Wie ich mit meiner besten Freundin Schluss machte

Words by Claudia Marisa Alves de Castro
Photography: privat
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Wie ich mit meiner besten Freundin Schluss machte
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Trennungen fallen uns Menschen nur selten leicht. Dabei macht es sogar kaum einen Unterschied, ob man sich von seinem Partner, seiner Partnerin oder der besten Freundin beziehungsweise dem besten Freund verabschieden muss. An meine ehemals beste Freundin denke ich bis heute noch ziemlich oft.
 

Wenn ich auf meine vergangenen Beziehungen zurückblicke, kann ich feststellen, dass ich überhaupt nicht zu den typischen “Schlussmacherinnen” gehöre. Wenn es zum dramatischen Liebesaus kam, waren immer die Typen dafür verantwortlich. Woran das wohl gelegen haben mag? Darüber mache ich mir ein anderes Mal Gedanken… Denn genau ein einziges Mal in meinem Leben habe ich selbst die Reißleine gezogen.

Liebe auf den ersten Blick…

Kurz nach meinem Umzug nach Hamburg – ich war Anfang 20 – lernte ich sie kennen. Schon bei unserem ersten Treffen in einem Restaurant, das durch Freunde zustande kam, spürte ich eine eigenartige Vertrautheit – ja, beinahe eine magische Anziehungskraft. Ohne uns zu kennen, unterhielten wir uns ohne Punkt und Komma. Immer wieder nickten wir und klatschten in die Hände, als wir während unseres allerersten Gesprächs schon wieder auf eine Gemeinsamkeit gestoßen waren. An diesem Abend erzählte ich ihr Dinge, die ich bis zu diesem Zeitpunkt sonst niemandem so schnell verraten hatte. Als wir uns voneinander verabschiedeten, hatten wir nicht nur schon längst unsere Nummern ausgetauscht – wir kannten unsere Sternzeichen, unsere Geburtstage und was uns im Leben bewegte, und hatten natürlich auch direkt ein zweites Treffen vereinbart. Und das musste auch dringend sein, denn ich war verliebt – nämlich in meine neue beste Freundin. Für mich war sie eine der klügsten, hübschesten und spannendsten Personen, die mir je begegnet waren.

So verbrachten wir die kommenden Monate und Jahre damit, uns jede Woche mindestens zwei bis drei Mal zu sehen, und auch an den meisten Wochenenden wollten wir nicht aufeinander verzichten. Wir bestellten Sushi, amüsierten uns über Trash-TV-Shows, übernachteten beieinander und redeten über alles, was uns in den Sinn kam. So stürmisch wie bei uns ging es sonst kaum irgendwo zu. Und so sehr ich mir auch gewünscht hätte, dass das für immer so bleibt, war sich mein Verlobter schon damals sicher, dass diese Beziehung irgendwann kippen könnte. Und wie so oft sollte er auch dieses Mal recht behalten.

Mein Leben für die Freundschaft

Als wir bereit waren, unsere “rosaroten Brillen” auch nur für einen kurzen Moment abzusetzen, sahen wir zwei junge Frauen, die an einer Illusion festhielten. Am Anfang war alles so schnell gegangen, dass wir uns nie wirklich – mit all unseren Macken und Fehlern – kennengelernt hatten. Wir hatten unserer Freundschaft nie die Zeit gegeben, sich langsam zu entwickeln. Von unserem Kennlernen bis zu der Erkenntnis, dass wir nie wieder ohne einander sein mochten, waren nur wenige Tage vergangen. Und irgendwann versuchten wir einfach nur noch, uns alles recht zu machen. So kam es, dass mich unsere Freundschaft immer häufiger stresste und ich meiner Freundin immer öfter meine Loyalität bewies: indem ich Menschen mied, die sie nicht mochte; indem ich mit ihr in die für mich falsche Bahn einstieg, nur damit sie ihren Weg nicht allein bestreiten musste; oder wenn sie vor meiner Tür stand und ich sie hineinbat, obwohl sie wusste, dass ich keine Zeit für sie hatte. Ich hatte mich in eine Abhängigkeit begeben, die mich langsam, aber sicher krank machte – und immer häufiger zweifeln ließ.

