#MusicHall: Akustik-Songs für einen entspannten Sommerabend

Words by Claudia Marisa Alves de Castro
Photography: Kelsey Chance auf Unsplash
Diese Songs passen zu einem entspannten Sommerabend
Musik darf so richtig laut und aufwendig arrangiert sein. Manchmal mögen wir aber auch die ganz puren Sounds. So wie in den folgenden Akustik-Versionen.
 

Es ist Sommer und ein laues Lüftchen weht uns um die Nase. Wir sitzen entspannt auf dem Balkon oder unserer Terrasse und genießen den Abend mit anregenden Gesprächen und einem Glas Rosé. Im Hintergrund läuft Musik. Wir hören Akustik-Songs, die nicht viel mehr brauchen als eine Gitarre, eine Cajón oder ein Klavier und eine – oder auch zwei und mehr – wundervolle Stimme(n). Jetzt musst du nur noch hin und wieder die Augen schließen und genießen.

JP Cooper – »September Song«

Aus dem Radio kennen wir JP Cooper seit 2014 mit Songs wie »Closer« oder auch »Perfect Strangers« – einem Hit, der in Zusammenarbeit mit dem britischen DJ Jonas Blue entstanden ist und 2016 für den endgültigen Durchbruch sorgte. In unsere Playlist hat es allerdings die Akustik-Version von »September Song« geschafft. In dem Track geht es um einen ganz besonderen Sommer und eine ganz große Liebe. Diese scheint inzwischen zwar vorüber zu sein, doch unsere Gefühle für diesen wundervollen Song werden ganz sicher nicht vergehen. 

Tom Walker ft. Lena – »Just You and I«

Ende 2017 wurde Tom Walker mit seinem Hit »Leave a Light on« bekannt. Seitdem singt der sympathische und äußerst talentierte Brite seine Songs meistens allein. Für eine ganz besondere Akustik-Version hat er sich allerdings mit Lena zusammengetan. Dabei herausgekommen ist eine Symbiose von zwei tollen Stimmen mit wahnsinnig viel Gefühl. »Just You and I« von Tom Walker gehört schon jetzt zu den schönsten Liebesliedern.  

Ed Sheeran – »I Don’t Care«

Im Grunde kommt es gar nicht so sehr darauf an, ob ein Song eher schnell oder langsam ist und worum es in dem Text genau geht. Die alles andere als geheime Zutat für einen Hit heißt ganz klar Ed Sheeran. Egal, was der Engländer Edward Christopher Sheeran komponiert und schreibt – es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit zum großen Erfolg. Und dabei spielt es auch nur bedingt eine Rolle, ob er die Hits für andere Künstler arrangiert oder sie wie bei »I Don’t Care« zusammen mit Justin Bieber oder auch – wie in dieser wundervollen Version – ganz alleine singt.  

Jess Glynne – »Thursday«

Der Beweis für die soeben aufgestellte Theorie folgt umgehend: An »Thursday« aus dem zweiten Studioalbum »Always in Between« hat neben Jess Glynne selbst und Steve Mac auch Ed Sheeran mitgeschrieben. Es handelt sich um einen tollen und tiefsinnigen Song, der die innere Zerrissenheit vieler Menschen widerspiegelt. In der folgenden Akustik-Version begleitet Ed die energievolle Stimme von Jess mit seiner Gitarre. So klingt ein wahres »perfect Match«.  

John Mayer – »Free Fallin«

John Mayer ist Musiker durch und durch. Und der Erfolg gibt ihm recht: Die Liste seiner Auszeichnungen ist ausgesprochen lang – darunter fallen unter anderem sieben Grammys. Zu seinen Meisterwerken gehört definitiv »Free Fallin« von 2008 – ein Song, der vor allem in der akustischen Version ein Gefühl von Lagerfeuer-Romantik versprüht. Für ein Lagerfeuer ist es zwar aktuell zu heiß, doch auch zu einem entspannten Sommerabend passt dieses Lied einfach perfekt.

