Was sind eigentlich Cookies?

Words by Claudia Marisa Alves de Castro
Photography: Anete Lusina auf Unsplash
Lesezeit: 2 Minuten
Was sind eigentlich Cookies?

Seitdem die neuen Datenschutzrichtlinien in Kraft sind, werden wir jedes Mal, wenn wir eine Website öffnen, dazu aufgefordert, den sogenannten Cookies zuzustimmen. Doch was sind Cookies eigentlich?

Bei Cookies müssen wir zuerst unweigerlich an leckere Kekse denken. Doch auch um die Cookies im Netz kommen wir schon längst nicht mehr herum. Diese sind natürlich nicht essbar, sondern erfüllen einen ziemlich nützlichen Zweck. 

Cookies: unsere Freunde und Helfer

Denn jedes Mal, wenn wir eine Website aufrufen, werden auf unserem Computer, Handy oder Tablet bestimmte Daten, die sogenannten Cookies, zwischengespeichert. Diese Infohäppchen sollen das Surfen im Internet wesentlich komfortabler machen. Denn indem er gewisse Informationen speichert, »merkt« sich unser PC ganz genau, wo wir schon einmal waren und wo nicht. Haben wir beispielsweise beim Besuch eines Onlineshops bestimmte Produkte auf einer Merkliste gespeichert, können diese immer und immer wieder abgerufen werden. Ohne Cookies würden die Websiten vergessen, wer wir sind und was wir zuletzt getan haben. 

Manche Websites speichern auch Anmeldedaten in Cookies. Wenn man dort beispielsweise auf »Login merken« klickt, wird ein Cookie mit den entsprechenden Benutzerdaten auf dem Rechner abgelegt, so dass man sich beim nächsten Mal das Eingeben langer Nutzernamen oder Passwörter sparen kann. Beim nächsten Besuch der jeweiligen Website ist man dann automatisch wieder eingeloggt bzw. die Anmeldedaten sind zumindest schon voreingetragen. Das ist übrigens nicht zu verwechseln mit dem Passwort-Manager des Browsers – auch der erleichtert einem das Login, funktioniert aber ganz anders. Cookies, die Anmeldedaten speichern, können jedenfalls sehr praktisch sein und uns unseren Netz-Alltag vereinfachen: richtige Freunde und Helfer.

Cookies: Sie können auch problematisch sein

Doch können Cookies auch problematisch sein. Die sogenannten »Tracking-Cookies« (oder auch »persistente Cookies«) bescheren uns unter anderem immer wieder personalisierte Werbung. Diese Art von Cookies erlaubt es, ein Profil der NutzerInnen anzufertigen, von dem sich Interessen und Vorlieben ableiten lassen. Und wer kennt es nicht: Man sucht beispielsweise einmal über eine Suchmaschine nach einer Bohrmaschine für das nächste Heimwerkerinnen-Abenteuer. Tage später – man denkt vielleicht schon gar nicht mehr an Bohrmaschinen und hat die Suche schon fast wieder vergessen – bewegt man sich auf völlig anderen Seiten durchs Netz und bekommt plötzlich bei Instagram oder einer unabhängigen Nachrichtenseite ein Werbebanner angezeigt, das uns das neuste Bohrmaschinen-Modell schmackhaft machen möchte. Wer sich in solchen Situationen vielleicht gefragt hat, wie es sein kann, dass plötzlich das ganze Internet weiß, wonach man gerade sucht, weiß nun Bescheid. Die Antwort: Schuld an diesem geradezu unheimlichen Effekt sind die »Tracking-Cookies«.

Cookies sind nützlich, können uns Menschen jedoch auch gläsern werden lassen…

Cookies: Du musst nicht alle zulassen

Wer nicht ganz so gläsern sein möchte, hat die Möglichkeit, beim Besuch einer Webseite einzelne Cookies abzulehnen. Nach dem erstmaligen Öffnen einer Seite werden einem häufig mehrere Möglichkeiten angeboten – unter anderem auch, ob die gespeicherten Cookies zu Werbezwecken verwendet werden dürfen. Wer dies nicht möchte, akzeptiert wirklich nur die Cookies, die zur Verwendung der Webseite benötigt werden. Alles darüber hinaus kann abgeschaltet werden. Jedoch muss man sich auch einen Moment Zeit dafür nehmen. Wer, um Zeit zu sparen, auf »alle akzeptieren« klickt, stimmt also in der Regel dem Tracking und der Nutzung zu Werbezwecken einfach zu. 

Wer sich nicht sicher ist, ob er nicht doch mal irgendwo zugestimmt hat, ohne dies eigentlich zu wollen: Ein Weltuntergang ist das nicht. Denn man kann im Nachhinein in den Browsereinstellungen nachschauen, welche Cookies eigentlich gespeichert sind und welchen Inhalt sie haben. Und wenn einem da etwas nicht gefällt, kann man die Cookies dort einfach wieder löschen!

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Claudia Marisa Alves de Castro

Redaktionsleiterin

Claudia Alves de Castro kommt vom Land, war aber nie für die Kleinstadt gemacht. Jetzt – da sie in Hamburg lebt – kann sie ihrem Interesse für Menschen, Geschichten und dem Schreiben freien Lauf lassen. Vom Lifestyle- und Fashionblog, über die Arbeit beim Fernsehen vor und hinter der Kamera, bis hin zu den Online-Redaktionen großer Verlage, Claudia ist mit allen Medien-Wassern gewaschen. Neben ihrer Leidenschaft für ihren Beruf, macht sie ihre Liebe für Kultur, Medien und Reisen besonders glücklich. Seit März 2018 schreibt sie über all das bei uns.

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