Aus und vorbei

Zuletzt dachte ich nur noch an sie. Bevor ich mich mit jemand anderem verabredete, etwas sagte oder tat – ja, sogar bevor ich etwas aus meinem Kleiderschrank holte, überlegte ich, was sie wohl tun oder denken würde. Bis heute bin ich mir nicht sicher, ob es ihr ähnlich ging und ob sie ebenso abhängig von mir war. Doch eines stand definitiv fest: Ich hatte mich selbst verloren. Und an diesem Punkt fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich musste etwas ändern. Also beschloss ich, mich selbst wieder mehr in den Fokus zu rücken. Ich liebte sie noch immer, doch so konnte es nicht weitergehen. Kaum hatte ich diesen Entschluss gefasst, fingen wir immer häufiger an, uns zu streiten. Wir stellten sogar ständig unsere Freundschaft infrage, und dann platzte erst ihr und dann mir der Kragen. Als sie mir nicht einmal persönlich, sondern in einer Mail vorwarf, was ich ihrer Meinung nach alles falsch gemacht hatte, und betonte, dass sie sich unter einer richtigen Freundin etwas anderes vorstellte, machte ich Schluss. Ich gab ihr zu verstehen, dass wir uns nicht mehr guttun würden, und dann tat ich etwas Schreckliches: Als sie – ein einziges Mal – versuchte, mit mir ins Gespräch zu kommen, um uns und unsere Beziehung zu retten, schickte sie weg. Diese eine Unterhaltung hätte unsere Zukunft in eine andere Richtung lenken können, doch ich war nicht bereit dazu, ich wollte nicht hören, was sie zu sagen hatte. Ich hatte das alles – unsere Freundschaft und auch sie – satt.

Der US-Psychologe William Chopik fand in seiner aktuellen Studie heraus, dass uns Freundschaften im Laufe unseres Lebens offenbar stärker beeinflussen als familiäre Verbindungen. Für seine Untersuchungen befragte er mehr als 270.000 Menschen aus 97 Ländern im Alter zwischen 15 und 99 Jahren. Eine seiner Erkenntnisse zeigt, dass freundschaftliche Verbindungen im Alter immer wichtiger werden und Personen mit glücklichen Freundschaften auch gesünder und zufriedener sind. “Ein paar wirklich gute Freunde zu haben, kann einen großen Unterschied für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden ausmachen. Es ist also klug, in die Freundschaften zu investieren, die Sie am glücklichsten machen”, erklärt Chopik. Somit habe ich also alles richtig gemacht? Ich war nicht mehr glücklich und sah damals auch keine Möglichkeit, wie wir unsere Freundschaft hätten retten sollen.

Auf nimmer Wiedersehen…

Wir haben uns schon seit Jahren nicht gesehen, doch um ehrlich zu sein, habe ich nie wirklich aufgehört, an sie zu denken. Ich frage mich gelegentlich, ob ihr neuer Partner ihr guttut oder ob sie gesund ist. Meine Entscheidung bereue ich bis heute allerdings nicht, und ein Zurück gibt es für mich ebenfalls nicht. Ich denke, dass wir das, was damals passiert ist, auch heute nicht vollständig ausblenden könnten. Ich bin auch der festen Überzeugung, dass wir viel öfter den Mut aufbringen sollten, uns von Menschen zu trennen, die uns weder Gutes tun, noch Glück in unser Leben bringen – denn dafür ist das Leben viel zu kurz. Meine Ex-BFF und ich hatten unsere Zeit, und dann war sie eben einfach vorbei…

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Claudia Alves de Castro kommt vom Land, war aber nie für die Kleinstadt gemacht. Jetzt – da sie in Hamburg lebt – kann sie ihrem Interesse für Menschen, Geschichten und dem Schreiben freien Lauf lassen. Vom Lifestyle- und Fashionblog, über die Arbeit beim Fernsehen vor und hinter der Kamera, bis hin zu den Online-Redaktionen großer Verlage, Claudia ist mit allen Medien-Wassern gewaschen. Neben ihrer Leidenschaft für ihren Beruf, macht sie ihre Liebe für Kultur, Medien und Reisen besonders glücklich. Seit März 2018 schreibt sie über all das bei uns.

