Im Hahnumdrehen: So wird unser Trinkwasser aufbereitet

Words by Einfach Hausgemacht
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So wird unser Leitungswasser sicher
Trinkwasser ist für uns lebenswichtig. Wie es jederzeit sauber aus unseren heimischen Leitungen fließen kann, haben wir in einem Düsseldorfer Wasserwerk herausgefunden.
 

Ein Dreh am Hahn und schon fließt Trinkwasser heraus. Tag und Nacht – nahezu unbegrenzt. Wie selbstverständlich benutzen wir es zum Trinken und Kochen, für Toilettenspülungen, zum Blumengießen, Baden, Waschen und Putzen. Kein anderes Lebensmittel bekommen wir hierzulande jederzeit sauber und in hoher Qualität ins Haus geliefert. Doch kaum jemand weiß, wo es herkommt und was alles dafür notwendig ist. Weißt du spontan, wie viel Wasser du durchschnittlich pro Tag verbrauchst und was du dafür letztlich bezahlst? Obwohl wir täglich etwa 121 Liter Trinkwasser verbrauchen, kennt kaum jemand den genauen Preis: Derzeit sind dies durchschnittlich rund 0,2 Cent pro Liter für jeden Bundesbürger. Ein Liter Mineralwasser, Milch oder Bier kosten weitaus mehr. 

Große Preisunterschiede 

Individuell lässt sich der Liter- oder Kubikmeterpreis für Trinkwasser allerdings kaum vergleichen. Das hat vielschichtige Gründe: Um Trinkwasser zu fördern, zu reinigen und bis zu jedem nach Hause zu leiten, sind viel Arbeit und technische Ausstattung notwendig. Mehr als zwei Milliarden Euro investieren öffentliche Wasserversorger dafür jährlich, berichtet der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschafte.V. (BDEW). Darunter sind zum Beispiel Ausgaben für Materialien und Chemikalien zum Aufbereiten des Wassers und Entgelte an die jeweiligen Bundesländer, damit die Versorger Wasser entnehmen dürfen. Die größten Anteile an den »Fixkosten« entfallen auf das Bauen, Warten und Pflegen des Leitungsnetzes, auf ständige Kontrollen der Wasserqualität sowie auf das Bewirtschaften und Schützen der natürlichen Wasservorkommen. 

Wie wird das Wasser aus dem Hahn so sauber?
Die deutsche Trinkwasserverordnung (TrinkwV2001), welche auch auf dem Infektionsschutz-Gesetz (IfSG) beruht, ist für das Trinkwasser besonders wichtig. Sie legt fest, wie es beschaffen sein soll, wie es dafür (technisch) gewonnen, aufbereitet und verteilt werden darf, wer das überwacht und welche Pflichten die Wasserversorger haben. Das Wasser muss immer frei von Krankheitserregern und anderen Stoffen sein, die gesundheitsschädigend wirken können. Dafür legt die Verordnung unterschiedliche Grenzwerte und Parameter fest. »Rein und genusstauglich« muss das Wasser bis zu Ihrem heimischen Anschluss kommen. Die Verantwortung vom Wasserzähler bis zum Wasserhahn liegt jedoch bei Haus- oder WohnungseigentümerInnen.

Gut versorgt 

Hierzulande fällt die Trinkwasserversorgung in die Pflicht der Städte und Gemeinden. Diese Aufgabe können sie selbst übernehmen oder an privatrechtlich organisierte Unternehmen übertragen. Derzeit liefern über 6000 Versorger bundesweit Trinkwasser an Haushalte und Gewerbe. Wie? Das regeln viele Gesetze, Richtlinien und Regelwerke.

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Wasseraufbereitung: Alles klar?

Wie es unser Trinkwasser sauber, geruchlos und mehr oder weniger geschmacksneutral aus unseren Leitungen schafft, haben wir uns in einem Düsseldorfer Wasserwerk angeschaut.

 

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