Wird Online-Bezahlen künftig sicherer?

Words by Claudia Marisa Alves de Castro
Photography: Andrew Neel auf Unsplash
Online Shopping soll sicherer werden
Für das Online-Shopping haben immer mehr Menschen bei verschiedenen Plattformen zahlreiche Passwörter, Bankdaten und weitere persönliche Details hinterlegt. Damit diese Daten und damit auch unsere Konten und unser Geld künftig noch besser vor Hackerangriffen geschützt sind, soll das Bezahlsystem sicherer werden. Leider wird es dadurch auch komplizierter…
 

Shoppen im Netz ist nicht nur komfortabel, sondern kann auch Zeit und Neven sparen. Stundenlanges Herumlaufen in der überfüllten Innenstadt kommt für viele Menschen daher gar nicht mehr infrage. Und es ist so einfach: Produkt auswählen, registrieren, per PayPal, Kreditkarte oder Sofortüberweisung bezahlen, und schon macht sich die Bestellung auf den Weg. Doch diese Einfachheit hat auch ihre Tücken. Noch immer gelingt es Hackern, mit wenig Aufwand Kundenkontos zu knacken. 

Zwei-Faktor-Authentifizierung: So funktioniert‘s

Für die Sicherheit beim Einkaufen im Netz und zum Schutz der sensiblen Daten wird das Bezahlen im Netz durch die sogenannte »starke Kundenauthentifizierung« aufgenommen, die sich an den Empfehlungen des »European Forum on the Security of Retail Payments« orientiert. Genauer schreibt diese die Authentifizierung über die Verwendung von zwei Faktoren aus den unterschiedlichen Merkmalen Wissen (z.B. Passwort, Code, PIN), Besitz (z.B. Token, Smartphone) und Inhärenz (z.B. Fingerabdruck, Stimm- oder Gesichtserkennung) vor. 

Einkauf per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung

Im Detail bedeutet das, dass bei einem Online-Einkauf am Smartphone mit der Kreditkarte künftig neben der Prüfnummer auch noch der Fingerabdruck benötigt wird, um den Kauf abzuschließen. Gleiches gilt für die Bezahlung per Paypal, Paydirect und ähnlichen Anbietern. Ein zuvor vergebenes Passwort reicht künftig allein nicht mehr aus. Eine Ausnahme könnten Einkäufe mit Kleinbeträgen unter 30 Euro sein. Hier entscheiden die einzelnen Plattformen selbst, ob sie noch mehr als die bisher gängigen Informationen verlangen. 

Mit diesen Maßnahmen möchte die EU die Kundinnen und Kunden im Netz künftig noch besser schützen. Plattformen, die noch nicht so weit sind, müssen bis Mitte September 2019 nachrüsten. Spätestens dann ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung für jede Transaktion, bei der Geld vom eigenen Konto fließt, ein absolutes Muss.  

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Claudia Alves de Castro kommt vom Land, war aber nie für die Kleinstadt gemacht. Jetzt – da sie in Hamburg lebt – kann sie ihrem Interesse für Menschen, Geschichten und dem Schreiben freien Lauf lassen. Vom Lifestyle- und Fashionblog, über die Arbeit beim Fernsehen vor und hinter der Kamera, bis hin zu den Online-Redaktionen großer Verlage, Claudia ist mit allen Medien-Wassern gewaschen. Neben ihrer Leidenschaft für ihren Beruf, macht sie ihre Liebe für Kultur, Medien und Reisen besonders glücklich. Seit März 2018 schreibt sie über all das bei uns.

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