Klima schonen und Steuern sparen: So geht’s

Words by Claudia Marisa Alves de Castro
Photography: Abigail Keenan auf Unsplash
Blonde Frau auf einem Fahrrad - klimaschonend

Es gibt viele Möglichkeiten, das Klima und unsere Umwelt zu schonen. Was vermutlich nur die wenigsten wissen: Einige davon können sogar mit Steuereinsparungen verbunden sein.  

 

Etwas Gutes für die Umwelt tun und dabei auch noch Steuern sparen? Ja, warum eigentlich nicht? Wer einen oder alle der folgenden Tipps vom Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe befolgen möchte, sollte am besten noch heute damit anfangen und muss am Ende nur eines dafür tun: eine Steuererklärung abgeben. Das geht am besten mit einem Berater oder günstiger und teilweise sogar schneller mit einem der inzwischen zahlreichen Online-Programmen aus dem Netz. Also, worauf warten wir noch: Klima schonen, Steuern sparen und los: 

Die Tipps: Klima schonen & Steuern sparen 

 

Tipp 1: Pendlerpauschale erhalten

Man kann auch dann die Pendlerpauschale beantragen, wenn man die Strecke zur Arbeit mit dem Fahrrad, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß zurücklegt. Für jeden zurückgelegten Kilometer kann man sich 30 Cent anrechnen lassen.

 

Tipp 2: Pendlerpauschale für die Fahrgemeinschaft

Auch in einer Fahrgemeinschaft kann jeder Mitfahrende (nein, nicht nur der Fahrer) die Pendlerpauschaule von der Steuer absetzen.

 

Tipp 3: Carsharing absetzen

Du bist beruflich unterwegs und dabei auf ein Carsharing-Auto angewiesen, dessen Kosten der Arbeitgeber nicht erstattet? Kein Problem! Denn diese Ausgaben können als Werbungskosten von der Steuer abgesetzt werden. 

Tipp 4: Komplett steuerfrei: Das Elektro-Dienstrad

Wer die Möglichkeit bekommt, als betriebliches Fahrrad ein Elektro-Fahrrad wählen zu dürfen, muss für das Dienstrad (genau wie für nicht-motorisierte Zweiräder) keine Steuern zahlen. Wichtig: Steuerfrei bleibt das Fahrrad nur, wenn Arbeitgeber den Mitarbeitern das Fahrrad lediglich zur Nutzung überlassen hat. Übertragen Arbeitgeber das Fahrrad hingegen als Eigentum auf die Mitarbeiter, werden Steuern fällig. 

 

 

Tipp 5: Halbierung des geldwerten Vorteils bei Elektro-Dienstautos

Für privat genutzte Elektro-Autos, die vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2021 angeschafft oder geleast werden, wird der geldwerte Vorteil nur mit einem Prozent des halben Bruttolistenpreises angesetzt. Das gilt auch für Hybridelektrofahrzeuge, die einen CO2-Ausstoß von höchstens 50 Gramm je gefahrenem Kilometer haben oder deren Reichweite bei ausschließlicher Nutzung der elektrischen Antriebsmaschine mindestens 40 Kilometer beträgt. 

 

Tipp 6: Mit neuen Fenstern oder neuer Heizung sparen

Wer vorhat, die Wohnung oder das Haus zu renovieren und auf den neusten ökologischen Stand zu bringen, muss erst einmal mit hohen Kosten rechnen. Eine solche Erneuerung lohnt sich eher langfristig, aber bis es soweit ist, können Eigentümer und Mieter wenigstens schon einmal bis zu 1.200 Euro der jährlichen Handwerkerkosten absetzen. Dazu zählen der Arbeitslohn sowie die Fahrt- und Maschinenkosten der Handwerker, nicht aber die Materialkosten selbst. Anders bei Vermietern: Diese können bei sämtlichen baulichen Maßnahmen neben den eigentlichen Handwerkerkosten auch die Materialkosten von der Steuer absetzen.

 

Tipp 7: CO2-Ausgleich absetzen

Wer nach einem Flug (vielleicht als Wiedergutmachung) Geld an eine Klimaorganisation spendet, kann diese Spende anschließend von der Steuer absetzen. Die Voraussetzung dafür: Die Klimaschutzorganisation muss steuerbegünstigt sein wie ein gemeinnütziger Verein oder eine Stiftung. Solche Spendenmöglichkeiten werden in vielen Fällen direkt beim Online-Ticketkauf angeboten. Alternativ kann man auch bei Portalen spenden, die CO2-Kompensationen anbieten.

 

Tipp 8: Umweltschutzorganisationen unterstützen und Spendenbeitrag absetzen

Natürlich muss man nicht verreisen, um an Umweltorganisationen zu spenden und den Betrag dann von der Steuer abzusetzen. Wichtig ist auch hier, dass die Organisation gleich einem gemeinnützigen Verein oder einer Stiftung steuerbegünstigt ist.

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Claudia Marisa Alves de Castro

Redaktionsleiterin

Claudia Alves de Castro kommt vom Land, war aber nie für die Kleinstadt gemacht. Jetzt – da sie in Hamburg lebt – kann sie ihrem Interesse für Menschen, Geschichten und dem Schreiben freien Lauf lassen. Vom Lifestyle- und Fashionblog, über die Arbeit beim Fernsehen vor und hinter der Kamera, bis hin zu den Online-Redaktionen großer Verlage, Claudia ist mit allen Medien-Wassern gewaschen. Neben ihrer Leidenschaft für ihren Beruf, macht sie ihre Liebe für Kultur, Medien und Reisen besonders glücklich. Seit März 2018 schreibt sie über all das bei uns.

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