Guido Maria: Sein politisches Interesse rettete ein Leben!

Words by Claudia Marisa Alves de Castro
Photography: OTTO PR
Designer Guido Maria Kretschmer
Dass Guido Maria Kretschmer viel mehr ist als ein großartiger Designer, hat er uns in den letzten Jahrzehnten mit seinen vielfältigen Talenten und Tätigkeiten gezeigt. Doch dass sein Herz darüber hinaus auch für die Politik schlägt, dürfte einigen seiner Fans neu sein. 
 

 

Guido Maria Kretschmer als Politiker? Das würde sicher viele aus ihrer Politikverdrossenheit wecken. Viele würden sicher ohne zu zögern ihre Stimme für den Designer abgeben. Doch bevor Gerüchte aufkommen: Für ein politisches Amt möchte sich Guido aktuell nicht bewerben. Allerdings liegen ihm die Menschen so sehr am Herzen, dass er hin und wieder im Hintergrund politisch mitmischt. Wie er das macht und was er so bereits erreicht hat, hat er uns im Interview verraten. Zuvor haben wir mit ihm auch über seine absolute Kernkompetenz, die Mode, gesprochen. Was geht, was kommt, was bleibt? Guido weiß es. 

 

Wie beeinflussen Trends dich und deine Arbeit? 

Ich reise nicht extra nach New York oder Paris, um Trends aufzuspüren. Wenn ich sowieso vor Ort bin, schaue ich mich auch mal bewusst um. So wirklich meins ist das aber nicht. Meine Inspiration ziehe ich eher aus Begegnungen. Manchmal sehe ich jemanden morgens an der Bushaltestelle mit einem interessanten Mantel oder einem für mich spannenden Komplett-Look – solche Gedanken lassen mich dann häufig nicht mehr los. Meine Inspiration ist der Mensch, weil Menschen die Mode auch tragen. 

Das heißt, du lässt bestimmte Strömungen auch mal bewusst links liegen?

Oh ja, absolut. Ich sehe ganz genau, was sonst später damit passieren würde. Ich weiß, dass es manche Trends einfach nicht schaffen und dass das nicht allen gut steht. An bestimmte Dinge können wir Menschen uns natürlich auch langsam gewöhnen – jeder Modetrend hängt immer noch hinterher. Wir kennen es alle: Die neusten Trends werden von den absoluten Trendsettern schon jetzt getragen, während 80 Prozent der Leute nur mit dem Kopf schütteln und sich fragen, ob das deren Ernst ist. Aber nach ein, zwei weiteren Kollektionen hängt die Culotte dann doch bei Frau Müller im Schrank. Bei Shopping Queen führen wir die Leute auch immer wieder an bestimmte Dinge heran. Den Zuschauerinnen und Zuschauern wird so ein Mode-Knowhow vermittelt, und das liebe ich. Ich war schon immer sehr kommerziell, aber nicht, weil ich so scharf darauf war, alles zu verkaufen, sondern weil ich das attraktiver finde, wenn meine Sachen auch wirklich zu den Leuten kommen.

Ich habe eine Verantwortung den Menschen und den Tieren gegenüber. Leider gibt es auch heute noch viele Konsumenten, denen das völlig egal ist.

Guido Maria Kretschmer

Doch wie sieht es modetechnisch gerade aus? Was geht, was kommt, was bleibt?

Was immer bleibt, ist, dass der Kopf oben rausguckt. Egal, welcher Trend kommt – man sollte nie vergessen, dass man zu jederzeit die gleiche Person bleibt. Ansonsten würde ich sagen, in diesem Sommer spiegelt sich in der Mode das wider, was auch in der Gesellschaft gerade passiert. Es geht vor allem um Vielfalt. Die Menschen behalten ihren ganz individuellen Style und fangen an zu »mixen und matchen«. Darüber hinaus werden Hosenanzüge eine große Rolle spielen, ähnlich wie Bohemien-Kleider in neuen Variationen. Camouflage und Neon werden wir auch wieder häufiger sehen. Farbtechnisch sind vor allem Lila-Töne angesagt, dann gibt es einen neuen Rot-Ton sowie verschiedene Grün-Töne. Auf den Messen wurde ich zuletzt von den vielen verschiedenen Looks überrascht. Doch das beste Beispiel ist Gucci: Hätte irgendein junger Designer früher so eine Show abgeliefert, wie die es tun, mit ihrem Mischmasch und diesem Durcheinander an Farben und Klamotten in diesen wilden Kombinationen, hätte jede Moderedakteurin oder jeder Moderedakteur geschrieben: »Dieser junge Designer hat auf dem Modemarkt nichts zu suchen. Keine Linie zu erkennen.« Die würden das niedermachen. Das finde ich irgendwie auch gut, es entsteht gerade etwas Neues.

