Unglaublich! Ist WhatsApp ein Kündigungsgrund?

Words by Claudia Marisa Alves de Castro
Photography: Christian Wiediger auf Unsplash
Lesezeit: 1 Minute
Wird WhatsApp künftig verboten?

Inzwischen nutzen weltweit über eine Milliarde Menschen WhatsApp. Doch nicht überall ist die Nutzung offiziell erlaubt. Wie etwa bei dieser Bank in den USA. 

 

Es gibt viele Gründe, wegen derer man theoretisch seinen Job verlieren kann. Das selbst WhatsApp ein möglicher Risikofaktor ist, dürfte für viele jedoch neu sein. Edward Koo, leitender Kredithändler der größten US-Amerikanischen Bank JPMorgan Chase, hat genau das erlebt. 

Er arbeitet seit fast 20 Jahren im Unternehmen und hat nun den Fehler begangen, sich mit KollegInnen in einem WhatsApp-Gruppenchat über private Dinge auszutauschen. Obwohl die Unterhaltung belanglos gewesen sein soll, wurden gegen ihn nun interne Ermittlungen eingeleitet, seinen Arbeitsplatz musste er vorerst verlassen. Und auch den anderen Gruppenmitgliedern droht eine Beurlaubung.

Was ist der Grund für das WhatsApp-Verbot?

Die Banken der Wall Street überwachen ihre MitarbeiterInnen, um sich so gegen Betrug wie Insiderhandel zu schützen. Wie das Nachrichten- und Medienunternehmen Bloomberg erklärt, werden regelmäßig Telefonate abgehört und E-Mails sowie Kurznachrichten gelesen. Das Problem bei WhatsApp ist allerdings, dass der Messenger die Nachrichten inzwischen verschlüsselt sendet und empfängt. Ein Mitlesen ist hier also nicht mehr möglich. Ob Edward Koo seinen Job nach der eingehenden Prüfung wieder antreten kann, ist bisher noch nicht klar, jedoch sehr wahrscheinlich.

 

WhatsApp-Verbot auch in Deutschland?

Dass jetzt auch Unternehmen außerhalb des Bankenwesens in Deutschland ein radikales WhatsApp-Verbot durchsetzen, ist sehr unwahrscheinlich. Doch kommt es immer wieder vor, dass auf Dienst-Smartphones oder ‑Tablets Apps wie WhatsApp, Google Talk, Facebook oder iMessage verboten sind. Dies hat jedoch vor allem technische und sicherheitsbedingte Gründe. Wer derartige Apps auf privaten Geräten installiert hat, kann diese natürlich weiterhin nutzen. Ob und in welchem Umfang dies während der Arbeitszeit geschehen darf, liegt natürlich auch an der Kulanz des Arbeitgebers. 

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Claudia Marisa Alves de Castro

Redaktionsleiterin

Claudia Alves de Castro kommt vom Land, war aber nie für die Kleinstadt gemacht. Jetzt – da sie in Hamburg lebt – kann sie ihrem Interesse für Menschen, Geschichten und dem Schreiben freien Lauf lassen. Vom Lifestyle- und Fashionblog, über die Arbeit beim Fernsehen vor und hinter der Kamera, bis hin zu den Online-Redaktionen großer Verlage, Claudia ist mit allen Medien-Wassern gewaschen. Neben ihrer Leidenschaft für ihren Beruf, macht sie ihre Liebe für Kultur, Medien und Reisen besonders glücklich. Seit März 2018 schreibt sie über all das bei uns.

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