Karriere-Briefing mit Balbina

16.10.2018
Words by Jana Ahrens
Musikerin Balbina im Karriere-Briefing

Balbina macht Musik. Besondere Musik. Sie kommt aus der Berliner Hip-Hop-Welt, hat in diesem Umfeld aber ihren ganz eigenen Umgang mit Sprache, Melodien und Rhythmen gefunden. Dass sie damit einen Nerv trifft – und das Seelenleben ihrer Fans – zeigt ihr Erfolg. Den sie sich hart erarbeiten musste.

Mein Jobtitel: Ich bin Texterin und Komponistin.

Welche Aufgaben sich dahinter verbergen: Ich beobachte, denke, schreibe, lese, inszeniere, und am Ende landet es zu 80 Prozent im Papierkorb. Mit den restlichen 20 Prozent beginne ich zu arbeiten. Aber auch das wird wiederum seziert, sortiert und so zusammengefügt, dass es passt.

Wie viel ich gern pro Woche arbeiten würde: Ich würde gerne täglich von 9 Uhr bis 14 Uhr arbeiten.

Wie viel ich tatsächlich pro Woche arbeite: Na ja, diese Denkmaschine läuft unaufhörlich. Ich wünschte, ich hätte Langeweile. Wenigstens ein, zwei Mal die Woche.

So strukturiere ich mich selber: Die wertvollsten 20 Prozent meiner Skizzen unterteile ich thematisch und arbeite sie nach und nach ab. Eine echte Fleißarbeit.

Die Aussicht von meinem Arbeitsplatz: Mein Schreibtisch steht am Fenster zum Hof. Ich sehe das Vorderhaus und eine Handvoll Bäume.

Musikerin Balbina
Bildquelle: Kerstin Musl

Meine Lieblingspause: Schlaf.

So halte ich mich wach: Im Optimalfall gar nicht. Sonst mit Kaffee.

Meine Energie hole ich mir hier: Die hole ich mir beim Laufen und beim Essen.

Meine Komfortzone endet hier: Schlafmangel ist das Ende meiner Komfortzone.

Wenn ich diesen Job nicht machen würde, dann wäre ich: Ich habe diesen Job immer gemacht und werde ihn immer machen. Ob er Geld bringt – immer genug –, das ist eine andere Sache. Wenn nicht, wird es Wege – anstrengende Wege – geben, das Ganze über andere Jobs zu finanzieren. Das funktioniert, das weiß ich. Ich lebe erst seit 2015 ausschließlich von meiner Arbeit als Texterin und Komponistin.

In den nächsten Monaten freue ich mich auf: Ich freu mich aufs Schreiben, Lesen, Essen und Schlafen.

Das Beitragsbild ist übrigens von Kerstin Musl

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Jana Ahrens

Jana Ahrens liebt die Auseinandersetzung mit der Mode und mit den Gegenständen und Situationen eines modernen Lebens. Sie interessiert sich weniger für schöne Dinge, als eher für die Schönheit ihrer Umstände. Bis 2013 hat sie als Modedesignerin gearbeitet. Seitdem widmet sie sich dem Schreiben. Im Januar 2018 hat sie die Chefredaktion des Monda Magazins übernommen.

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