Golden Milk: Das macht das Trendgetränk so besonders

16.07.2018
Words by Claudia Marisa Alves de Castro
Golden Milk: Trendgetränk oder Wunderwaffe?

Trendgetränk oder heilsame Wunderwaffe? Angeblich soll “Golden Milk” Großes vollbringen. Doch wie schmeckt die Milch, die sogar vorbeugend gegen Krebs und Alzheimer wirken soll? Wir haben sie probiert.

Wer bei Instagram das Hashtag “#goldenmilk” eingibt, findet beinah 100.000 Einträge, die fast alle das Gleiche zeigen: eine Tasse mit einer ziemlich gelben oder auch goldfarbenen Flüssigkeit. Und das Gute: “Golden Milk” sieht nicht nur auf Fotos ziemlich besonders aus – sie soll auch sehr gesund sein.

“Golden Milk”: Ein heilsamer Trend?

Es gibt unzählige Rezepte, doch in den meisten Fällen kommt in die “Golden Milk” neben Pfeffer, Ingwer und Honig auch Kurkuma. Kurkuma wird seit Jahrhunderten in der ayurvedischen Heilkunst verwendet, denn dem darin enthaltenen Curcumin wird eine reinigende und energiespendende Wirkung zugesprochen. In Kombination mit Pfeffer soll sich die Bioverfügbarkeit des Curcumins sogar um das 200-fache erhöhen, so dass sich seine Wirkung noch stärker entfalten kann.

Doch das war es noch längst nicht mit den positiven Wirkungen: “Golden Milk” soll entzündungshemmend wirken, die Lebertätigkeit anregen und somit beim Entgiften helfen, die Zähne aufhellen und auch Krebs, Alzheimer und Arthritis vorbeugen. Fans des Getränks schätzen außerdem seine stoffwechselregulierende und verdauungsfördernde Wirkung.

“Golden Milk”: Ein Rezept

In machen Cafés und Restaurants wird “Golden Milk” bereits seit einiger Zeit angeboten – weit verbreitet ist sie allerdings noch nicht. Doch wer sie probieren möchte, kann sie sich ganz einfach zu Hause zubereiten. Wir haben es selbst ausprobiert und uns für folgendes Rezept entschieden:

Für eine große Tasse

350 Milliliter Hafermilch (alternativ Mandel- oder Kuhmilch)
1 EL Kurkuma
1½ EL Honig
1 EL Zimt
2 cm Ingwer
1 Prise Pfeffer
1 TL Kokosöl

Wer möchte, kann auch noch Muskatnuss oder Kardamom hinzufügen. Generell gilt: Experimentieren ist erlaubt. Alle Zutaten können in den Mengenangaben abgewandelt und an den jeweiligen Geschmack angepasst werden.

Zubereitung

Zuerst die Milch bei niedriger Hitze in einen Topf geben – nicht kochen! Anschließend wird der geschälte und feingewürfelte Ingwer hinzugefügt. Jetzt Kurkuma, Honig, Pfeffer und Zimt unterrühren und kräftig umrühren. Zuletzt kommen das Kokosöl und der Honig hinzu. Die warme Milch durch ein Sieb gießen und aufschäumen. Fertig!

“Golden Milk”: Wie schmeckt’s?

Vor dem Geschmackstest waren wir zugegebenermaßen sehr skeptisch. Milch in Kombination mit Kurkuma, das wir vor allem aus der indischen Küche kennen, das klingt erst einmal ungewöhnlich. Doch am Ende waren wir mehr als überrascht und fühlten uns sogar sofort vitalisiert. Eine Tasse „Golden Milk“ ist zudem ziemlich schnell gemacht und weniger aufwendig, als es zunächst den Anschein macht. Wer es etwas süßer bevorzugt, erhöht einfach die Honig-Dosis. Wer ein großer Kurkuma-Fan ist, kann auch hier noch großzügiger nachlegen. Und selbst bei sommerlichen Temperaturen schmecken die eher winterlichen Zutaten erstaunlich gut.

Neben der Möglichkeit, die “Golden Milk” selbst zu machen, gibt es übrigens auch Pasten und Pulver zu kaufen, die in die Milch eingerührt werden.

Also, wir sind wirklich positiv überrascht und werden jetzt sicher öfter “Golden Milk” kochen und trinken. Auf jeden Fall wissen wir jetzt, dass das Trendgetränk nicht nur besonders aussieht, sondern auch lecker schmeckt. Wenn es dann auch noch gut für uns ist – umso besser!

Das Beitragsbild ist übrigens von Chloe Leis auf Unsplash

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Claudia Marisa Alves de Castro

Claudia Alves de Castro kommt vom Land, war aber nie für die Kleinstadt gemacht. Jetzt – da sie in Hamburg lebt – kann sie ihrem Interesse für Menschen, Geschichten und dem Schreiben freien Lauf lassen. Vom Lifestyle- und Fashionblog, über die Arbeit beim Fernsehen vor und hinter der Kamera, bis hin zu den Online-Redaktionen großer Verlage, Claudia ist mit allen Medien-Wassern gewaschen. Neben ihrer Leidenschaft für ihren Beruf, macht sie ihre Liebe für Kultur, Medien und Reisen besonders glücklich. Seit März 2018 schreibt sie über all das bei uns.

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