimmung einen positiven und sympathischen Charakter verleiht. Small-Talk-ExpertInnen empfehlen außerdem, über Sportereignisse, Kultur, den letzten oder kommenden Urlaub, Kulinarisches oder anstehende Aktivitäten zu sprechen.

Besonders zu Weihnachten und Silvester, wenn Alt und Jung an einem Tisch zusammenkommen, darf auch einmal in Erinnerungen geschwelgt werden. So kann es eine schöne Idee sein, eine offene Frage an die Tischrunde zu richten und beispielsweise nach dem schönsten Ereignis zu fragen, das die Gäste in diesem Jahr erlebt haben. Auch andere Fragen, zum Beispiel nach der liebsten Weihnachtserinnerung, den schönsten Traditionen oder nach Lieblingsmusik und ‑filmen, die keiner verpassen darf, schaffen eine Atmosphäre, in der sich alle einbringen können. Auch das Menü selbst kann das Tischgespräch bereichern: So kann man als GastgeberIn Anekdoten zum ausgewählten Wein zum Besten geben oder die Idee hinter dem Menü als spannenden Anknüpfungspunkt nehmen. 

Zuhören ist das A und O

Doch egal um welches Thema es gerade geht und egal ob man als GastgeberIn fungiert oder als Gast dabei ist – immer gilt: In der Kürze liegt die Würze. Niemand mag langatmige Erzählungen, die den TischnachbarInnen die Möglichkeit nehmen, sich einzubringen. Zum Erfolg eines Tischgesprächs gehört deshalb auch immer das aufmerksame Zuhören. Es gilt, alle Beteiligten aussprechen zu lassen und niemandem ins Wort zu fallen. Dies schafft ein vertrauensvolles Ambiente, in dem Gäste sich ernst genommen und nicht etwa übergangen fühlen.

Auch sind Gestik und Körperhaltung am Tisch wichtig. Wie aufregend oder haarsträubend die Diskussion auch sein mag – wildes Gestikulieren, besonders mit dem Besteck in der Hand, kann bedrohlich und aufdringlich wirken. Besser ist es, eine lockere, aber aufrechte Körperhaltung zu wahren und die Arme nur bis zum Handgelenk auf dem Tisch abzulegen.

Ein absolutes No-Go ist auch das Sprechen mit vollem Mund. Wenn das Thema spannend und das eigene Mitteilungsbedürfnis besonders groß ist, kann dies schnell dazu verleiten, den letzten Bissen nicht ganz aufzukauen. Das wirkt unhöflich und unpassend. In solchen Momenten ist es wichtig, souverän zu bleiben, in Ruhe zu Ende zu essen und sich erst dann ins Gespräch einzubringen. Wer Angst hat, nicht rechtzeitig zum Zug zu kommen, kann der Runde auch durch freundliche Blicke signalisieren, gleich noch etwas dazu sagen zu wollen. So vermeidet man, dass das Thema wechselt, bevor man seinen Beitrag dazu geleistet hat.

Wir wünschen entspannte Feiertage und tolle Gespräche! 

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Arzu Guel

Redakteurin

Nach einem MBA in Medienmanagement und Stationen in der Produktentwicklung, Objektleitung und Vermarktung von Magazinen, hat Arzu Guel zurück zu ihrer eigentlichen Leidenschaft, dem Schreiben und Kreieren von Content, gefunden. Seit September 2019 schreibt sie nicht nur für Monda Magazin, sondern entwickelt auch Formate für unseren Instagram-Kanal. Sie brennt für die Themen Digitalisierung, Future Trends und für Menschen mit einzigartigen Geschichten.

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