Unsere Highlights vom Eurovision Song Contest 2019

Words by Claudia Marisa Alves de Castro
Photography: NDR/Julian Rausche
S!sters beim ECS Vorentscheid
Inzwischen haben wir die neuerliche ESC-Pleite verdaut und blicken noch einmal auf die für uns besten Auftritte des Abends.  
 

Und wenn wir von den besten Auftritten sprechen, dann meinen wir nicht etwa nur die Bühnenperformance, sondern vor allem auch die gesangliche Leistung und das Ohrwurmpotenzial des Songs. Denn obwohl wir uns am Tag nach dem Eurovision Song Contest noch an ganz bestimmte Inszenierungen erinnern konnten, fehlte uns zuweilen bereits die Erinnerung an das dazugehörige Lied. Für uns ein schlechtes Zeichen. Welche Songs wir auch heute noch trällern, verraten wir hier. Ach, und nein, Madonna hat es nicht in unsere Highlights geschafft – nach ihrem verpatzten Auftritt ist das auch leider kein Wunder. 

Highlights vom ESC 2019

 

Duncan Laurence – »Arcade« (Niederlande)

Der 25-jährige Niederländer Duncan Laurence wurde bereits vor dem ESC als Favorit gehandelt, und wie sich schnell herausstellte, konnte er seiner Rolle gerecht werden. Die Jurys der einzelnen Länder gaben ihm schon 231 Punkte – die Zuschauer dann noch einmal 261. In seiner Ballade »Arcade« geht es um den Verlust eines geliebten Menschen, der so jung stirbt, dass er die große Liebe nicht mehr erleben kann. Klingt wahnsinnig traurig, und das ist es auch. Mit der Story und seiner einfühlsamen Stimme sang er sich nach ganz vorne. Ein wirklich verdienter Sieg

 

Mahmood – »Soldi« (Italien)

Auch Mahmood brachte eine klare Message mit nach Tel Aviv und verkündete im Vorhinein: »Musik ist wichtiger als Politik«. Diese Aussage bezog er natürlich auf den Wettbewerb, dem immer wieder politisches Kalkül bei der Punktevergabe nachgesagt wird. In seinem Song »Soldi« geht es um Geld, das seinem Vater wichtiger ist als die Familie. Mahmood erreichte mit seinem Elektro-Pop-Song am Ende insgesamt 465 Punkte und den zweiten Platz. Wir finden »Soldi« ebenfalls ziemlich gelungen – jetzt müssen wir nur noch ein wenig Italienisch lernen, und dann klappt es auch mit dem Mitsingen.

 

Zala Kralj & Gašper Šantl – »Sebi« (Slowenien)

Zala und Gašper aus Slowenien haben sich vor einigen Jahren über Instagram kennengelernt. Gašper schrieb Songs, für die ihm noch die perfekte Stimme fehlte. Über Social Media wurde er fündig. Ins ESC-Finale schafften es die beiden mit ihrem Song »Sebi« ohne Probleme. Und auch wenn der Auftritt im Gegensatz zu den meisten anderen eher einfach und sehr verhalten wirkte, hat uns das Duo berührt und ist uns vielleicht auch genau wegen dieser speziellen Performance im Kopf geblieben. Am Ende gab es 105 Punkte und somit den 13. Platz.

 

John Lundvik – »Too late for Love« (Schweden)

Hach, wie schön… John Lundvik hat eine Stimme zum Dahinschmelzen und gehörte mit seinem Song »Too late for Love« definitiv zu unseren Favoriten – außerdem hat er bis heute mit Abstand den größten Ohrwurmfaktor. Der ehemalige Leichtathlet hat auch wirklich gekämpft. Am Ende erreichte seine Gospel-Pop-Nummer mit insgesamt 332 Punkten allerdings „nur“ den sechsten Platz. Das hatten wir uns anders vorgestellt, doch bei dem durch und durch positiven Schweden dürfte die anfängliche Enttäuschung über diese Platzierung schon längst wieder verfolgen sein. »Ich glaube daran – in meinem naiven Herzen –, dass Liebe alles lösen kann«, erklärt der 36-Jährige. Und ja, da sind wir definitiv seiner Meinung!

 

Leonora – »Love is forever« (Dänemark)

Mit ganz großen Gefühlen geht es weiter nach Dänemark. Leonora sang ihren harmonischen und sanften Song gleich in vier verschiedenen Sprachen. Das hat beeindruckt und soll natürlich vor allem eines bedeuten: »Liebe ist für alle da und für immer«, so die Sängerin. Auch dem haben wir nichts mehr hinzuzufügen. Für ihren Song und die hübsche Inszenierung bekam Leonora, die in Hellerup, einem Städtchen nördlich von Kopenhagen, aufgewachsen ist, insgesamt 120 Punkte. Alles richtig gemacht!

 

S!sters – »Sister« (Deutschland)

Ja, die S!sters haben beim Eurovision Song Contest 2019 den 24. Platz erwischt – also den drittletzten vor Weißrussland und Großbritannien. Von den Jurys gab es insgesamt nur 32 Punkte, und von den Zuschauern unglaubliche Null. Nachzuvollziehen ist das auch rückblickend nicht. Carlotta und Laurita haben einen ziemlich guten Auftritt hingelegt und gesanglich so richtig geliefert. Wie viel Spaß die beiden Frauen bei ihrem Auftritt hatten, lässt sich deutlich sehen. Schon allein deshalb dürfen sie in unseren Highlights trotz ihrer schlechten Platzierung auf gar keinen Fall fehlen.

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Claudia Alves de Castro kommt vom Land, war aber nie für die Kleinstadt gemacht. Jetzt – da sie in Hamburg lebt – kann sie ihrem Interesse für Menschen, Geschichten und dem Schreiben freien Lauf lassen. Vom Lifestyle- und Fashionblog, über die Arbeit beim Fernsehen vor und hinter der Kamera, bis hin zu den Online-Redaktionen großer Verlage, Claudia ist mit allen Medien-Wassern gewaschen. Neben ihrer Leidenschaft für ihren Beruf, macht sie ihre Liebe für Kultur, Medien und Reisen besonders glücklich. Seit März 2018 schreibt sie über all das bei uns.

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