Food-Trends 2018: Das kommt jetzt auf unseren Teller

25.04.2018
Words by Claudia Marisa Alves de Castro
Foodtrends 2018

Slow Food, Superfood, Pseudogetreide oder Ramen: Das sind nur einige der kulinarischen Schlagwörter, an denen wir in diesem Jahr nicht vorbeikommen werden. Was genau dahintersteckt und wo wir zu Trend-Testern werden können, haben wir für euch herausgefunden.

Durch Instagram und Co. verbreiten sich Trends unheimlich schnell. Ein bekannter Food-Blogger oder ein Freund hat ein neues Restaurant entdeckt, das offensichtlich für einen geschmacklichen Höhenflug sorgt? Alles klar, das müssen wir auch ausprobieren! So oder so ähnlich entstehen neue Food-Hypes. Einige kommen und gehen, andere bleiben und setzen sich auf der Liste unserer ganz persönlichen Lieblingsgerichte und -zutaten fest.

Food-Trend: Superfoods

Nicht mehr ganz neu, aber auch in Zukunft nicht wegzudenken und deshalb weiter im Trend sind Superfoods. Dazu zählen alle Nahrungsmittel, die mehrere vorteilhafte Nährstoffe in substantieller Menge liefern, also einen hohen Anteil an Vitaminen, Proteinen, Fettsäuren und Mineralien enthalten. Im besten Fall wurde das Superfood biologisch angebaut, ist naturbelassen und vollwertig. Das bekannteste Superfood sind vermutlich Chia-Samen. Sie liefern doppelt so viel Eiweiß wie Getreide. Neben diesen Samen zählen aber auch Mandeln, Walnüsse, Hanfsamen, Ingwer, Kurkuma, Löwenzahn, Petersilie, Matcha, Datteln, Papaya, Açai, Heidelbeeren, Grünkohl, Rosenkohl, Broccoli und viele mehr zu den Superfoods. Zu beachten ist, dass Superfoods möglichst roh gegessen oder zumindest nicht über 42 Grad erhitzt werden sollten, damit die wichtigen Enzyme und Vitamine erhalten bleiben.

Viele der Superfoods sind im Supermarkt zu bekommen. Auf Märkten oder in Reformhäusern und Bioläden lassen sich auch außergewöhnlichere Dinge wie etwa Goji-Beeren oder Baobab finden. Wer sich die Superfoods nicht selbst zubereiten möchte, kann gern mal bei Daluma in Berlin Mitte vorbeischauen: Hier gibt es neben kalt gepressten Säften auch gesundes Mittagessen und Frühstück nach dem Baukasten-Prinzip. – Daluma, Weinbergsweg 3, 10119 Berlin

Food-Trend Superfoods
Bildquelle: Unsplash

Food-Trend: Ramen

Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht irgendjemand ein Bild seiner Suppenschüssel bei Instagram teilt. Die sogenannten Ramen-Bars schießen in den Großstädten wie Pilze aus dem Boden. Und kein Wunder: Das aus Japan stammende Gericht ist lecker und reichhaltig. Die Nudelsuppe wird mit oder ohne Fleisch serviert. Dazu kommen weitere Toppings, wie Babyspinat, Ei oder Frühlingszwiebeln. In den Sommer-Monaten ist zwar davon auszugehen, dass die Lust auf Ramen etwas schwinden wird – dafür wird diese spätestens im Herbst und Winter wieder neu angeheizt.

Ramen-Rezepte gibt es im Netz. Wer sich bekochen lassen möchte, kann es sich bei Momo Ramen in Hamburg schmecken lassen. – Momo Ramen, Margaretenstraße 58, 20357 Hamburg

Food-Trend Ramen
Bildquelle: Unsplashh

Food-Trend: Hybrid-Food

Beim Hybrid-Food-Trend wird es experimentell. Wie es der Name schon vermuten lässt, werden hier zwei eigenständige Nahrungsmittel oder Gerichte miteinander kombiniert. Eine der bekanntesten Erfindungen der New Yorker Bäckerei von Dominique Ansel dürfte der Cronut sein: eine Kombination aus Croissant und Donut. Der frittierte Blätterteig ist innen nicht nur fluffig wie ein Donut, er ist auch noch gefüllt. Ebenfalls heiß begehrt: der Bruffin – eine Verschmelzung von einer Brioche und einem Muffin. Mit Salami, Parmesan und Pesto gefüllt lockt er zahlreiche Foodies an. Oder wie wäre es mit einem Ramen-Burger? Anstelle der Burger-Brötchen werden japanische Nudeln verwendet, die knusprig angebraten werden. In dem Burger befinden sich Fleisch und Sojasoße. Aber auch Cragels, eine Mischung aus Croissant und Bagel, werden immer beliebter.

