Schmuckdesignerin Nina Kastens: „Mein Alltag ist total umfassend“

26.11.2018
Words by Claudia Marisa Alves de Castro
Nina Kastens ist eine Hamburger Schmuckdesignerin

Nina Kastens ist eine Schmuckdesignerin, die sich bewusst auch selbst mal etwas gönnt. Mit ihrer neuen Kollektion TREAT YOURSELF möchte sie auch ihre Kundinnen dazu ermutigen, sich mal wieder etwas Gutes zu tun. In unserem Business-Briefing hat uns die gebürtige Hamburgerin und New-York-Liebhaberin verraten, wie und wo sie Energie tankt und wie genau der Alltag einer Schmuckdesignerin eigentlich aussieht.

In Zeiten, in denen Achtsamkeit eine besonders wichtige Rolle spielt, geht es auch bei Nina Kastens um einen achtsamen Umgang mit sich selbst. Sich bewusst Pausen schaffen, um richtig durchzuatmen und den stressigen Alltag hinter sich zu lassen – darauf achtet die gelernte Goldschmiedin, die ihre Ausbildung an der renommierten New Yorker Schmuckfachschule Studio Jewelers Ltd. absolvierte, ganz genau.

Treat Yourself heißt die neue Kollektion von Nina Kastens
Big Glazed Earrings
Treat Yourself heißt die neue Kollektion von Nina Kastens
Chunky Rings

Wenn Nina sich etwas Gutes tun möchte, besucht sie aktuell einen Keramikkurs oder gönnt sich ihre Lieblings-Süßigkeit: einen Donut. Kein Wunder, dass dieser Teil ihrer neuen Kollektion geworden ist und sich als kreisrunde, plastische Form in den Ketten, Armbändern, Ringen und Ohrringen wiederfinden lässt – zum Anbeißen schön! Für ihre Kreationen arbeitet sie unter anderem mit Perlen und Perlmutt. Darüber hinaus findet erstmals auch Farbe in ihrer Kollektion Platz: Die Zuckerstreusel, die natürlich bei keinem Donut fehlen dürfen, sind in einem Korallton gehalten.

Treat Yourself heißt die neue Kollektion von Nina Kastens
Crumb Earrings
Treat Yourself heißt die neue Kollektion von Nina Kastens
Crumbs Bracelet

Was ihr neben den Donuts und dem Keramikkurs noch alles Freude bereitet und vor allem, wie sie ihren Arbeitsalltag meistert, hat uns Nina im Steckbrief verraten:

Mein Jobtitel: Schmuckdesignerin.

Welche Aufgaben sich dahinter verbergen: Mein Arbeitsalltag ist total umfassend. Als Inhaberin eines eigenen Labels ist das eigentliche Designen (leider) nur ein ganz kleiner Teil. Hinzu kommen alle anderen Aufgabenbereiche, die in einem Unternehmen so anfallen. Von Produktionsüberwachung und Mengenplanung über Marketingideen-Entwickeln bis hin zum Rechnungen-Schreiben, Instagram-Bespielen und Pakete-Packen. Glücklicherweise habe ich ein tolles Team, das mich in allen Bereichen unterstützt.

Wie viel ich gern pro Woche arbeiten würde: 4 Tage die Woche. Ich habe für mich herausgefunden, dass es wichtig ist, einen Tag in der Woche einzulegen, an dem man sich auch etwas mehr um sich selbst kümmert. Dieses mache ich nun immer mittwochvormittags, wenn ich meinen Keramikkurs besuche. Danach fahre ich wieder ins Studio, bin aber total entspannt.

Im Kopf arbeite ich allerdings rund um die Uhr.

Wie viel ich tatsächlich pro Woche arbeite: Da ich häufig auf Reisen bin, bin ich nicht regelmäßig im Studio. Sofern ich aber in Hamburg bin, bin ich in der Woche immer dort. Ich versuche aber, pünktlich Feierabend zu machen, was mittlerweile auch sehr gut klappt. Im Kopf arbeite ich allerdings rund um die Uhr.

So strukturiere ich mich selber: Ich liebe To-do-Listen und -Zettel. Jeden Morgen schreibe ich mir die wichtigsten Aufgaben für den Tag auf und hake diese dann nach und nach ab. Sollten Aufgaben nicht erledigt worden sein, so schreibe ich sie direkt auf die Liste für den nächsten Tag. Auf meinem Schreibtisch herrscht eine Zettelwirtschaft.

Die Aussicht von meinem Arbeitsplatz: Ich schaue direkt durch das Schaufenster auf die Straße. Leute, die von draußen reinschauen, können mich also auch sehen.

Meine Lieblingspause: Mit einem Eis in der Hand in der Sonne!

Ein Spaziergang morgens zum Studio macht den Kopf frei für den Tag.

So halte ich mich wach: Mit Schokolade oder Keksen!

Meine Energie hole ich mir hier: Ich gehe sehr gerne laufen. Wenn möglich 3x die Woche. Momentan schaffe ich es leider gar nicht, gehe dafür aber mehr zu Fuß. Ein Spaziergang morgens zum Studio macht den Kopf frei für den Tag.

Meine Komfortzone beginnt hier: Als absoluter NBA-Basketballfan liebe ich es, den Abend auf dem Sofa zu verbringen und ein Spiel zu schauen.

Wenn ich diesen Job nicht machen würde, dann wäre ich: Ich habe BWL studiert und viele Nebenjobs und Praktika in der Modebranche gemacht. Wenn ich nicht mein eigenes Label gegründet hätte, wäre ich wahrscheinlich in einem anderen Modeunternehmen gelandet.

In den nächsten Monaten freue ich mich auf: Weihnachten und Zeit mit der Familie.

Zur Designerin: Nina Kastens gründete 2014 ihr eigenes Label in Hamburg. Inspiration für ihre Designs schöpft sie in New York, wo sie ihre Ausbildung zur Goldschmiedin absolvierte. Nina steht für zeitlose, moderne Kreationen aus Sterlingsilber und Gold Vermeil. Ihre Kreationen werden allesamt in kleinen deutschen Werkstätten angefertigt.

Das Beitragsbild ist übrigens von Mirjam Kluka

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Claudia Marisa Alves de Castro

Claudia Alves de Castro kommt vom Land, war aber nie für die Kleinstadt gemacht. Jetzt – da sie in Hamburg lebt – kann sie ihrem Interesse für Menschen, Geschichten und dem Schreiben freien Lauf lassen. Vom Lifestyle- und Fashionblog, über die Arbeit beim Fernsehen vor und hinter der Kamera, bis hin zu den Online-Redaktionen großer Verlage, Claudia ist mit allen Medien-Wassern gewaschen. Neben ihrer Leidenschaft für ihren Beruf, macht sie ihre Liebe für Kultur, Medien und Reisen besonders glücklich. Seit März 2018 schreibt sie über all das bei uns.

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