#MusicHall: Diese Songs zelebrieren Vielfältigkeit

Words by Claudia Marisa Alves de Castro
Photography: Screenshot/YouTube
Little Mix in ihrem Video zu dem Song Strip
Was bedeutet »perfekt« für dich ganz persönlich? Dieser Frage hat sich Sängerin Anne-Marie in ihrem Song »Perfect to me« gestellt. Die eindeutige Antwort, die uns (nicht nur) dieser starke Song mit auf den Weg gibt, lautet: Vielfältigkeit ist perfekt.

Die folgenden Frauen stehen für Selbstbewusstsein ein und dafür, bestehende Schönheitsideale über Bord zu werfen. Ihre Songs strotzen vor Energie und Lebensfreude und behandeln gesellschaftliche Themen wie Bodyshaming, Selbstliebe und LGBTQ-Rechte. Mit den dazugehörigen Videos vermitteln sie uns auch visuell, dass wir alle stolz auf uns sein dürfen und unbedingt dafür einstehen sollten, dass unterschiedliche Körperformen akzeptiert und gefeiert werden.

Anne-Marie – Perfect to me

»Aktuell bedeutet ›perfekt sein‹ für mich persönlich, anders zu sein – ganz anders als alle anderen Menschen auf dieser Welt. Ich denke, genau das ist einfach schön«, erklärt Anne-Marie zu Beginn ihres Videos. Was danach folgt, ist ihr wundervoller Song »Perfect to me«, in dem sie erklärt, dass sie jeden Teil ihres Körpers liebt – und das gerade weil sie eben kein »Supermodel« ist. Die Message des Songs, nämlich dass wir alle perfekt sind, weil wir unsere vielen wunderschönen Makel haben, ist nicht nur wahr, sondern auch berührend umgesetzt. Für mehr Liebe und Akzeptanz empfehlen wir daher »Perfect to me« einmal täglich zu hören. Am besten geht das mit diesem wundervollen Musikvideo:

Lizzo – Juice

Wer Melissa Jefferson aka Lizzo noch nicht kennt, sollte sich ihr Video zu »Juice« auf jeden Fall anschauen. Die Sängerin und Rapperin aus Minneapolis setzt sich mit ihrer Musik bereits seit 10 Jahren für gleichgeschlechtliche Liebe, Body Positivity und Selbstliebe ein. Ihre aktuelle Single widmet sie uns allen und gibt uns so ein Stück ihres Selbstvertrauens mit. So singt sie: »Mirror, mirror on the wall, don’t say it ‘cause I know I’m cute«. Ein Satz, den wir ab jetzt häufiger singen und auch ruhig zu uns selbst sagen dürfen.

Ava Max – So am I

Ava Max hat zuletzt mit »Sweet but Psycho« die Charts gestürmt. Und wir sind uns sicher: Mit ihrer Single »So am I« dürfte sie ihren vorherigen Erfolg ziemlich leicht wiederholen können. Gerüchte, Ava würde lediglich als »One-Hit-Wonder« in die Musikgeschichte eingehen, räumt sie somit aus dem Weg. Denn der Song geht nicht nur schnell ins Ohr, sondern auch direkt ins Herz. Die in Los Angeles lebende Künstlerin, die als Markenzeichen ihre Haare in zwei unterschiedlichen Längen trägt, verbreitet ihre Botschaft klar und deutlich, denn: »Es ist vollkommen okay, anders zu sein, denn ich bin es auch«. Wie sie ihr »Anderssein« selbst sieht und feiert, zeigt sie in dem dazugehörigen Musikvideo.

Stefanie Heinzmann – Mother‘s Heart

Wer möchte schon das Herz seiner Mutter brechen? Eben – niemand! Aus diesem Grund sollten wir damit aufhören, immer wieder an uns selbst herumzunörgeln und uns von den eigenen negativen Gedanken herunterziehen zu lassen. Unsere Mütter haben uns so gemacht, wie wir sind, und auf dieses Ergebnis sind sie so richtig stolz. Wird Zeit, dass wir es selbst auch sind. Stefanie Heinzmann ist aktuell nicht nur mit einem neuen Album (»All we need is love«) zurück, sondern auch mit ihrem Song »Mother‘s Heart« – und den haben wir uns schon so richtig zu Herzen genommen.

Little Mix – Strip

Wenn wir uns das Video von Little Mix zu ihrer befreienden Hymne »Strip« so anschauen, wären wir wirklich wahnsinnig gern beim Dreh dabei gewesen. Tolle Frauen kommen hier zusammen, um ihre Einzigartigkeit zu feiern. Egal ob kleine oder große Brüste, Cellulite, Sommersprossen oder Dehnungsstreifen: Die Message ist stark und unüberhörbar. Bei »Strip« bleiben sogar die Instrumente komplett im Hintergrund, stattdessen lassen Jesy Nelson, Perrie Edwards, Jade Thirlwall und Leigh-Anne Pinnock den kraftvollen Text beinah völlig für sich allein stehen. Allein stehen bleibt bei dieser Frauen-Power aber bis auf die Textzeilen sonst nichts und vor allem niemand.

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Musik

Claudia Marisa Alves de Castro

Redaktionsleiterin

Claudia Alves de Castro kommt vom Land, war aber nie für die Kleinstadt gemacht. Jetzt – da sie in Hamburg lebt – kann sie ihrem Interesse für Menschen, Geschichten und dem Schreiben freien Lauf lassen. Vom Lifestyle- und Fashionblog, über die Arbeit beim Fernsehen vor und hinter der Kamera, bis hin zu den Online-Redaktionen großer Verlage, Claudia ist mit allen Medien-Wassern gewaschen. Neben ihrer Leidenschaft für ihren Beruf, macht sie ihre Liebe für Kultur, Medien und Reisen besonders glücklich. Seit März 2018 schreibt sie über all das bei uns.

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