10 Kommentare

Meneer Tokoloshe
#10 — vor 8 Monaten
Also Ich finde den Artikel gut: Es gehoert Mut dazu sich zu oeffnen und die gesamte Leserschaft am eigenen Seelenleben teilnehmen \u lassen. Respekt. Weiter so. Ich bin mir sicher wir haben alle Fehler gemacht in unserem Leben und Ich finde es ist auch aboslut toll wemm man/frau/drittes Gechlecht neue Menschen trifft mit denen jemand sofort so vertraut ist als ob sie einem das gesamte Leben scjon begleiten...Weiter so Marisa....
Tinkerbelle
#9 — vor 8 Monaten
Ich habe den Artikel gelesen, weil ich mich z. Z. in einer ähnlichen Situation befinde.

Vor drei Jahren, nach dem plötzlichen Tod meines Mannes stand ich ganz alleine da und eine Nachbarin hat mir sehr geholfen: sowohl seelisch als auch wirklich aktiv im Haushalt, da ich gehbehindert bin. Im Laufe der Zeit haben wir uns immer enger an einander angeschlossen, obwohl ich bei weitem nicht ihre einzige Freundin bin. Als meine Freundin in finanzielle Probleme hatte, habe ich ihr unter die Arme gegriffen, habe Kleidung für ihre Kinder gekauft, großzügige Geschenke für die ganze Familie aus dem Urlaub mitgebracht, etc. Völlig verzweifelt war ich, als sie vor 1,5 Jahren dann von einem Tag auf den anderen den Kontakt abgebrochen hat und weder auf Telefon noch auf SMS oder sogar persönliches Klingeln an der Haustür geantwortet hat. Um meinen Haushalt weiter ohne sie bewältigen zu können habe ich mir damals eine Putzfrau engagiert. Nach drei Monaten tauchte meine Freundin dann wieder auf. Alles sei ein Missverstädnis gewesen. Ich habe ihre Entschuligung angenommen und alles war wieder fast beim Alten; nur die Putzfrau habe ich behalten.
Dann habe ich vor ca. 6 Monaten einen Mann kennen gelernt. Meine beste »Freundin« lässt weder an ihm noch an meiner Putzfrau ein gutes Haar. In der Anfangsphase habe ich mich ihren Wünschen gefügt und den Kontakt zu meinem Freund und auch zu meiner Putzfrau reduziert, aber in den letzten Wochen ist mir klar geworden, dass meine Abhängigkeit von ihr so immer größer wird und alle anderen Freundschaften und Bekanntschaften so auf der Strecke bleiben.
Gerade gestern Abend ist bei mir die Entscheidung gefallen, den Kontakt zu ihr sehr weit zu reduzieren. (Da sie direkt gegenüber wohnt und wir uns gegenseitig in die Fenster gucken, kann ich sie nicht einfach ignorieren.)
Der Artikel von Claudia Marisa hat mich in diesem Entschluss bestärkt!
Yvonne
#8 — vor 8 Monaten 4 Wochen
Ich bin ehrlich zwiegespalten.
Ich war selbst mal in so einer Situation »verlassen« worden zu sein. Eigentlich soagr zweimal.
Beim ersten Mal - noch zu Schulzeiten - schlug sich meine damals beste Freundin wie ein Fähnchen im Winde lieber auf die Seite derjenigen, die mir die Schulzeit für eine Zeit zur Hölle machten. Es war halt einfacher für sie. Wir waren noch sehr jung, ich kann es zwar nachvollziehen, aber bis heute tut es weh, so hintergangen worden zu sein.
Das zweite mal war vor ein paar Jahren.
Die Freundin, die mir über die Jahre immer am nächsten Stand, verschwand quasi schleichend.
Wir hatten nicht immer den engsten Kontakt, haben uns zu dem Zeitpunkt auch mal länger nicht gesehen, dadurch, dass sie in eine andere Stadt gezogen ist. Sie hatte einfach andere Vorstellungen davon, wie oft wir zum Beispiel dafür telefonieren hätten müssen. Eine Anforderung, der ich nicht stand halten konnte, weil ich telefonieren einfach fürchterlich finde (und das als Frau). Zudem war ich in der Zeit mit einigen Umbrücken selbst beschäftigt. Irgendwann meldete sie sich weniger, sagte nicht mehr, wann sie wieder in unserer Heimatstadt ist, lud uns nicht zu ihrem 25. Geburtstag ein, den sie zwar feierte, aber eben nur mit einer Person aus unserer Clique.
Ich wusste nicht, wieso sie sich so zurück zog, ahnte es halt nur, auch durch Gespräche mit einer anderen guten Freundin.
Da mir die Freundschaft am Herzen lag, beschloss ich einen Brief zu schreiben.
Ich versuchte ihr zu erklären, was bei mir gerade los war und wieso ggf. von mir weniger Kontakt kam, als sie wünschte. Auch, dass für mich nie die Quantität zählte, sondern, dass die Qualität unserer Freundschaft für mich besonders war. Sich immer miteinander wohl zu fühlen, auch wenn man sich länger nicht gesehen hatte. Und dass ich es schade fänd, wenn unsere Freunschaft so auseinander gehen würde und ich gerne wüsste, was bei ihr gerade los ist und wieso sie sich zurück zieht. Den Brief gab ich unserer Freundin mit, die zum Geburtstag fuhr, zusammen mit einem gründlich ausgesuchten Geburtstagsgeschenk.
Ich bekam hinterher zwar ein Danke für das Geschenk mit dem Hinweis, dass sie noch nicht zum Brief lesen gekommen wäre (Tag nach dem Geburtstag und sie hatte noch Besuch, also alles in Ordnung). Eine Reaktion auf den Brief erhielt ich anschließend jedoch nicht mehr.
Ihre Schwester verriet mir nur, dass sie den Brief »heftig« gefunden hätte, was ich mir nicht erklären kann.

