Laut Studie: Smartphone-Nutzung ist schädlich für Kinder!

Words by Claudia Marisa Alves de Castro
Photography: freepik
Lesezeit: 1 Minute
Für die Kleinsten kann die dauerhafte Smartphone-Nutzung schädlich sein

KinderärztInnen schlagen Alarm: Vor allem für Zehn- bis Dreizehn-Jährige kann die Smartphone-Nutzung drastische Gesundheitsfolgen nach sich ziehen. Welche das sind, erfahrt ihr hier.

Smartphones, Tablets, Computer und Spielekonsolen gehören bei den meisten Menschen und inzwischen auch schon bei Kindern zum Alltag dazu. So soll jedoch besonders das Smartphone drastische Folgen für die Kindergesundheit haben, warnen KinderärztInnen. Vor allem Kinder in der Altersgruppe zwischen zehn und 13 Jahren seien davon betroffen und hätten zunehmend mit Übergewicht und Lernschwierigkeiten zu kämpfen. Dieses Ergebnis geht aus der Studie »Smart Aufwachsen 2019?« der pronova BKK hervor, die die Beobachtungen 100 niedergelassener KinderärztInnen auswertete.

Kinder & Smartphones: Ein falscher Umgang schadet der Gesundheit

»Im Alter zwischen zehn und 13 Jahren bekommen viele Kinder ihr erstes eigenes Smartphone. Die Folgen zeigen sich in den Kinderarztpraxen. Das sollte Eltern, aber auch Lehrer und Erzieher aufrütteln und dazu bewegen, Kinder beim Umgang mit eigenen Geräten eng zu begleiten«, sagt Dr. Gerd Herold, Beratungsarzt bei der pronova BKK. Der richtige Ansatz sei es dabei nicht, die Smartphone-Nutzung vollständig zu verbieten, sondern intensiv zu unterstützen. 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Die Studie lässt zudem deutlich werden, dass die »Opfer einer unkontrollierten Smartphone-Nutzung« immer jünger werden: Die Mediziner konnten sogar bereits bei unter Dreijährigen Defizite in der motorischen Entwicklung feststellen. Wer seinen Kindern vollkommen freie Hand lasse und das Smartphone als eine Art Babysitter betrachte, tue dem eigenen Nachwuchs nichts Gutes. Ganz im Gegenteil:»Unkontrollierter Medienkonsum von Kleinkindern kann ihrer Entwicklung in vielerlei Hinsicht schaden: Diese Kinder bewegen sich meist zu wenig, sind in ihrer Sprachentwicklung gehemmt und ihre Kreativität kann sich nicht entfalten«, sagt Stella Beck, Gesundheitspädagogin (M. Sc.) von der pronova BKK.

Übergewicht, Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit: Wer sein Kind ständig ans Smartphone lässt, schadet ihm…

Krankheiten & übermäßiger Medienkonsum stehen in Zusammenhang

Erst Teenager im Alter zwischen 14 und 17 Jahren scheinen den Medienkonsum laut der Studienergebnisse besser wegzustecken. Und dennoch: Auch in dieser Altersgruppe gibt es Defizite. Neben dem bereits genannten Übergewicht, den Lernschwierigkeiten und den Einschränkungen in der motorischen und sprachlichen Entwicklung kommt es in allen Altersgruppen vermehrt zu sozialen Auffälligkeiten. Fast alle der an der Studie beteiligten ÄrztInnen berichteten außerdem von sozialer Isolation, für die die Mediennutzung mitverantwortlich sein soll. 

Wie es besser geht und man den Medienkonsum der eigenen Kinder unterstützend und sinnvoll begleiten kann, haben wir hier zusammengefasst: 

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Claudia Marisa Alves de Castro

Redaktionsleiterin

Claudia Alves de Castro kommt vom Land, war aber nie für die Kleinstadt gemacht. Jetzt – da sie in Hamburg lebt – kann sie ihrem Interesse für Menschen, Geschichten und dem Schreiben freien Lauf lassen. Vom Lifestyle- und Fashionblog, über die Arbeit beim Fernsehen vor und hinter der Kamera, bis hin zu den Online-Redaktionen großer Verlage, Claudia ist mit allen Medien-Wassern gewaschen. Neben ihrer Leidenschaft für ihren Beruf, macht sie ihre Liebe für Kultur, Medien und Reisen besonders glücklich. Seit März 2018 schreibt sie über all das bei uns.

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