Interior-Trend: Home, sweet Homeoffice Inspiration

18.07.2018
Words by Jana Ahrens
Monda-Home-Office-Trends-Muuto-Leaf-Lamp

Immer mehr Menschen arbeiten selbstständig, und viele von ihnen auch von zu Hause aus. Frauen organisieren sich in diesem Kontext immer stärker, wie unserem Interview mit der Femininja Carina Hermann zu entnehmen war. Wir widmen uns heute einem stilistischen Moment dieser Neuorientierung und Neuorganisation – den aktuellen Trends zum Ausstatten eines Arbeitsplatzes im Homeoffice – in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus. Wir stellen ein paar Basics und eine spannende Design- und Geschmacksauswahl vor.

Ein guter Stuhl

Ja, wir können hier viel darüber schreiben, was für tolle, stilvolle Homeoffice-Trends es so gibt: Am Ende steht und fällt die Qualität einer Büroausstattung mit einem einzigen Gegenstand: dem Stuhl, auf dem wir fast täglich Zeit verbringen. Es ist aber nicht zwangsläufig so, dass ein guter Stuhl aussehen muss wie ein Transformer oder ein Exoskelett. Schließlich wollen wir gar keinen Untersatz finden, auf dem wir acht bis zwölf Stunden reglos sitzen können, ohne dass unser Rücken sich beschwert. Denn der Rücken beschwert sich zu Recht und will zwischendrin Bewegung und Pausen. Kurze Unterbrechungen, aufstehen, rumlaufen und die Position auf dem Stuhl wechseln – das ist super-wichtig, wenn es um Rückengesundheit und Konzentrationsfähigkeit geht.

Doch nun zum Look. IKEA hat sich dem Thema “formschöner Bürostuhl” in den letzten Jahren überraschend erfolgreich zugewandt. Diesen Sommer ist ein Modell in einem natürlichen Rosaton hinzugekommen, den selbst hartgesottene Rosa-Blau-Ablehner in unserer Redaktion nur schwerlich abtun können: Der Drehstuhl Hattefjäll wurde von Designerin Monika Mulder entworfen, mit der Idee, dass “Menschen sich nach diesem Stuhl umdrehen”. Der Stuhl überzeugt aber nicht nur durch sein sehr elegantes Design, sondern unterstützt den Körper auch rundum. Und IKEA gewährt auf den Drehstuhl Hattefjäll 10 Jahre Garantie.

IKEA-Stuhl: Homeoffice Inspirationen
Bildquelle: IKEA

Bürostuhl minimum

Für alle, die es gern etwas minimalistischer mögen und vielleicht nicht bei einer riesigen Möbelkette kaufen wollen, empfehlen wir den Bürostuhl minimum. Er sieht mehr nach Büro aus als die IKEA-Variante, ist aber noch eine ganze Portion ergonomischer und trotzdem wirklich schön anzuschauen. Das ist eine wahre Designleistung. Probesitzen ist in diesem Store möglich.

Bürostuhl minimum
Bildquelle: PR

Ein schöner, praktischer Tisch

Neben einem komfortablen, einladenden Stuhl brauchen wir natürlich auch einen schönen, praktischen Tisch.

CPH 190

Der Schreibtisch CPH 190 von HAY liefert all das, reduziert in eine kompakte Form, die gutes Design und praktische Ablage auch in kleinen Räumen möglich macht. Hinzu kommt, dass das Material nicht nur lange haltbar ist, sondern sich auch sehr angenehm anfühlt. Nicht unwichtig bei einem Gegenstand, mit dem wir so viel Zeit verbringen. Die warme Farbe des Holzes lässt sich auch hervorragend in jedes Raumkonzept integrieren. Allerdings hat dieses ausgereifte Design auch seinen Preis.

Copenhague Desk CPH190 01
Bildquelle: HAY

Honoré

Kaum zu glauben, auch außerhalb Skandinaviens werden richtig gute Homeoffice-Möbel entworfen. In Frankreich ist Hartô dafür ein gutes Beispiel. Der Schreibtisch Honoré ist auch recht klein, bietet aber zwei praktische Optionen mehr als der Tisch von HAY. In Griffweite befindet sich links unter der Tischplatte eine Schublade, und eine Kabel- und Steckdosenleiste kann bei Bedarf hinter den Tisch geklappt werden, um den Kabelsalat unsichtbar zu machen. Doch auch der Hartô-Tisch macht sich im Budget bemerkbar. Dafür wird er komplett mit europäischen Materialien in Europa gefertigt.

Schreibtisch-Inspiration für das Homeoffice
Bildquelle: PR

Unentbehrlich: Eine handgeschriebene To-do Liste

Es gibt inzwischen Unmengen an leistungsstarken und vielseitigen Produktivitäts- und Planungs-Apps. Von Trello über Airtable bis hin zu Wunderlist können wir – gezielt abgestimmt auf Teamgröße und Zweck – alle empfehlen. Doch keine App kann die handgeschriebene To-do Liste ersetzen. Dabei haben wir in unserem Redaktionsalltag eine Sache gelernt: Besonders viel Spaß macht die Arbeit mit den Listen, wenn sie auf einladend schönen Schreibwaren mit tollem Papier verfasst werden. Bei uns werden kaum noch To-do-Listen weggeschmissen, denn es steckt so viel Gelerntes darin, sie sind ein Schatz an Erfahrungen.

Daily Fiction

Bei Normann Copenhagen gibt es eine ganze Serie an Schreibwaren, die sich passenderweise Daily Fiction nennt. Von kontrastfarbigen Stiften über praktische Boxen bis hin zu Notizheften, die dank Marmormuster echte Hingucker sind: Mit dieser Kollektion ist jede Styling-Variante möglich, egal ob zurückhaltend oder richtig schön auffällig. Im letzten Jahr sind auch noch Boxen und Hefte mit Metallic-Oberfläche hinzugekommen.

