Die Generation Z will nicht permanent erreichbar sein

Words by Jana Ahrens
Photography: Priscilla du Preez auf Unsplash
Junge Frau in weißem Kleid mit schulterlangen Haaren steht im Freien neben einer Scheune im Sonnenuntergang und hält sich lachend Gras vor der Gesicht

Bisher lautete die Denkweise in der digitalen Welt: Jede neue Generation möchte noch konsequenter online verknüpft sein als die vorangegangene. Doch jetzt sieht es danach aus, als würde die Generation Z – also Menschen, die nach 1998 geboren wurden – diesen Trend aufbrechen.

 

Die so genannte Generation Z ist um einiges weniger gewillt, permanent erreichbar zu sein, als ihre Vorgänger-Generation, die sogenannten Millennials. Laut einer Studie der Daten-Analyse-Agentur GfK sprechen sich 66 % der weiblichen Gen-Z-Mitglieder für unbedingte Erreichbarkeit aus, während es bei den weiblichen Millennials noch 71 % waren. Bei den männlichen Gen-Zs ist der Unterschied noch größer: Hier haben nur noch 57 % Lust auf permanente Erreichbarkeit, während es bei den männlichen Millennials 74 % waren. 

Ist die Generation Z technologiemüde?

Die Generation Z bricht das Pagadigma der Technologiegläubigkeit.

Laut eines Artikels des VOX-Magazins recode sieht GfK in diesen Ergebnissen erste Anzeichen einer möglichen Technologie-Müdigkeit. Es ist aber auch durchaus möglich, dass diese neue Generation einfach einen grundlegend anderen Umgang mit Technologie pflegt. Die ältesten Mitglieder der Generation Z sind jetzt 21 Jahre alt. Das heißt, dass sie alle Digital Natives sind, die von Kindesbeinen an mit dem Internet und vernetzten, digitalen Geräten aufgewachsen sind. Bei ihnen fehlt also der Reiz des Neuen, gleichzeitig kann ihre lebenslange Erfahrung mit einer ständig verfügbaren Vernetzung für ein größeres Bewusstsein bezüglich der negativen Konsequenzen sorgen.

Baby Boomer: 1946 - 1964

Generation X: 1965 - 1979

Xennials: 1975 - 1985

Millenials/ Generation Y: 1980 - 1994

iGen/ Generation Z: 1995 - 2012

Gen Alpha: 2013 - 2025

Quelle: Career Planner

 

Denn obwohl die jüngeren Menschen nicht mehr ständig erreichbar sein wollen, zeigen die Zahlen: Es fällt der Generation Z mindestens genauso schwer wie den Millennials, sich aus der Vernetzung tatsächlich auszuklinken. Social Media Detox wird ein immer größeres Thema. So haben 49 % der Frauen aus der Generation der Millennials Schwierigkeiten damit, während es bei Frauen der Generation Z sogar 61 % sind. Dabei sehnen sie sich oft nach mehr Ruhe und Stille. Die Männer beider Generationen liegen mit 62 % bei den Millennials und 63 % bei der Generation Z fast gleichauf.

 

Jüngere Frauen sehen Technologie am pessimistischsten

 

Der größte Generationsunterschied macht sich unter den Frauen jedoch beim Optimismus in Bezug auf neue Technologien bemerkbar: Waren unter den Millennials noch 50 % der Frauen neuen Technologien gegenüber aufgeschlossen, so sind es in der Generation Z nur noch 34 %.

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Jana Ahrens

Chefredakteurin

Jana Ahrens liebt die Auseinandersetzung mit den Gegenständen und Situationen eines modernen Lebens. Dabei interessiert sich weniger für schöne Dinge, als eher für die Schönheit ihrer Umstände. Zum Schönen gehört natürlich auch, wenn sich komplexe Themen in verständliche Zusammenhänge zerlegen lassen. Im Januar 2018 hat sie die Chefredaktion des Monda Magazins übernommen.

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