 R.E.M. – »Losing my Religion«

Lust auf einen absoluten Klassiker? »Losing my Religion« ist von 1991 und erschien ursprünglich auf dem Album »Out of Time«. Obwohl der Song von R.E.M. schon einige Jahre auf dem Buckel hat, hat dieser Hit bis heute eine solch beeindruckende Zeitlosigkeit bewiesen, dass wir uns nur schwer vorstellen können, dass »Losing my Religion« irgendwann einmal keine Rolle mehr spielen könnte. Aus diesem Grund ist es nur logisch, dass R.E.M. in unserer Auflistung mit dieser herzerwärmenden Akustik-Version nicht fehlen darf. 

 

Lewis Capaldi – »Someone You Loved«

Lewis Capaldi wurde im Oktober 1996 in Glasgow geboren, um (wenn es uns erlaubt sein darf, ein wenig pathetisch zu sein) die Welt mit seiner Musik und seiner Stimme zu begeistern. Bereits seit seinem 12. Lebensjahr spielt er live auf kleinen und großen Bühnen. In den letzten Jahren hatte er also genügend Zeit, seine Akustik-Künste zu erproben und zu perfektionieren. Wie perfekt das Ganze klingt, lässt sich bei dieser beeindruckenden Version von »Someone You Loved« hören. 

 Freya Ridings – »Lost Without You«

Was passiert, wenn man Freya Ridings in der leeren Round Chapel in Hackney (London) an ein Klavier setzt? Richtig, es löst Gänsehaut aus! »Lost Without You« ist der bisher größte Hit der jungen Singer-Songwriterin, die bereits mit neun (!) Jahren anfing, eigene Songs zu schreiben. Auch sie hat also bereits eine Menge Erfahrung, die ihr bei Live-Auftritten zugute kommt. Diese absolute Perfektion und Sicherheit in Freyas Stimme könnte tatsächlich beinah erschreckend wirken – wenn sie nicht so unverkennbar besonders und gefühlvoll wäre. 

Becky Hill & Matoma – »False Alarm«

Zu Beginn singt Becky Hill von einem vermeintlichen Fehlalarm in Sachen Liebe, doch wie sich herausstellt, hat ihr anfängliches Gefühl sie doch nicht getäuscht. In ihrem und DJ Matomas Song »False Alarm« geht es um den Mut, den es manchmal braucht, um sich auf die ganz große Liebe einzulassen. Mit ihrer emotionalen Akustik-Version transportiert Becky Hill das Glück, das wir spüren, wenn wir uns trauen und genau diesen Schritt wagen.  

 LEA – »Zu dir«

Auf einem Floß mitten auf einem See lässt es sich wirklich fabelhaft Musik machen. Das Video zu der Akustik-Version von »Zu dir« bringt wirklich alles mit, was man braucht, um sich gedanklich in einen durch und durch gelungenen Sommerabend zu versetzen. Lisa-Marie Becker, die sich LEA nennt, bringt als Singer-Songwriterin übrigens auch so einiges mit. Ihre Stimme sowie ihr feinfühliges Gespür für Text und Komposition sorgen dafür, dass sie zu den aktuell spannendsten deutschen Künstlerinnen gehört. 

 AnnenMayKantereit & Milky Chance – »Roxanne« (Cover)

In vielen Fällen bevorzugen wir das Original. Bei dieser Version von »Roxanne« müssen wir aber gestehen, dass uns das Cover von AnnenMayKantereit und Milky Chance auch wirklich gut gefällt. Die beiden Stimmen von Henning May und Clemens Rehbein ergänzen sich wirklich perfekt und sorgen in Kombination mit dem ziemlich coolen Song (im Original von The Police) für einen ganz speziellen Moment und ein ganz besonderes Highlight in unserer Akustik-Playlist. 

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Claudia Marisa Alves de Castro

Redaktionsleiterin

Claudia Alves de Castro kommt vom Land, war aber nie für die Kleinstadt gemacht. Jetzt – da sie in Hamburg lebt – kann sie ihrem Interesse für Menschen, Geschichten und dem Schreiben freien Lauf lassen. Vom Lifestyle- und Fashionblog, über die Arbeit beim Fernsehen vor und hinter der Kamera, bis hin zu den Online-Redaktionen großer Verlage, Claudia ist mit allen Medien-Wassern gewaschen. Neben ihrer Leidenschaft für ihren Beruf, macht sie ihre Liebe für Kultur, Medien und Reisen besonders glücklich. Seit März 2018 schreibt sie über all das bei uns.

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