Pop-Kultur-Festival-Highlights 2018

13.08.2018
Words by Claudia Marisa Alves de Castro
Ace Tee und Kwam. E.

In Berlin findet vom 15. bis 17. August 2018 das Pop-Kultur Festival statt. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen und freuen uns schon jetzt auf diese Highlights.

Filme, Ausstellungen, Gespräche, eine Lesung und unzählige Konzerte: Das ist das Pop-Kultur-Festival 2018. Auf dem Gelände der Kulturbrauerei gibt es von Mittwoch, dem 15. August bis Freitag, den 17. August, knapp 100 Veranstaltungen, die unmöglich alle besucht werden können. Doch einige davon schon.

Schon das Eröffnungskonzert dürfte sehens- und vor allem hörenswert werden. Wer etwas für klassische Musik übrig hat, sollte im Kesselhaus auf keinen Fall “Plunderphonia”, eine “Pop-Kultur Commissioned Work” von Henrik Schwarz und mit dem holländischen Alma Quartet verpassen. (Mittwoch / Kesselhaus / 20:00 – 20:40 Uhr)

Henrik Schwarz und das Alma Quartet
Bildquelle: Arenda de Hoop

Direkt im Anschluss spricht Lizzie Doron, die Autorin des Buchs “Sweet Occupation”. Das von der Kulturjournalistin Shelly Kupferberg moderierte Gespräch mit der Autorin und dem Bürgermeister und Senator für Kultur und Europa, Dr. Klaus Lederer, verspricht, spannend zu werden. Man darf einen interessanten Dialog über das soziale, kulturelle, politische und wirtschaftliche Druckmittel Boykott erwarten. “Ist der Boykott von Kunst und kulturellem Austausch ein sinnvolles Mittel, um in einem komplexen Konflikt Veränderung und Annäherung zu erreichen? Ich bezweifle das sehr. Ein solcher Boykott verhärtet Fronten, wo Kunst Dialoge anstoßen kann. Boykottaufrufe gegen Israel sind von Dämonisierung und Doppelstandards geprägt, sie bedienen und befördern antisemitische Denkmuster”, fasst Lederer die Thematik zusammen. (Mittwoch / Kino in der Kulturbrauerei Saal 5 / 20:00 – 21:00 Uhr)

Lizzie Doron
Bildquelle: Senatverwaltung für Kultur und Europa

Spannend dürfte auch das Gespräch zu dem Thema “Let’s Talk about Gender” zwischen Hengameh Yaghoobifarah, Ebru Düzgün alias Ebow und Yeşim Duman werden, die unter anderem über die Situation von weiblichen Künstlerinnen im heutigen Pop diskutieren. (Donnerstag / Haus für Poesie / 19:00 – 19:40 Uhr)

Yesmin Duma, Ebow, Hengameh Yaghoobifarah
Bildquelle: I. Aamri; M. Fischer; G. Nebieridze

Die Ausstellung “Over the Rainbow” umfasst Fotografien von Meryl Meisler und Ben de Biel, die als teilnehmende BeobachterInnen die Subkulturen in New York und Berlin eingefangen haben. Kuratiert von Anke Fesel und Chris Keller. (Mittwoch bis Freitag / Kulturbrauerei Hof)

Oder wie wäre es mit der Dokumentation “Desolation Center”? In dem Film widmet sich Regisseur Stuart Swezey einem Festival, das 1983 in der Mojave-Wüste stattfand und den scheinbar unglamourösen, aber authentischen Startschuss der Festivals lieferte, wie wir sie heute kennen. Die Aufnahmen sind beeindruckend und wecken einen Hauch von Nostalgie.

Ja, und dann wäre da ja auch noch die Musik. Wir freuen uns unter anderem auf Auftritte von:

Mittwoch:

… And You Will Know Us by the Trail of Dead (20:40 – 21:30 Uhr/Palais)
Pranke (22:00 – 22:40 Uhr/Frannz)
Nilüfer Yanya (23:20 – 00:20 Uhr/Maschinenhaus)
Swutscher (00:00 – 01:00 Uhr/Frannz)

Donnerstag:

Anna von Hausswolff (20:00 – 21:00 Uhr/Kesselhaus)
Dives (21:00 – 21:40 Uhr/Frannz)
Ace Tee & Kwam. (22:00 – 23:00 Uhr/Palais)
Sassy 009 (22:00 – 22:50 Uhr/Maschinenhaus)
Agar Agar (22:40 – 23:20 Uhr/Alte Kantine)
The White Screen (23:00 -23:40 Uhr/Frannz)

Freitag:

Shortparis (21:00 – 21:40/Frannz)
Voyou (22:00 – 22:40 Uhr/Alte Kantine)
Vivien Goldman (23:00 – 0:00 Uhr/ P.A.N.D.A-Theater)

Pop-Kultur-Festival 2018 in Berlin
Bildquelle: PR

Also – wer bisher noch nicht überzeugt war, dürfte es spätestens jetzt sein. Und es gibt noch viel mehr zu sehen und zu entdecken. Tickets für das Pop-Kultur-Festival und das vollständige Programm findest du hier!

Viel Spaß auf dem Pop-Kultur-Festival 2018!

Das Beitragsbild ist übrigens von Arnold Hammer

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Claudia Marisa Alves de Castro

Claudia Alves de Castro kommt vom Land, war aber nie für die Kleinstadt gemacht. Jetzt – da sie in Hamburg lebt – kann sie ihrem Interesse für Menschen, Geschichten und dem Schreiben freien Lauf lassen. Vom Lifestyle- und Fashionblog, über die Arbeit beim Fernsehen vor und hinter der Kamera, bis hin zu den Online-Redaktionen großer Verlage, Claudia ist mit allen Medien-Wassern gewaschen. Neben ihrer Leidenschaft für ihren Beruf, macht sie ihre Liebe für Kultur, Medien und Reisen besonders glücklich. Seit März 2018 schreibt sie über all das bei uns.

1 Kommentar

  1. pepe guardado

    Excellent information, thank you, I like all this.

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