Abenteuer Afrika

Words by Claudia Marisa Alves de Castro
Photography: Ken Treloar auf Unsplash
Das erwartet mich auf der Safari
Wenn du das hier liest, liege ich hoffentlich entspannt am Strand von Sansibar. In meinen Flitterwochen geht es aber zuvor noch auf eine Safari nach Tansania – auf ein Abenteuer, das mir im Vorhinein tatsächlich ein wenig Angst gemacht hat.

Yes! Endlich Urlaub! Da ich in diesem Jahr noch keine einzige entspannte und vor allem längere Zeit am Stück frei hatte (auch die Woche nach der Hochzeit war leider mit sehr vielen To-dos verbunden), freue ich mich bereits seit mehreren Monaten auf diese Auszeit. Fast drei Wochen lang werden wir in Afrika sein – genauer gesagt in Tansania und auf Sansibar.

Zum ersten Mal auf Safari

In Tansania geht es auf Safari. Für mich ist es das erste Mal, und ich kann mir nur schwer vorstellen, was mich dort erwartet. Von meinem Mann, meinen Schwiegereltern und Bekannten, die in der Vergangenheit bereits auf einer Safari-Tour gewesen sind, weiß ich, dass es sich um ein unvergessliches Erlebnis handeln muss. Allesamt sprachen sie von den schönsten Sonnenuntergängen, die sie jemals gesehen haben. Von einer Natur, die so surreal wirkt, dass man es kaum glauben kann. Und von einer Tierwelt, die einem in der Weite Afrikas die Tränen in die Augen treibt. 

Den ersten Tag und die erste Nacht verbringen wir am Fuße des Kilimandscharo. Von dort aus geht es weiter in den Tarangire-Nationalpark. Dann führt uns unsere Reise nach Karatu in den Lake-Manyara-Nationalpark und am nächsten Tag mitten in die Serengeti, wo wir zwei Tage verbringen. Zum Abschluss geht es wieder zurück nach Karatu, wo wir zwei Tage am Ngorongoro- Krater sein werden. 

Ich freue mich sehr, aber… 

Da meine Wurzeln in Afrika liegen, fühle ich mich mit dem Kontinent verbunden, und für die Flitterwochen nach Afrika zu reisen fühlt sich für mich einfach nur umwerfend an. Allerdings muss ich gestehen, dass ich großen Respekt vor der Natur und den dort lebenden Tieren habe. Ich bin nicht nur aufgeregt, sondern habe auch ein klein wenig Angst. Das liegt vor allem daran, dass man immer wieder davon hört, dass Menschen während der Safari ums Leben kommen. 

Ende September wurde eine deutsche Urlauberin in Simbabwe von Elefanten getötet, als sie diese fotografieren wollte. Wahrscheinlich ist sie den Tieren zu nah gekommen. Mit zwei weiteren Touristen und einem Guide, alle drei konnten sich noch retten, war sie offenbar zu Fuß unterwegs. Doch auch der Guide scheint die Situation nicht richtig gedeutet zu haben. Für die 49-Jährige kam jede Hilfe zu spät.
In Tansania kam es Anfang September zu einem Autounfall, bei dem die Touristen und die beiden Führer ums Leben kamen. Der Geländewagen wurde von einem entgegenkommenden Lastwagen gerammt. Und Anfang 2018 wurde eine 22-jährige Urlauberin in Südafrika von einer Löwin auf einem Parkplatz attackiert und so stark verletzt, dass sie den Angriff nicht überlebte.

Unfälle passieren selten

Obwohl diese schrecklichen und traurigen Ereignisse nicht an der Tagesordnung sind und ich strenggenommen auch täglich im Hamburger Straßenverkehr ums Leben kommen könnte, mache ich mir natürlich dennoch meine Gedanken. Auf dem Portal „Reisereporter“ heißt es dazu: »(…) Angriffe von Löwen in Reservaten oder Nationalparks sind äußerst selten, und die Leiter der Wildparks müssen viele Vorschriften einhalten, welche die Sicherheit der Besucher und der Tiere garantieren sollen.«

Zum einen geht es um unsere Sicherheit, aber zum anderen auch um die der Tiere. Ich weiß, dass wir uns dort in Bereichen bewegen, in denen die Tiere zu Hause sind. Könnten wir mit ihnen kommunizieren, würden uns einige von ihnen sicher sagen, dass wir sie und ihre Heimat in Ruhe lassen sollen. Ein zweischneidiges Schwert. Die Touristen zahlen viel Geld für einen Besuch – Geld, das nicht nur Menschen ernährt, sondern auch für die Erhaltung der Nationalparks sorgt, in denen die durch Wilderei stark dezimierten Tierpopulationen in einer geschützteren Umgebung leben können. 

Ich bin aufgeregt und freue mich. Allerdings werde ich jeder Situation mit Respekt begegnen und nichts tun, womit ich womöglich die vor Ort lebenden Bewohner oder mich in eine unangenehme Lage bringe. Was ich auf der Safari erlebt habe und wie es mir ergangen ist, verrate ich natürlich schon ganz bald hier.

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Claudia Marisa Alves de Castro

Redaktionsleiterin

Claudia Alves de Castro kommt vom Land, war aber nie für die Kleinstadt gemacht. Jetzt – da sie in Hamburg lebt – kann sie ihrem Interesse für Menschen, Geschichten und dem Schreiben freien Lauf lassen. Vom Lifestyle- und Fashionblog, über die Arbeit beim Fernsehen vor und hinter der Kamera, bis hin zu den Online-Redaktionen großer Verlage, Claudia ist mit allen Medien-Wassern gewaschen. Neben ihrer Leidenschaft für ihren Beruf, macht sie ihre Liebe für Kultur, Medien und Reisen besonders glücklich. Seit März 2018 schreibt sie über all das bei uns.

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