Erstaunlich! So viele Menschen sterben weltweit durch Hunde

Words by Claudia Marisa Alves de Castro
Photography: Daniel Lincoln auf Unsplash
Lesezeit: 2 Minuten
So viele Menschen sterben jährlich durch Hunde

Wer hätte das gedacht: Laut Statistik kommen weltweit jährlich etwa 25.000 Menschen durch Angriffe von Hunden ums Leben. Nur zwei weiteren Tierarten fallen noch mehr Menschen zum Opfer.

 

Hunde gehören zu den beliebtesten Haustieren und gelten als Freunde des Menschen. Dass sie auch gefährlich sein können, wissen wir. Dass laut Statistik weltweit pro Jahr aber etwa 25.000 Menschen durch sie um Leben kommen, ist uns neu. Im Ranking der Weltgesundheitsorganisation (WHO), in dem die Tierarten nach Anzahl der jährlichen durch sie verursachten Sterbefälle geordnet sind, stehen Hunde an dritter Stelle. Doch die Statistik verrät noch mehr.

Hai-Angriffe: Durch sie sterben 10 Menschen pro Jahr

Durch die vermeintlich gefährlichsten Tiere kommen in Wirklichkeit nämlich die wenigsten Menschen zu Tode. So sterben jedes Jahr durch Hai-Angriffe nur etwa 10 Personen. Die Begegnung mit einem Elefanten endet pro Jahr in etwa 100 Fällen tödlich. Und Krokodile haben jährlich ungefähr 1.000 Menschenleben auf dem Gewissen. Diese relativ niedrigen Zahlen haben natürlich auch etwas damit zu tun, dass wir Menschen diesen Tierarten eher selten wirklich nah kommen.

Anders ist das schon bei Schnecken, Raubwanzen sowie Tsetsefliegen (letztere kommen in Afrika vor und verbreiten die sogenannte Schlafkrankheit): Durch diese Tiere kommen jährlich immerhin schon etwa jeweils 10.000 Menschen ums Leben. 

Noch tödlicher als Hunde

Danach kommen dann schon direkt die Hunde, die wie erwähnt mit 25.000 durch sie verursachten Sterbefällen auf Platz 3 des Rankings stehen. Weltweit 50.000 Opfer – und damit doppelt so viele wie Hunde – fordert die Tierart, die auf Platz 2 gelandet ist: Wenig überraschend sind das die Schlangen. Insgesamt gibt es über 3600 Arten, die beinah überall auf der Welt zu finden sind – nur die Arktis, die Antarktis, die Permafrostgebieten und einige Inseln sind schlangenfrei. Nicht alle Schlangen sind übrigens giftig – nur rund 340 Arten, zu denen die kompletten Familien der Giftnattern (Elapidae) und der Vipern (Viperidae) sowie der Erdvipern (Atractaspididae) gehören. Splittet man die einzelnen Familien und deren Unterarten weiter auf, kommen wir so auf mehr als 700 Giftschlangenarten. Nicht alle davon sind unmittelbar tödlich. Doch spielt die Zeit nach einem Schlangenbiss eine entscheidende Rolle.

 

Mücken sind die tödlichsten Tiere der Welt

Auf Platz 1 des Rankings schaffen es ganz unscheinbare Tierchen – die Mücken. Durch sie sterben jährlich weltweit 725.000 Menschen! Die robusten und resistenten kleinen Tiere können Krankheiten rasend schnell übertragen. Mit nur einem Stich gelangen so Erreger von Tier zu Tier, von Mensch zu Mensch oder auch von Tier zu Mensch. Zu den potenziell tödlichen Krankheiten, die durch Mückenstiche übertragen werden können, gehören das West-Nil-Fieber, Malaria, Gelbfieber, Dengue-Fieber oder das Chikungunya-Virus.

Um Infektionen zu vermeiden, sollte man sich vor Reisen in fremde Länder immer darüber informieren, welche vorbeugenden Maßnahmen getroffen werden müssen. Nicht immer geht es dabei gleich um todbringende Krankheiten – aber es gibt auch genügend Infektionen, die so unangenehm oder auch nur nervig sind, dass man sie möglichst umgeht. Wer sich an die Anweisungen der ExpertInnen hält, wird in vielen Fällen nichts zu befürchten haben. 

Dazu Passend

Als gäbe es drei Erden: Deutschland verschleudert Ressourcen

Die natürlichen Ressourcen der Erde für 2019 sind schon seit Juli aufgebraucht, und Deutschland hat kräftig dazu beigetragen. Würden alle Menschen so leben wie wir, wären dazu die Ressourcen von drei Erden notwendig. Diese erschreckenden Erkenntnisse hat die Forschungsorganisation »Global Footprint Network« zutage gebracht.

Share:

Claudia Marisa Alves de Castro

Redaktionsleiterin

Claudia Alves de Castro kommt vom Land, war aber nie für die Kleinstadt gemacht. Jetzt – da sie in Hamburg lebt – kann sie ihrem Interesse für Menschen, Geschichten und dem Schreiben freien Lauf lassen. Vom Lifestyle- und Fashionblog, über die Arbeit beim Fernsehen vor und hinter der Kamera, bis hin zu den Online-Redaktionen großer Verlage, Claudia ist mit allen Medien-Wassern gewaschen. Neben ihrer Leidenschaft für ihren Beruf, macht sie ihre Liebe für Kultur, Medien und Reisen besonders glücklich. Seit März 2018 schreibt sie über all das bei uns.

Kommentieren