Wer möchte, kann Hybrid-Food natürlich auch in der heimischen Küche herstellen. Cronuts gibt es aber auch bei Wir machen Cupcakes. – Wir machen Cupcakes, Frauenstraße 11, 80469 München

Food-Trend: Pseudogetreide

In Zeiten von Allergien und Unverträglichkeiten kommt uns Pseudogetreide gerade recht: Es ist glutenfrei und steckt voller Proteine und Mineralstoffe. Auch wer bewusst auf seine Ernährung achten möchte, kann beim Kochen und Backen darauf zurückgreifen. Zu den Pseudogetreiden gehören beispielsweise die oben bereits erwähnten Chia-Samen, die übrigens auch als Ei-Ersatz verwendet werden können. Aber auch Amaranth, Buchweizen und Quinoa können viel.

Zu kaufen gibt es die “Powerkörner” in Supermärkten, Bioläden und Reformhäusern. Für unterwegs lohnt es sich, nach Bio-Bäckereien Ausschau zu halten.

Food-Trend Chia Samen: Pseudogetreide
Bildquelle: Unsplash

Food-Trend: Misfits

Misfits sind die Außenseiter, die normalerweise niemand möchte. Dank dieses Food-Trends wird unser Bewusstsein geschärft. Denn sobald Obst und Gemüse aufgrund des Aussehens oder einer ungewöhnlichen Form nicht der Norm entsprechen, werden sie meist vor dem Verkauf aussortiert und entsorgt. Dass die krumme Kartoffel aber genauso gut schmeckt wie die rundlichere, ist eigentlich klar. In vielen Gerichten spielt das Aussehen nach der Verarbeitung sowieso keine Rolle mehr.

Die Designerinnen Tanja Krakowski und Lea Brumsack haben sich der Misfits angenommen und in Berlin ein Ladencafé eröffnet, das inzwischen leider schließen musste. Trotzdem kämpfen die beiden Frauen „weiterhin für eine bunte Esskultur mit kulinarischen Sonderlingen“. Zur Website geht es hier.

Food-Trend Misfits: Obst und Gemüse
Bildquelle: Unsplash

Food-Trend: Street-Food

Ob auf Wochenmärkten, Veranstaltungen oder Events – ohne einen Food-Truck mit leckerem Street-Food geht es auch in diesem Jahr nicht. Hot Dogs, Burger, Burritos, Sushirritos, Pasta und mehr. Vor allem im Sommer tummeln sich immer mehr Menschen auf ganzen Street-Food-Festivals oder in der Mittagspause an ihrem Lieblings-Truck. Dabei fließen alle anderen Food-Trends in das Angebot der Streetfood-Stände und Trucks mit ein.

Alle Gerichte können zwar auch zu Hause gemacht werden – das unvergleichliche Street-Food-Gefühl gibt es aber nur auf der Straße.

Food-Trend: Streetfood
Bildquelle: Unsplash

Das Beitragsbild ist übrigens von Brooke Lark auf Unsplash

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Claudia Marisa Alves de Castro

Claudia Alves de Castro kommt vom Land, war aber nie für die Kleinstadt gemacht. Jetzt – da sie in Hamburg lebt – kann sie ihrem Interesse für Menschen, Geschichten und dem Schreiben freien Lauf lassen. Vom Lifestyle- und Fashionblog, über die Arbeit beim Fernsehen vor und hinter der Kamera, bis hin zu den Online-Redaktionen großer Verlage, Claudia ist mit allen Medien-Wassern gewaschen. Neben ihrer Leidenschaft für ihren Beruf, macht sie ihre Liebe für Kultur, Medien und Reisen besonders glücklich. Seit März 2018 schreibt sie über all das bei uns.

1 Kommentar

  1. Benedikt MORAK

    der Artikelwar vom April.Jetzt ist es mitte November. 2018 ist also fast vorbei. Der Artikel ist obendrein nur hinter pseudo Reklame versteckt….

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