Ich habe anschließend noch ein paar Mal versucht Kontakt aufzunehmen, jedoch erfolglos, bzw kam von ihr nicht viel. Ich habe anschließend lange gebraucht und lange getrauert. Auch, weil ich mein Vertrauen missbraucht sah. Ich hätte mir gewünscht, dass sie es wenigstens einmal versucht zu erklären.
Mittlerweile - 5 Jahre später - bin ich darüber hinweg. Ein letzter Versuch letztes Jahr scheiterte. Ich sah sie auf einer kleinen Feier zur Geburt eins Kindes in der Clique - hier in der Region ein recht feucht-fröhlicher anlass. Gut angeheitert sagte ich ihr, dass ich sie vermissen würde und mich freuen würde, wenn sie sich melden würde. Sie versicherte es zwar, aber es geschah nichts.

Der Anlass für mich es endgültig zu lassen.

Bis heute finde ich es aber schade, dass sie sich nie erklärt hat oder uns eine Chance für ein Gespräch gegeben hat.

Ich verstehe, dass Sie sich aus der Freundschaft zurück zogen. Aber da auch Sie noch heute ab und an an Ihre Freundin denken, wäre es ja vielleicht doch mal gut, nochmal eine Erklärung abzugeben... Rein aus Fairness.

Im übrigen: Ich finde, dass Loyalität durchaus beinhaltet, jemandem die Meinung zu sagen, wenn man meint, dass jemand sich anderen gegenüber falsch verhält. Ich würde mir daher auch den Kontakt zu Personen nicht verbieten lassen, die meiner Freundin nicht passen. Ich erwarte im Gegenzug so viel Loyalität, als dass sie diese Entscheidung akzeptiert, so wie ich ihre Entscheidung akzeptiere. Alles andere ist für mich falsch verstandene Loyalität.
Schmittlowski
#7 — vor 9 Monaten
Erst dachte ich, wie dumm und unselbstständig.....
dann wie egoistisch und oberflächlich und darauf auch noch stolz. Insgesamt ist mir die Autorin ziemlich unsympathisch.
Tali
#6 — vor 9 Monaten 1 Woche
Freunde sind einfach nur Konsumartikel, die man sich nimmt, solange sie einem »gut tun« und wenn man sie satt hat, ohne großen Anlass, ausser dass man selber offenbar nicht ganz frisch ist, tut diese einfach wieder weg. Ohne Auseinandersetzung, wozu auch, mit einer leeren Dosa Cola setzt man sich ja auch nicht auseinander, oder mit einem abgelaufenen Fahrschein. Nicht wahr?
Dass man da zum einen schlecht mit einem anderen Menschen umgeht und den eventuell sehr verletzt spielt dabei genauso wenig eine Rolle, wie die Tatsache, dass man sich selbst um seine Lernaufgabe betrügt. Nämlich: Warum denke ich eigentlich, ich muss mich so über-anpassen? Warum fahre ich eigentlich eine Bahn die nicht meine ist? Und vor allem: Warum gebe ich für mein eigenes Verhalten jemandem anderen die Schuld, anstatt die Verantwortung dafür zu übernehmen und an mir selbst zu arbeiten?
Und findet auch noch, das »sollte man viel öfter tun«. Applaus!
Jasarina
#5 — vor 9 Monaten 1 Woche
