#WatchBar-Filmtipps aus den Mediatheken

30.11.2018
Words by Jana Ahrens
DIe besten Filme & Dokus aus den Mediatheken

Streaming ist zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Abseits der Abos von Kanälen wie Netflix oder Sky gibt’s da auch weiterhin ein nicht zu unterschätzendes Angebot von den Dinosauriern des deutschen Fernsehens: den Öffentlich-Rechtlichen. Was gerade so an tollen Filmen, Serien und Dokus in den Mediatheken verfügbar ist, haben wir uns mal angeguckt.

ARD – Die Hälfte der Welt gehört uns

Als Frauen das Wahlrecht erkämpften
(Verfügbar bis 26.12.2018)

„Ich kann nicht zulassen, dass das Britische Empire von ein paar hysterischen Weibern in Frage gestellt wird.“ So geht’s los im Doku-Drama „Die Hälfte der Welt gehört uns“. WDR, BR, NDR und ARTE haben sich zusammengetan, um in einem Film den beschwerlichen Weg zum Frauenwahlrecht nachzuzeichnen. Auch wenn sie dabei den Betrachter*innen Originalsprachen mit Untertiteln noch nicht zumuten wollten und ein etwas kruder Sprachensalat die Folge ist, ist trotzdem eine sehr sehenswerte Doku entstanden, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Denn was sich bis zum Durchbruch vor 100 Jahren alles abgespielt hat, um das Frauenwahlrecht möglich zu machen, ist inzwischen fast unvorstellbar. Leider nur fast…

Hier geht es zum Doku-Drama

ZDF – Die Protokollantin

Eine Frau auf der Suche nach Gerechtigkeit
(Verfügbar bis 18.04.2019)

Iris Berben brilliert in der Hauptrolle dieser Mini-Serie als akribische LKA-Protokollantin und trauernde Mutter. Neben ihr unterstützen Katharina Schlothauer, Moritz Bleibtreu und Peter Kurth den Plot dieses dunklen Psycho-Krimis perfekt. Die Protokollantin ist ganz großes Kino im Fernsehen und kann ohne Einschränkung mit internationalen Produktionen mithalten. Über die erzählte Geschichte selber möchten wir an dieser Stelle gar nicht mehr sagen als: absolute Anschau-Empfehlung.

Hier geht es zum Psycho-Krimi

ARTE – Freddie Mercury – The Great Pretender

Der größte Unterhalter der Rockmusik des 20. Jahrhunderts
(Verfügbar bis 8.12.2018)

Im Kino läuft zurzeit noch „Bohemian Rhapsody“, der Film über die Karriere und das Leben von Freddie Mercury. Alle, die diesen tragisch-schönen Film noch nicht gesehen haben, und alle, die schon drin waren: Gönnt euch diese Doku auf ARTE. The Great Pretender zeigt anhand von Original-Material, wie sehr Freddie Mercury sein Leben der Unterhaltung anderer Menschen verschrieben hat, wie magisch seine Verbindung zum Publikum war, wie nahbar er dabei wirkte und wie wenig wir letztendlich doch über ihn wissen. Ein einfühlsam erzähltes Stück Fernsehen über einen der größten Musik-Künstler der Pop-Kultur des 20. Jahrhunderts.

Hier geht es zur Doku

ARTE – Ein Blatt Liebe

Ein französischer Romanklassiker wird zum Filmklassiker
(Verfügbar bis 20.12.2018)

Weil die bewegende Doku zum Leben von Freddie Mercury nur noch bis zum 8.12. in der ARTE Mediathek angeschaut werden kann, kommt hier gleich noch ein weiterer Tipp für diesen Kanal: Die Verfilmung eines Romanklassikers des berühmten französischen Schriftstellers Émile Zola – die immerhin noch bis zum 20.12.2018 verfügbar ist. „Ein Blatt der Liebe“ erzählt die Geschichte einer Mutter und eines Kinderarztes, die sich am Bett der kranken Tochter ineinander verlieben. Daran spiegeln sich familiäre und gesellschaftliche Themen des 19. Jahrhunderts, die uns manchmal auch heute noch umtreiben. Feinfühlig und ungewohnt langsam erzählt.

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3sat – Südstadt

Trennen? Zusammenbleiben? Und wie organisieren?

Matthias Matschke, einer der vielen grandiosen Hauptdarsteller dieses Beziehungs- und Freundschaftsdramas, fasst den zwischenmenschlichen Umgang der Charaktere in „Südstadt“ so zusammen: „Mir macht es Spaß, das zu sehen, und im selben Moment denke ich: uuuuhh… Das ist so ein bisschen das Jackass-Gefühl von früher. Wo man denkt: Nee, nee, nee, mach’s nicht!“ – Wie das also ist, wenn befreundete Paare in einem Haus leben und genau wissen, wo die Schwächen der jeweils anderen liegen, zeigt sich in einer gut, aber auch durchaus sehr deutsch erzählten Weise in diesem Fernsehfilm.

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Jana Ahrens

Jana Ahrens liebt die Auseinandersetzung mit der Mode und mit den Gegenständen und Situationen eines modernen Lebens. Sie interessiert sich weniger für schöne Dinge, als eher für die Schönheit ihrer Umstände. Bis 2013 hat sie als Modedesignerin gearbeitet. Seitdem widmet sie sich dem Schreiben. Im Januar 2018 hat sie die Chefredaktion des Monda Magazins übernommen.

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