Ein zeitloses Schönheitsideal: Die Taille

Words by Jana Ahrens
Photography: Anne Kroes auf Unsplash
Die Taille

Mal sind es lange Beine, mal sind es volle Kurven und mal die Twiggy-Figur, das Schönheitsideal der Frauen ändert sich historisch und saisonal. Doch ein Aspekt überdauert die Zeiten: Die Betonung der Taille.

Schönheitsideal

 

Ob in Asien oder Europa, ob während der Romantik oder der Moderne: Die weibliche Taille hat schon viele Gedichte und Gemälde inspiriert. Ähnlich dem goldenen Schnitt wird im Zusammenhang mit der Taillenbetonung oft vom Verhältnis zwischen Hüfte und Taille gesprochen. Und das wurde in der kunst- und kulturhistorischen Wahrnehmung sogar errechnet.

 

Vielfalt

 

Doch ganz so genau nehmen wir das heute nicht mehr. Denn Schönheitsideale sind glücklicherweise inzwischen ein sehr relatives Maß. Wir glauben, ein positives Körpergefühl und ein persönlicher Stil machen erst richtig schön. Außerdem sehen die diesjährigen Mode Trends mit Taillenbetonung auch ohne errechnete Ratio fantastisch aus. 

Schönheitsideal

 

Ob luftig fließenden Kleider, schmale und bequeme Röcke oder perfekt sitzende Hosen: Wir kombinieren sie so, dass wir uns richtig wohl fühlen in unserer Haut. So entsteht ein femininer Look, der so selbstverständlich wirkt, dass wir uns über Schönheitsideale überhaupt keine Gedanken mehr machen müssen.

Schönheitsideal
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Jana Ahrens

Chefredakteurin

Jana Ahrens liebt die Auseinandersetzung mit der Mode und mit den Gegenständen und Situationen eines modernen Lebens. Sie interessiert sich weniger für schöne Dinge, als eher für die Schönheit ihrer Umstände. Im Januar 2018 hat sie die Chefredaktion des Monda Magazins übernommen.

2 Kommentare

Markus M.
#2 — vor 4 Monaten 1 Woche
Ich finde diesen Artikel eine Herabwürdigung aller Frauen. Es sexualisiert die Frau und deren Körper wieder.
Hans Lembke
#1 — vor 6 Monaten 1 Woche
Wenn ich hier meine Meinung schreibe, kann ich nur verlieren! Irgend jemand wird durch seine Brille die Aussage seinem Weltbild gemäß bewerten. Wir haben mehr als 7 Milliarden Menschen, dementsprechend auch so viele Bewertungen. Auch, wenn es Menschen gibt, die der sogenannten gleichen Meinung sind.
Es gibt sehr alte Strukturen in uns, aus der Steinzeit oder noch davor, die heute immer noch eine Wirkung in uns haben.Da sind die Kulturleistungen der letzten Tausend Jahre wie eine Sekunde und bedeutungslos.
Wir müssen uns erst einmal diese archaischen Wirkungen ins Bewusstsein heben, um dann, und das ist meist ein sehr langwieriger Prozess, in jedem Einzelnen, wenn er ihn dann machen möchte, mit neuen Gedanken eine neue Bewertung zu ermöglichen.
Ab hier lande ich dann in den Geschlechterrollen, die ich für mich nicht außer Kraft setzen kann.

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