Wie ist es bei dir um die Nachhaltigkeit bestellt? 

Schon lange bevor das Thema so präsent war, spielte Nachhaltigkeit bei mir eine ganz besonders große Rolle. Ich hatte im Vergleich zu anderen jungen Designern schon sehr früh große Produktionen und habe auch damals schon für sehr große Unternehmen gearbeitet. Wir haben noch nie in Ländern produziert, wo ich wusste, dass da auch nur ein Kind an der Arbeit beteiligt ist, und wir haben zu jederzeit auf den höchsten Ökostandard geachtet. Die Knöpfe kamen aus Holland und die Blusenstoffe aus Österreich. Uns war es damals schon wichtig, dass die Wege kurz bleiben. Ich wollte mich nie auf diesen Wahnsinn einlassen, denn ich habe mit eigenen Augen gesehen, was in Bangladesch los ist. Wer mich kennt, weiß, dass auch Pelz nie für mich infrage kam und auch niemals kommen wird. Ich habe eine Verantwortung den Menschen und den Tieren gegenüber. Leider gibt es auch heute noch viele Konsumenten, denen das völlig egal ist. 

Guido Maria Kretschmer und drei Models in seiner Kollektion
GMK by OTTO
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Mode von Guido Maria Kretschmer
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Wieso ist das so vielen Konsumenten egal? Woran liegt das? 

Das hat zum einen damit zu tun, dass Menschen gern günstig wollen. Wir sind lange aufgewachsen mit einer Idee von »Geiz ist geil«, »günstig ist besser«, »mehr ist mehr“ und »weniger ist nicht gut«. Es herrscht noch immer eine solche Konsumorientierung, dass man sich nicht auf Lieblingsteile einlässt und sich auch gar nicht auf die Qualität scharf stellt. Doch es ist wichtig, dass man sich fragt, wo die Dinge herkommen. Beim Essen entwickeln die Menschen mittlerweile ein immer größeres Bewusstsein – aber selbst da interessiert es erstaunlicherweise noch viele nicht. Das Schlimmste, was einer Kreatur passieren kann, ist, wenn Menschen sie gerne essen. Ich bin mir auch sicher, wenn unsere Gesellschaft in 50 Jahren betrachtet wird, dann leben wir in der verrohtesten Zeit, die es je gegeben hat. Was wir mit Tieren tun, was wir alles umbringen und platt machen, ist eine Respektlosigkeit sondergleichen. Klar, es gibt viele Regionen in der Welt, die ernährt werden müssen, da kommt es gar nicht darauf an, wo das herkommt. 

In der Mode ist es ähnlich. Dieser unendliche Konsum, dieses ganze Plastik und der Sondermüll. Ich frage mich, warum muss zum Beispiel Schmuck so billig sein? Auf einem Ohrring-Paket stecken 8-12 verschiedene Paare, bei denen es am Ende egal ist, ob man mal einen verliert. Und dann fragt man sich, wer so etwas macht? Es gibt ja keine Maschine, die die kleinen Federn in die Haken hängt. Da arbeiten echte Menschen dran, und das Produkt kostet dann nur 2,99 Euro. Das ist doch verrückt. Alles wird mitgenommen und dann wieder weggeworfen – das finde ich einfach unmöglich.

Darf Mode also noch politischer werden?

