#WatchBar – Film-Highlights 2019 & exklusiver Trailer

Words by Jana Ahrens
Photography: Myke Simon auf Unsplash
Kino-Highlights 2019

Schon jetzt werden die ersten Wetten auf die Oscar-Gewinner 2019 abgeschlossen. Neben den üblichen Verdächtigen gibt es ein paar richtig spannende Anwärter auf die Trophäe, die es bei uns erst Anfang 2019 in die Kinos schaffen. Wir haben sie hier versammelt und sogar einen exklusiven Einblick für euch parat.

 

Keine Frage: Kinokassen-Schlager wie First Man, A Star is Born und BlacKkKlansman sind heiße Anwärter auf die eine oder andere Film-Trophäe im neuen Jahr. Aber abseits davon gibt noch ganz tolle andere Filme, die ihr unbedingt mal anschauen solltet.

 

The Favourite

Exklusiv bei uns: ein ganz besonderer Trailer

 

Man munkelt schon, dass dieser Film – in den Kategorien „Beste Hauptdarstellerin“, „Beste Nebendarstellerin“ und „Bestes Kostümdesign“ – große Chancen auf mindestens einen Oscar hat. Tatsächlich ist er ein Glanzstück. Ein geschichtliches Drama mit Unmengen an starken, vielschichtigen und nicht zwangsläufig unschuldigen guten Frauenrollen. Und das auch noch angesiedelt im 18. Jahrhundert. Ein Must-See!

 

Roma

 

Noch ein historisches Drama. Aber diesmal eines, das seine geografischen Wurzeln weit entfernt vom englischen Königshaus hat. Nämlich im mittelständischen Viertel Roma in Mexico City. Die Geschichte der Hausangestellten Cleo wird hier vor dem Hintergrund des sogenannten Fronleichnam-Massakers von 1971 erzählt. Statt mit pompösem Kostümbild überzeugt dieser Film durch eindrückliche Schwarz-Weiß-Szenen. Auch das autobiografisch geprägte Einfühlungsvermögen des Regisseurs Alfonso Cuarón sorgt für Gänsehaut. So können sich die Macher von Roma sowohl in der Kategorie „Bester Regisseur“* als auch im Bereich „Bester fremdsprachiger Film“ Hoffnungen auf einen Oscar machen. 

 

*Ja, wir würden hier auch lieber eine genderfluidere Formulierung wählen, aber in dieser Kategorie scheinen mal wieder ausschließlich Männer im Rennen zu sein. Aber vielleicht werden wir ja noch überrascht…

 

A Beautiful Boy

 

Auch dieser Film beruht auf wahren Tatsachen: A Beautiful Boy erzählt die Geschichte eines liebenden Vaters, dessen Sohn drogenabhängig wird. Buchvorlage zu diesem Film sind sowohl die Memoiren des Vaters, David Sheff, als auch die des Sohnes, Nic Sheff. Dieser fühlte sich von seinem Vater über eine lange Zeit in eine ihm nicht entsprechende Rolle gedrängt und fand in den Drogen eine Ausflucht. Timothée Chalamet, der in diesem Film Nic spielt, könnte in dieser Rolle sowohl für den Oscar als „Bester Hauptdarsteller“ als auch als „Bester Nebendarsteller“ nominiert werden. 

 

Die Frau des Nobelpreisträgers

 

Nein, eine wahre Genugtuung kann es nicht sein. Doch sollte Glenn Close dieses Jahr für ihre Rolle in „Die Frau des Nobelpreisträgers“ als „Beste Haupdarstellerin“ nominiert werden, dann verkehren sich die Rollen im wahrsten Sinne des Wortes um. Denn in diesem Film spielt sie in ihrer unvergleichlichen Art die Gattin des Autors Joe Castleman, der seinen Nobelpreis für Literatur im wort-wörtlichen Sinne nicht ohne sie gewonnen hätte. Der Film basiert auf dem Buch „Die Ehefrau“ von Meg Wolitzer und fasst in einer Geschichte viele moderne Dramen binärer Rollenbilder zusammen. 

 

Shoplifters

 

Dieser Film hat, neben Roma, ebenfalls große Chancen, für den Oscar in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ nominiert zu werden. Shoplifters ist eine japanische Produktion, die uns in eine ganz andere Welt entführt, um dort mit grundlegenden, uns allen bekannten Emotionen zu überzeugen. Erzählt wird die Geschichte einer Familie, die sich mit kleinen Betrügereien und Diebstählen über Wasser hält. Eines Tages treffen Vater und Sohn der Familie auf ein verwahrlostes Mädchen, das kurzer Hand mit in die Familie aufgenommen wird. Doch dann wird ein dunkles Geheimnis enthüllt, und die unkonventionelle Familie wird auf eine harte Probe gestellt…

Hab ihr diese oder andere Filme mit Chancen auf Oscar-Nominierungen schon gesehen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen. 

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Jana Ahrens

Chefredakteurin

Jana Ahrens liebt die Auseinandersetzung mit den Gegenständen und Situationen eines modernen Lebens. Dabei interessiert sich weniger für schöne Dinge, als eher für die Schönheit ihrer Umstände. Zum Schönen gehört natürlich auch, wenn sich komplexe Themen in verständliche Zusammenhänge zerlegen lassen. Im Januar 2018 hat sie die Chefredaktion des Monda Magazins übernommen.

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