To-Do-Liste: Homeoffice-Inspinspiration
Bildquelle: Normann Copenhagen

Made in Mitte

Für alle, die es etwas personalisierter mögen, möchten wir Typehype empfehlen. Von schlicht bis stilvoll dekoriert, gibt es hier viele verschiedene Notizhefte mit einem richtig großen Buchstaben in verschiedenen Schriftarten. Wir haben uns natürlich in die Hefte mit dem großen M in Arial aus der Linie Made in Mitte verliebt.

Die eine ausgewählte Tasse für den Schreibtisch

Braucht ihr auch Tee oder Kaffee auf dem Schreibtisch, um euch daran festzuhalten, wenn mal wieder richtig viel zu tun ist? Ja? Dann gehört eine spezielle Schreibtisch-Tasse auch zur richtigen Homeoffice-Ausstattung.

Face Coffee Cup

Die Tassen vom Amsterdamer Designstudio Somée sind nicht nur traumhaft avantgardistisch, sie fühlen sich auch ganz toll an. Und außerdem können die Gesichter der Tassen hervorragend für die Problemlösungsstrategie Rubberducking herhalten. Studien haben nämlich ergeben, dass unsere Gehirne schneller zu eine Lösung finden und mit Ideen aufwarten, wenn wir unsere Aufgaben und unsere Probleme verbalisieren. Dabei ist es fast egal, ob wir dabei mit einem echten Menschen oder mit einem Quietscheentchen reden (daher der Name dieser Methode). Diese Tassen können also die stilvollere Variante eines Quietscheentchens sein und uns auch noch mit wachhaltenden Getränken versorgen.

Studio-Somee-Face-Cup-Monda-Home-Office
Bildquelle: Somée

Sekki Cup

Für alle, die es lieber etwas schlichter haben und gar nicht mit ihrer Tasse reden wollen, empfehlen wir die Sekki Cup von Ferm. Auch hier fühlt sich das Steingut der Tasse ganz wundervoll an. Ob Cappuccino oder heißer Tee im Winter, ob Eistee oder kalte Limo im Sommer, zu dieser Tasse passt alles, und deshalb ist sie der perfekte Schreibtisch-Begleiter.

Ferm-Living-Sekki-Cup-Monda-Home-Office-Inspiration
Bildquelle: Ferm Living

Guter Tee

Pu Er Bai Ya Tee

Wir empfehlen da den Top oft he Day von Paper and Tea. Dieser feine Kräutertee schmeckt nicht nur super-lecker, er lässt sich auch sowohl heiß als auch kalt genießen. Er ist also immer ein Getränk, auf das wir uns während der Arbeit freuen können und er weckt – dank einer ordentlichen Portion Vitamin C – auch ohne Teein. Das ist nicht nur gesund, sondern hilft zudem durch’s Nachmittagstief.

Kalimba

Auch der Früchtetee Kalimba von Tee Gschwendner lässt sich in rauen Mengen und sowohl kalt als auch warm genießen. Frische-Trick für den Sommer: Statt zum Plastik lieber zu einer Zimtstange als Strohhalm greifen. So bekommt der Tee noch eine extra-würzige Note und weckt Fernweh nach Vietnam.

Kalimba: Homeoffice Inspiration
Bildquelle: Tee Gschwendner

Angenehmes Licht

Leaf Table Lamp

Die Tischlampe Leaf tut unseren Augen nicht nur deshalb gut, weil sie so schmal und zeitgenössisch gestaltet ist, sondern auch, weil sie mit einem weichen, dimmbaren LED-Licht ausgestattet ist. Die Form ist inspiriert von den Blättern eines Baumes und und ihr angenehmes Licht wirkt, als wäre es durch sommerliche Blätterpracht gefiltert. Der blattförmige Kopf der Lampe lässt sich natürlich individuell drehen.

Luxo L1

Mit Gegenständen für den Arbeitsalltag und das Homeoffice ist es ja so: Vieles, was tausendfach getestet wurde, ist am Ende auch wirklich das Beste. Das gilt in jedem Fall für die Schreibtischlampe Luxo L1, die bereits eine lange Geschichte hinter sich hat und noch immer vollkommen modern aussieht. Diese Lampe wird ihren Wert behalten, solange wir Arbeitsplätze mit Strom beleuchten.

Glamox Luxo: Homeoffice Inspirationen
Bildquelle: Glamox

Idealerweise war’s das…

Einen Büroplatz im Homeoffice so einzurichten, wie wir ihn uns wünschen, das macht Spaß. Doch letzten Endes empfehlen wir, wirklich nur das Wichtigste zum Arbeiten auf dem Tisch unterzubringen. Freiraum, Platz, Luft und Licht sind genauso wichtig wie ein guter Stuhl und ein passender Schreibtisch. Wir sind Fans davon, am Ende eines Arbeitstages auch den Homeoffice-Schreibtisch so aufräumen zu können, dass er komplett unbenutzt aussieht. Oder dieses Ziel zumindest im Auge zu behalten…

Das Beitragsbild ist übrigens von muuto

share:
FacebookPinterest
Jana Ahrens

Jana Ahrens liebt die Auseinandersetzung mit der Mode und mit den Gegenständen und Situationen eines modernen Lebens. Sie interessiert sich weniger für schöne Dinge, als eher für die Schönheit ihrer Umstände. Bis 2013 hat sie als Modedesignerin gearbeitet. Seitdem widmet sie sich dem Schreiben. Im Januar 2018 hat sie die Chefredaktion des Monda Magazins übernommen.

kommentieren