In den 70er Jahren hatten wir in Deutschland etwa eine Million Arbeitsplätze in der Textilindustrie. Die sind komplett weg. Das ist alles weggezogen, weil es woanders immer billiger wurde. Erst nach Polen, dann ging es immer weiter in den Osten bis nach China. Inzwischen wird in den letzten Ecken der Welt produziert, und jetzt langsam merken wir wieder, dass es auch anders sein könnte. Wir haben unser ganzes Knowhow ins Ausland transferiert – die guten Leute sind mitgegangen. Und jetzt ist doch klar, dass die Länder, die früher für uns produziert haben, anfangen, es selber zu machen. Und dann verliert man auch das, was so früher einmal ein »Made in Germany«-Ding war. Schon das allein ist natürlich politisch.

 

Es ist auch politisch, sobald du etwas Bestimmtes anziehst oder etwas isst. Ich würde keine Barilla-Nudeln essen oder bestimmte andere Produkte konsumieren, wenn dafür Menschen ausgegrenzt werden. Ich kaufe keine Produkte von Firmen, die nicht nachhaltig sind. Ich achte beim Kauf auch darauf, dass keine Tiere gequält wurden. Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Als Konsument habe ich all das selbst in der Hand. Wenn jeder ein bisschen aufpassen würde, würde man noch immer tausend Sachen verkehrt machen, aber es würde einfach ein bisschen helfen. 

Das heißt, du bist nicht nur, was den Job angeht, sondern auch privat politisch interessiert? 

Ich liebe es, mit Politikern zu sprechen und meine Sicht der Dinge mit ihnen zu teilen. Dafür schreibe ich unter anderem Briefe an den Bundespräsidenten. Ich schreibe den Leuten, wenn etwas Gutes passiert ist, weil ich das wichtig finde. Mein Vater hatte eine ganz schwere Leukämie. Weil er die Medikamente nicht vertragen hat, wäre er fast gestorben, und dann haben wir alles selbst bezahlt – ich konnte mir das in diesem Fall leisten, aber dann habe ich herausgefunden, dass nur Privatpatienten in diese Studie kamen, um ein neues Medikament zu bekommen. Mein Vater als normaler Kassenpatient hatte gar nicht die Chance dazu. Da bin ich sofort zu meiner Freundin, der damaligen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, und habe ihr davon berichtet. Sie selbst wusste gar nicht, wie es um die Studie steht.  Das werfe ich auch niemandem vor – wie willst du auch alles im Land wissen? Aber dann haben die das auf den Weg gebracht und ein halbes Jahr später konnte jeder dieses Medikament bekommen. Ich bin davon überzeugt, dass man den Leuten das sagen muss, um so konkrete Dinge anpacken zu können.

Sollte es so weit kommen, dass alle sagen, sie möchten die AfD wählen, dann bin ich der Erste, der diesen Leuten ein schönes Leben wünscht und verschwindet.

Guido Maria Kretschmer

Wir müssen uns also mehr mitteilen? Und was denkst du in Bezug auf die Politik über neue, moderne Wege der Kommunikation?

Ja, da bin ich voll und ganz überzeugt von. Der Brexit ist aktuell ein gutes Beispiel. Das wäre ganz sicher anders gelaufen, wenn die Menschen online hätten wählen dürfen. Wie können wir heutzutage noch verlangen, dass die Menschen morgens um 9 Uhr an der Wahlurne stehen? Es müsste ein System geben, bei dem jeder einen Code zum Einloggen bekommt und dann digital das Kreuz setzen kann. Es ist wichtig, dass wir so schnell wie möglich moderner werden, um die Wahlbeteiligung zu erhöhen. Denn sonst werden wir weiterhin das Problem haben, dass die älteren Herrschaften und Konservativen die Zukunft einer Generation bestimmen, die im Zweifel ganz anders entschieden hätte. 

Wie siehst du aktuell die politische Entwicklung in Deutschland?  

Sollte es so weit kommen, dass alle sagen, sie möchten die AfD wählen, dann bin ich der Erste, der diesen Leuten ein schönes Leben wünscht und verschwindet. Ich habe ein völlig anderes Gesellschaftsbild und möchte nirgendwo leben, wo die Mehrheit der Menschen Rassisten sind oder glauben, etwas Besonderes zu sein, nur weil sie in Deutschland geboren sind. Ich habe schon oft darüber nachgedacht, was wäre, wenn plötzlich in Deutschland ein Krieg ausbrechen würde. Wo gehen wir dann hin? Stell dir mal bitte vor, wir würden eine Million Deutsche wegschicken – was meinst du, was da los wäre. Wie viele Wahnsinnige wir im Gepäck hätten.

