Für das Klima: Worauf würdest du verzichten?

Words by Claudia Marisa Alves de Castro
Photography: Jonathan Kemper auf Unsplash
Fridays for future-Demonstranten*innen
Immer mehr Menschen machen sich Gedanken darüber, welchen Beitrag sie selbst dazu leisten können und wollen, um das Klima zu schonen. Weniger fliegen oder weniger Fleisch zu essen steht bei den meisten ganz oben auf der Liste. 
 

Und, worauf würdest du verzichten? Wer das Klima schonen möchte, muss in den meisten Fällen etwas verändern. Ob durch tägliche Fahrten mit dem Auto, ständige Flugreisen, eine Flut an Plastikmüll oder einen hohen Fleischkonsum: Nur die wenigsten können eine rein weiße »Ökobilanz-Weste« vorweisen. Feststeht, dass viele Menschen in Deutschland etwas ändern möchten. Was genau, das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag des Energiedienstleisters ista. 

Klimaschutz: Jüngere Menschen engagieren sich mehr

Für die Umfrage wurden 2.260 Teilnehmer aller Altersgruppen ab 18 Jahren befragt. Eines der Kernthemen der Befragung war das finanzielle Engagement für den Klimaschutz. Auf die Frage, ob aktuell regelmäßig Geld für dieses Unterfangen ausgegeben werde, antworteten 60 Prozent mit »Nein«. Allerdings gab knapp ein Viertel der Befragten an, dass bei ihnen bewusst klimaschonende Produkte im Warenkorb landen, auch wenn diese teurer seien. Das gilt übrigens vor allem für die jüngeren Teilnehmer der Umfrage. Die Bereitschaft, einen finanziellen Beitrag für die Umwelt zu leisten, nimmt mit zunehmendem Alter deutlich ab.

Klimaschutz: freiwillige Spenden 

Wenn es um das eigene Geld geht, möchten die Deutschen in Bezug auf das Klima also lieber selbst entscheiden, wie viel sie dafür ausgeben möchten. Nur etwa 18 Prozent der Befragten sprachen sich für eine Klimaschutzsteuer in Form einer CO2-Abgabe auf fossile Energieträger aus. Für viele andere käme eine freiwillige Spende infrage, die einer Klimaschutzorganisation oder einem konkreten Crowdfunding-Projekt zu Gute kommt. 

Fleisch und Flugreisen dürfen mehr kosten

Da überrascht es doch ein wenig, dass etwa jede*r Zweite kein Problem damit hätte, wenn Flugreisen künftig deutlich mehr kosten würden. Ähnlich sieht es beim Thema Fleisch aus: Auch hier fände es etwa die Hälfte der Befragten gerechtfertigt, wenn die Preise künftig weiter angezogen würden. Dabei handelt es sich offenbar nicht um leere Worte, denn Statistiken zum Fleischkonsum lassen erkennen, dass dieser in den letzten Jahren tatsächlich immer weiter zurückgegangen ist. Im Jahr 2017 hatten wir einen durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 59,7 Kilogramm – 2015 waren es immerhin noch 61,1 Kilogramm. 

 

Bei den Spritpreisen verstehen die Deutschen allerdings keinen Spaß. Hier würde nur noch etwa jede*r Vierte, also 27 Prozent der Befragten, eine Erhöhung der Preise akzeptieren. Der Umwelt zuliebe mehr Geld für Ökostrom aus Wind- oder Sonnenenergie zu zahlen, kommt aktuell sogar nur für 20 Prozent infrage. 

Doch egal ob in Form von Spenden, durch größere Zurückhaltung bei Fleisch und Flugreisen oder den Wechsel zum teureren Ökostromanbieter: Unterm Strich sind offenbar viele Menschen dazu bereit, der Umwelt zuliebe einen Beitrag zu leisten. Selbst wenn es nur kleine Schritte sind, bringen sie uns doch alle voran. 

Und worauf würdest du verzichten, bzw. was tust du der Umwelt zuliebe? Teile es uns in den Kommentaren mit! 

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Claudia Marisa Alves de Castro

Redaktionsleiterin

Claudia Alves de Castro kommt vom Land, war aber nie für die Kleinstadt gemacht. Jetzt – da sie in Hamburg lebt – kann sie ihrem Interesse für Menschen, Geschichten und dem Schreiben freien Lauf lassen. Vom Lifestyle- und Fashionblog, über die Arbeit beim Fernsehen vor und hinter der Kamera, bis hin zu den Online-Redaktionen großer Verlage, Claudia ist mit allen Medien-Wassern gewaschen. Neben ihrer Leidenschaft für ihren Beruf, macht sie ihre Liebe für Kultur, Medien und Reisen besonders glücklich. Seit März 2018 schreibt sie über all das bei uns.

1 Kommentar

Jim
#1 — vor 1 Monat 3 Wochen
Idiotische Umfrage.
Es gibt keinen vom Menschen verursachten Klimawandel.
Wer das behauptet lügt oder plappert Lügen nach.
Wer die Ausbeutung und Zerstörung von Mutter Natur verhindern will möge sich an die multinationalen Konzerne und deren Stakeholder wenden, die den Hals nicht voll bekommen, und die alleine dafür verantwortlich sind.

Beispiel: Ich habe nie nach einem genmaisgefüttertem Rind aus Argentinien gefragt, wenn dann esse ich Württemberger Weiderind.

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