Wana Limar: “Ich bin cool und das ist gut so!”

07.06.2018
Words by Claudia Marisa Alves de Castro
Wana Limar: Ich bin cool und das ist gut so

Wana Limar biegt Worte und die Welt gerade. Dabei trägt “Werner” ihr Herz immer auf der Zunge und hält zu jederzeit eine große Portion Humor und Selbstironie bereit.

Wana Limar ist cool. Wana Limar ist aber auch Werner und nennt sich ab und zu selbst Wanye West. Der Grund: Die Moderatorin, Redakteurin, Video-Produzentin und DJane ist eine bekennende Kanye-West-Anhängerin und schätzt den Humor des Musikers. Doch nicht nur diesen teilt sie mit ihrem Idol. Wer Wana oder eben Werner – das ist ihr Spitzname seit der achten Klasse – verfolgt, ist schnell begeistert von ihrer authentischen, echten und selbstbewussten Art. Wana scheint stets das zu tun, worauf sie auch wirklich Lust hat, und lässt sich dabei keinen Stempel aufdrücken. Wer sich einmal mit Wana beschäftigt, erkennt schnell, dass sie das Zeug zu einem starken Rollenvorbild hat und mit ihrer einzigartigen Art schon jetzt unzählige Frauen inspiriert.

Wana Limar und MTV-Style

Nach Deutschland kam Wana zusammen mit ihrer Familie, als sie noch ein Baby war. Aus Afghanistan, ihrem Geburtsland, mussten sie fliehen. Bis zu ihrem vierten Lebensjahr lebte Wana in einem Flüchtlingsheim in Hamburg. In der Hansestadt wuchs sie auf, besuchte die Schule und studierte Modejournalismus und Medienkommunikation. Bekannt wurde sie durch ihre Arbeit als MTV-Redakteurin und -Moderatorin. Für das Format MTV-Style, für das es sie nach Berlin verschlug und wo sie bis heute lebt, produzierte sie Styling- und Beauty-Videos und interviewte regelmäßig bekannte Künstler und Stars. Videos, in denen sie sich selbst und andere auf die Schippe nimmt, gehörten ebenfalls dazu. Mit “Shit Berlin Fashion Hipsters Say” machte Wana endgültig von sich reden. In dem Video von 2015 schießt sie scharf, aber charmant mit “Hipster-Klischees” um sich. All das tut sie jedoch nie mit einem erhobenen Zeigefinger oder von oben herab – Wana begegnet ihren Zuschauern immer auf Augenhöhe.

Wana Limar und “Visions for Children”

Seit Anfang 2017 geht ihre Arbeit weit über die Kameras von MTV hinaus. Bei Instagram folgen ihr 36.000 Menschen, die sich täglich von ihrer erfrischend ironischen Art inspirieren lassen. Dabei nimmt es Wana gelegentlich ganz bewusst mit der Rechtschreibung nicht so ernst. Warum? Ganz einfach: Weil es lustig ist.

Ernsthaftigkeit findet man dann aber doch in einer ganz bestimmten Sache: Seit Jahren setzt sich Wana für soziale Projekte ein. Zu ihrem Herzensprojekt gehört die Organisation “Visions for Children e.V.”. Die NGO aus Hamburg schafft verbesserte Bildungsmöglichkeiten in Krisengebieten – unter anderem in Uganda und Afghanistan. Seit sieben Jahren ist ihre Schwester Hila in dem Verein als Vorstandsvorsitzende aktiv. Mit vielen weiteren ehrenamtlichen Helfern unterstützen sie den Bau von Schulen und die Persönlichkeitsbildung von Kindern. Zusätzlich macht sich die NGO auch in der Flüchtlingshilfe bei uns in Deutschland stark. Wana selbst kümmerte sich lange Zeit als Patin um einen geflüchteten Jungen, um ihn im Alltag zu unterstützen. Wenig verwunderlich ist daher auch ihr unermüdlicher Einsatz gegen Fremdenhass.

In einem Interview erklärte Wana einmal, dass sie Veränderungen und Abenteuer hasst – sie sei ein Mensch, der die Routine liebt. So wie wir das sehen, muss und sollte Wana auch gar nichts verändern. So wie sie ist, ist sie nämlich ziemlich wunderbar – und ja, auch extrem cool!

Hier findest du Wana bei Instagram und YouTube

Das Beitragsbild ist übrigens on Instagram

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Claudia Marisa Alves de Castro

Claudia Alves de Castro kommt vom Land, war aber nie für die Kleinstadt gemacht. Jetzt – da sie in Hamburg lebt – kann sie ihrem Interesse für Menschen, Geschichten und dem Schreiben freien Lauf lassen. Vom Lifestyle- und Fashionblog, über die Arbeit beim Fernsehen vor und hinter der Kamera, bis hin zu den Online-Redaktionen großer Verlage, Claudia ist mit allen Medien-Wassern gewaschen. Neben ihrer Leidenschaft für ihren Beruf, macht sie ihre Liebe für Kultur, Medien und Reisen besonders glücklich. Seit März 2018 schreibt sie über all das bei uns.

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