Und natürlich darf jeder sein und denken, was er oder sie möchte, doch ich versuche, im Dialog an den Schrauben zu drehen und aufzuzeigen, dass es sich lohnt, tiefer über bestimmte Dinge nachzudenken. Du kannst nämlich heute gegen Homosexuelle sein, und morgen steht dein Enkelsohn vor dir und präsentiert seinen gleichgeschlechtlichen Partner. Und was dann? Niemand möchte doch, dass der Enkelsohn dann auf der Straße zusammengeschlagen wird, nicht die gleichen Rechte hat und nicht einmal zur Polizei gehen kann. Niemand wacht doch morgens auf und denkt sich: »So, ab heute möchte ich lesbisch sein.« Wer das nicht verstanden hat, der rennt meiner Meinung nach am Leben vorbei. 

Kommen wir noch einmal zu einem anderen Thema: Social Media ist für viele Branchen und Bereiche essentiell geworden. Im Zuge dessen wird auch der Ruf nach Body Positivity immer lauter: Man soll sich und den eigenen Körper lieben, so wie man bzw. der Körper eben ist. Doch wie bodypositive sind wir wirklich? 

In Zeiten von Social Media müssen wir ganz genau aufpassen, für wen wir uns begeistern. Nicht alles ist real, und das meiste ist inzwischen produktorientiert. Inzwischen wissen wir, dass auch Influencer ihre Miete bezahlen müssen und viele der Produkte einfach nur bei denen stehen, weil sie eben Geld dafür bekommen. Und Mädels und Jungs, die aktuell einer ganz bestimmen Idee eines Idealbildes entsprechen, werden von den Marken noch immer mehr gepusht als andere. 

Es gibt vieles, was ich nur schwer nachvollziehen kann oder sogar als vollkommen sinnlos erachte. Vor allem diese Sehnsucht, immer alles sofort ins Netz stellen zu müssen. Blogs gefallen mir in der Regel besser – also Influencer, die sich über Instagram hinaus einfach breiter aufstellen. Die auch mal ausführlich beschreiben, was sie erleben, und die sich selbst nicht so wichtig nehmen. Doch so etwas sehe ich noch viel zu selten. Ich störe mich auch immer wieder an den ganzen Filtern und Inszenierungen. Es gibt nun mal Phasen im Leben, in denen wir nicht schön aussehen. Ich würde es besser finden, wenn man spürt, dass diese Veränderung des Lebens, die uns ja allen passiert, einfach gut ist. Die Alternative wäre, jung zu sterben. Wer hunderttausende Follower hat, hat eine große Verantwortung. Da finde ich nicht, dass es ausreicht, sich zu posten und zu photoshoppen. Für mehr Ehrlichkeit und eine positive Einstellung zu unterschiedlichen Körpern müssen wir noch einen weiten Weg gehen. 

Guido Maria Kretschmer ist nicht nur in den Medien präsent - er engagiert sich auch politisch und steht für soziale Gerechtigkeit.

Siehst du dich persönlich als eine Art Missionar für Body Positivity? 

Ja und nein. Natürlich denke auch ich hin und wieder, dass ich 5 Kilo weniger wiegen könnte und jeden Morgen Sport machen sollte. Ich würde hurra schreien, wenn ich vor Lust auf Sport durchdrehen würde und ein hübsches Sixpack hätte. Doch das reale Leben sieht nun mal anders aus, und das müssen wir alle verstehen. In meiner Sendung stehe ich für Vielfalt und sage immer wieder, dass jeder seine kleinen dicken Beinchen lieben muss, wenn diese einen gesund durchs Leben tragen. Niemand auf dieser Welt ist perfekt. Ich finde es furchtbar, wenn Menschen ausgegrenzt werden, weil sie keine Beine oder nur einen Arm haben. Ich wünsche das wirklich niemandem, aber wenn man beispielsweise eine Behinderung durch einen Unfall erleidet, ist man dann plötzlich weniger wert? Ich sage meinem Frank immer wieder, dass er für mich keine zwei Beine haben muss, um schön zu sein. Natürlich ist es super, dass er zwei Beine hat, doch wäre das anders, würde ich ihn bis zum Ende meines Lebens durch die Welt rollen, er würde alles von mir bekommen, und ich würde keine Sekunde darüber nachdenken, ob er noch »schön« oder »perfekt« ist. 