Da muss ich dir wirklich widersprechen. Es sollte zumindest nach einer gewissen Zeit möglich sein, zumindest sich kurz zusammen zu setzen oder zumindest in einem Brief die eigene Seite zu erklären! Das ist doch nur respektlos der Freundin gegenüber....
Jasarina
#4 — vor 9 Monaten 1 Woche
Ganz ehrlich: es ist wahnsinnig feige und nicht in Ordnung, nicht einmal noch ein Gespräch zuzulassen. Ich leide aktuell unter so einer Situation, und das schlimmste ist, dass ich nicht einmal die Chance hatte, den Entschluss meiner Freundin zu verstehen oder meine Seite der Geschichte ihr zu erklären. Ich verurteile die Autorin nicht dafür, die Freundschaft zu beendigen. Man sollte sich tatsächlich von Menschen, die einem nicht gut tun, trennen. Aber nicht wie von einem verbrauchten alten Putzlappen, schließlich war man ja mal wirklich eng befreundet! Finde das Verhalten feige, egoistisch und unsensibel.....
Chris
#3 — vor 9 Monaten 3 Wochen
Ich kann die Autorin sehr gut verstehen. Manchmal ist man in Freunschaften genau so verwoben wie in den Beziehungen innerhalb der Familie und mit dem Partner, und Ihr Artikel sagt nicths darüber ob sie das ›letztz Gespräch‹ nicht geführt zu haben bereut oder nicht. Das bedeutet für mich, das man diesen Punkt garnicht mit einer Wertung belegen kann. Wo ist da eine Glorifizierung?


Wer noch nie der treibende Part bei einer Trennung war (obwohl dies für die eigene psychische, und letztendlich damit verbundene körperliche Gesundheit notwendig war) kann die Verletzungen nicht nachvollziehen, die auch der treibennde Part haben könnte.

Gerade diese Verletzungen machen es aber oft unmöglich ein Gespräch zu führen, wann immer der andere Partner denkt es sei der richtige Zeitpunkt.
Nathalie
#2 — vor 9 Monaten 3 Wochen
Sehe ich voll und ganz wie Maria!
Maria
#1 — vor 10 Monaten
Also ich weiß nicht, dieses Gespräch hätte die Autorin doch zumindest noch führen können, wenn die Freundin schon die Initiative ergriffen hatte. Warum hat sie ihr nicht mal die Chance gegeben, mit ihr zu sprechen??? Wirkt irgendwie feige und egozentrisch, finde ich...
Überhaupt kommt es so rüber, als hätte eher die Autorin ein Problem. Denn wenn man nur noch an den anderen denkt und sich so übermäßig in allem, was man tut, von diesem beeinflussen lässt, dann finde ich das nicht ganz »normal« und es hat auch mit »beste Freundin« nichts zu tun.
Und dann verfällt man ins andere Extrem, »macht Schluss« und schickt sie weg, wenn sie ein Gespräch führen will?!? Und glorifiziert so ein Verhalten auch noch im Nachhinein mit der Behauptung, man solle so etwas viel öfter im Leben machen? Menschen »entsorgen«, nur weil man offenbar Probleme mit sich selber hat?!
Eine normale Freundschaft ist doch nicht so krankhaft besessen von extremer Nähe oder aber dem Ende jeglicher Nähe.
Mein Eindruck/Meinung, sorry.

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