Warum Philipp Bree jetzt mit PB0110 feine Ledertaschen macht

26.07.2018
Words by Jana Ahrens
Handtasche von Bree PB0110

Bree, das ist in unseren Gefilden schon seit Jahrzehnten ein Begriff für wertige Ledertaschen. Seit 2013 geht Philipp Bree, Sohn der Gründer Renate und Wolf Peter Bree, mit PB0110 stilistisch seinen eigenen Weg. Doch die Erfahrung seiner Familie im Lederhandel ist sicherlich eine solide Basis für die Ausrichtung von PB0110 im Luxus-Segment.

Handtasche von Bree

Philipp Bree geht es mit jedem Entwurf und jeder Tasche um nichts Geringeres als das ultimative Lieblingsstück. Er selber trägt seit 2003 eine schlichte Umhängetasche aus Leder, die – laut eigener Aussage – von Jahr zu Jahr schöner wird. Philipp Bree mag Patina. Doch beim Betrachten der Entwürfe seiner Marke ist auch klar: Patina kann nur dann Teil eines Lieblingsstücks werden, wenn dieses so robust und zeitlos gestaltet ist, dass es den Alterungsprozess, die Flecken und Verfärbungen mit Würde tragen kann.

Die Kollektionen von PB0110 werden von verschiedenen jungen Designern gestaltet, die mit dem Team von PB0110 Hand in Hand arbeiten. Zu ihnen gehören Ayzit Bostan, Christine Ahrens, Christian Metzner, sowie die Design-Teams von New Tendency und Haw-lin. Welches Accessoire und welche Tasche von welchen Designern entworfen wurde, lässt sich durch die Anfangsbuchstaben der Namen in der Produktbezeichnung ablesen.

Das ist also das grundlegende Set-up von PB0110. Doch warum sind die kommenden Kollektionen im Winter 2018 und Sommer 2019 so besonders bemerkenswert? Das Label öffnet sich spannenden Experimenten, ohne dass dabei die starke Identität der Marke verlorengehen würde. Immer mehr kleine, fast verspielte Leder-Accessoires gesellen sich zu den minimalistisch bleibenden, funktionalen Ledertaschen. Ausdrucksstarke Schlüsselanhänger mit Schriftzügen sind dabei, aber auch Federmäppchen, Gürteltaschen und – ganz was anderes – eine formschöne Schaukel.

Im Sommer 2019 gibt es dann noch eine große Innovation: Die Tasche in der Tasche. Alle, die viel unterwegs sind – egal ob beruflich oder privat – kennen das Phänomen: Wir packen unsere Tasche so minimal wie möglich. Wir haben uns dafür unter Umständen auch eine wunderschöne, hochgradig praktische Reisetasche angeschafft, die wir ohne Probleme mit ins Handgepäck nehmen oder auf dem Rücken tragen können. Aber sie ist eben primär zum Reisen gedacht und eignet sich nicht für den Mittagspausen-Ausflug oder den Besuch in der Bar am Abend. Eine zweite Tasche im Minimalgepäck unterzubringen, scheint da widersinnig.

Nicht jedoch mit den seidigen Motiv-Taschen von PB0110. Mit denen scheint es eher folgerichtig. Sie nehmen kaum Platz weg, sind federleicht und machen sehr, sehr viel mehr her als eine klassische Tote-Bag. Sie hängen sehr viel angenehmer über der Schulter, weil die Träger mit Leder verstärkt sind. Das Material ist natürlich und hochwertig, die Foto-Prints sind dafür super-modern und sorgen für Urlaubsstimmung. Unser Favorit: Die Tasche mit dem Print eines Ladens in einem arabischen Suk, der zur Mittagspause die Auslage mit riesigen, bunten Stoffbahnen verhängt hat. So viel Mystik, Eleganz und Sommer-Feeling in einer so unkomplizierten Tasche gibt es wohl nur einmal.

Alle Bilder sind von Haw-lin; Set Design: Nina Hemm; Produktion: Sina Linke; Assistenz: Franziska König; Model: Ali (M4 Models)

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Jana Ahrens

Jana Ahrens liebt die Auseinandersetzung mit der Mode und mit den Gegenständen und Situationen eines modernen Lebens. Sie interessiert sich weniger für schöne Dinge, als eher für die Schönheit ihrer Umstände. Bis 2013 hat sie als Modedesignerin gearbeitet. Seitdem widmet sie sich dem Schreiben. Im Januar 2018 hat sie die Chefredaktion des Monda Magazins übernommen.

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