Wenn es überhaupt eine positive Einstellung zum eigenen Körper gibt sollte man sich hüten, andere Menschen zu diskreditieren, nur weil sie nicht so sind wie man selbst. Wir haben verlernt, dass Diversität auch die Rettung ist. Wenn wir alle gleich aussähen, wäre das doch ein Albtraum. Und das Leben ist mehr als nur eine Hülle. Das merken Menschen vor allem, wenn sie krank werden. Ohne Gesundheit ist alles nichts. Eine meiner liebsten Freundinnen hat ganz kurze Arme und die Hände ziemlich weit oben. Die Caroline ist ein wirklicher Schatz, und ihre Behinderung war nie ein Problem. Wenn wir unterwegs sind, weiß ich, dass ich zum Einsatz kommen muss, weil sie bestimmte Dinge eben nicht kann, aber das geht gut. Für sie ist es kein Problem, solange sie Menschen hat, die sich kümmern. Und heute merke ich das häufig schon gar nicht mehr. Für mich ist sie einfach perfekt. Sie wurde mal gefragt, was sie ändern würde oder haben wollte, wenn sie einen Wunsch frei hätte. Sie meinte, sie hätte so wahnsinnig gern dickes Haar. Die hat gar keinen Bock auf lange Arme, weil die gar nicht weiß, wie das ist. Das nenne ich mal ein positives Körpergefühl. 

Das hört sich auch nach einer ganz großen Portion Selbstliebe an. 

Genau, Selbstliebe ist die Basis. Du wirst ja nicht besser oder schlechter mit anderen Konfektionsgrößen. Das Problem, welches ich sehe, ist, dass die meisten Menschen mit dem Gefühl groß werden, dass diese Selbstliebe nie richtig unterstützt wird. Wir werden ständig dazu angehalten, uns selbst zu optimieren, anstatt tief in uns hineinzuhören und uns auch einfach mal wohlzufühlen. Es fängt immer bei einem selber an. Und danach kommt dieses Solidargefühl oder eine Art Begeisterung für das Talent der anderen. Ich muss nicht alles können oder so sein wie mein Nachbar. Wenn ich etwas nicht kann oder verstehe, rufe ich Freunde an, die davon Ahnung haben, und freue mich darüber. Ich wurde auch mal gefragt, wie Frank und ich schon so lange glücklich zusammen sein können. Der Grund ist: Ich mag mich wirklich gern, aber ich finde Frank besser. Ich bin mehr Fan von ihm als von mir. Und das ist auch ein gutes Beispiel für Liebe. Dass ich Menschen in meinem Umfeld habe, die ich bewundere. Das lässt mich so viel leichter durch die Welt marschieren. Neid hat in meinem Leben keinen Platz. Wer das beherzigt, bekommt nicht nur einen positiveren Blick auf die Welt, sondern auch auf sich selbst.

Danke für das spannende Gespräch, lieber Guido!

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Guido Maria Kretschmer zu treffen bedeutet Wellness für die Seele. Der Modedesigner ist nicht nur authentisch, erfrischend ehrlich und humorvoll – er liebt auch die Menschen und schätzt jede Begegnung. Eine besondere Wertschätzung wurde auch uns zuteil, als Guido uns zum Interview in seinem Lieblingshotel in Berlin empfing. 
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Claudia Marisa Alves de Castro

Redaktionsleiterin

Claudia Alves de Castro kommt vom Land, war aber nie für die Kleinstadt gemacht. Jetzt – da sie in Hamburg lebt – kann sie ihrem Interesse für Menschen, Geschichten und dem Schreiben freien Lauf lassen. Vom Lifestyle- und Fashionblog, über die Arbeit beim Fernsehen vor und hinter der Kamera, bis hin zu den Online-Redaktionen großer Verlage, Claudia ist mit allen Medien-Wassern gewaschen. Neben ihrer Leidenschaft für ihren Beruf, macht sie ihre Liebe für Kultur, Medien und Reisen besonders glücklich. Seit März 2018 schreibt sie über all das bei uns.

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