Diese nachhaltigen Labels sind beliebt

Words by Claudia Marisa Alves de Castro
Photography: Mari Lezhava auf Unsplash
Faire Mode ist immer gefragter
Wie sieht es aus? Spielt nachhaltige Mode in Deutschland eine Rolle? Die Mode-Suchmaschine Lyst wollte es wissen und hat herausgefunden, dass die Nachfrage nach fair produzierter Kleidung immer weiter steigt. 
 

Dass sich viele Menschen für die Umwelt und den Naturschutz interessieren, ließ sich an der Europawahl 2019 deutlich ablesen. Auch für sich persönlich haben zuletzt viele Menschen entschieden, weitestgehend auf Plastik oder auch Tierprodukte zu verzichten. Dabei wird auch das Interesse für nachhaltige Mode immer größer. 

Eine Analyse des Online-Suchverhaltens zeigt, dass das Interesse an Fair Fashion im letzten Jahr um 80 Prozent gestiegen ist. Die Auswertung macht auch deutlich, dass sich vor allem Menschen in Finnland, Dänemark und Deutschland mit dem Thema beschäftigen. Schlusslichter im Ranking sind Russland, Indien und Bulgarien. »Nachhaltigkeit wird auch in der Modebranche immer wichtiger. Das liegt aber nicht nur daran, dass viele junge Labels fair und ökologisch produzieren, sondern auch an den aufgeklärten Käufern, die genau das fordern«, erklärt Katy Lubin, Kommunikationsdirektorin von Lyst.

In Bulgarien spielt nachhaltige Mode kaum eine Rolle.

Diese nachhaltigen Produkte sind am beliebtesten

Lange fehlten vielen Menschen der Zugang und das entsprechende Angebot, um sich intensiver mit dem Thema Fair Fashion auseinanderzusetzen. Inzwischen gibt es zahlreiche Labels, die ihre Waren von vornherein nach ökologischen Standards produzieren oder sich inzwischen umgestellt haben. Vor allem fair produzierte Jeans waren lange Zeit nur schwer zu finden – inzwischen sieht das ganz anders aus, und laut Lyst steigt die Nachfrage immer weiter an.  Besonders beliebt sind Denim-Marken wie Armedangels, Nudie Jeans, Rag & Bone, Levi’s oder Closed und Kings of Indigo. Und auch vegane Sneaker und nachhaltig hergestellte Daunenjacken und Handtaschen landen immer häufiger in den Warenkörben. 

 

Millennials shoppen bewusster

Der Wunsch nach zeitloser Mode, der vor allem durch ein großes Umweltbewusstsein geprägt ist, wird bei den sogenannten Millennials (der Generation der zwischen 1981 und 1995 Geborenen) seit Jahren immer größer. Kleidung, die mit den eigenen Werten nur schwer vereinbar ist, wird voraussichtlich besonders in den kommenden Jahren nur noch selten einen Platz in den Kleiderschränken der modebewussten Zielgruppe finden. Das zeigt unter anderem auch das bereits erwähnte große Interesse an fairen Denim-Marken: »Die Mehrheit der Personen, die faire Denim-Marken suchen, ist zwischen 18 und 34 Jahre alt. Millennials hinterfragen ganz genau, wo und wie ihre Kleidung produziert wird, und legen mehr Wert auf faire Produktionsbedingungen als auf Fast Fashion und die neuesten Trends«, so Katy Lubin. 

Auch in Zukunft soll Mode vor allem klassisch, zeitlos und fair sein. Eine Entwicklung, die nicht nur der Umwelt, sondern auch den Tieren und Menschen zugutekommt.

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Claudia Marisa Alves de Castro

Redaktionsleiterin

Claudia Alves de Castro kommt vom Land, war aber nie für die Kleinstadt gemacht. Jetzt – da sie in Hamburg lebt – kann sie ihrem Interesse für Menschen, Geschichten und dem Schreiben freien Lauf lassen. Vom Lifestyle- und Fashionblog, über die Arbeit beim Fernsehen vor und hinter der Kamera, bis hin zu den Online-Redaktionen großer Verlage, Claudia ist mit allen Medien-Wassern gewaschen. Neben ihrer Leidenschaft für ihren Beruf, macht sie ihre Liebe für Kultur, Medien und Reisen besonders glücklich. Seit März 2018 schreibt sie über all das bei uns.

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