Fashion Week Berlin: Looks, die uns begeistern!

Words by Claudia Marisa Alves de Castro
Photography: Photo by Stefan Knauer/Getty Images for MBFW
Lesezeit: 2 Minuten
Alle Highlights von der Fashion Week Berlin Herbst/Winter 2020-2021

Vom 13. bis 15. Januar präsentierten uns auf der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin im Kraftwerk über 30 DesignerInnen in 15 Schauen und Ausstellungen die Trends für den Herbst/Winter 2020-2021. Diese spannenden Looks sind uns besonders im Gedächtnis geblieben.

 

In dieser Woche blickten alle Mode-Fans nach Berlin. National und international etablierte Brands, aber auch neue spannende Talente zeigten während der Fashion Week ihre kreativen Arbeiten. Wir haben für euch einige der größten Highlights vom Laufsteg zusammengefasst.  

Fashion Week Berlin: Tag 1

Zu den Höhepunkten gehörte definitiv die Eröffnung der Modewoche durch eine bunte und erfrischende Show von Fashion-Talents aus Südafrika. Die vier DesignerInnen zeigten ihre Kreationen im Rahmen des Nachwuchsförderungsprogramms »Mercedes-Benz Fashion Talents«. Clive Rundle, Floyd Avenue, Viviers Studio und Rich Mnisi präsentierten ihre ganz eigenen Interpretationen von zeitgenössischer südafrikanischer Mode und traditionellen Schnitten und Mustern. Für prominente Unterstützung sorgte das eigens für diese Show angereiste südafrikanische Model Candice Swanepoel. 

Fashion Week Berlin: Tag 2

Weiter ging es am Dienstag mit Shows von Danny Reinke, Irene Luft, Cashmere Victim, NEONYT, Odeeh und Last Heirs. Für die beliebte »NEONYT Green Fashion Show« stellte die renommierte Stylistin Claudia Hofmann unter dem Motto »Back to Nature – High Street Fashion meets Outdoor« aussagekräftige Multi-Label-Looks zusammen, die nur so vor Extravaganzen strotzten und eine Menge Spielraum für unterschiedlichste Interpretationen boten. 

Bei Odeeh wurde es in den dominierenden Farbtönen ein wenig zurückhaltender. Die DesignerInnen präsentierten eine Kollektion, Kollektion, die sowohl mit verspielten Prints als auch mit strengen Linien und Silhouetten aufwarten konnte. Lange fließende Kleider wechselten sich mit klassisch anmutenden Business-Looks ab. 

Fashion Week Berlin: Tag 3

Der Mittwoch hatte es noch einmal in sich. Hier zeigte das Label Sportalm Kitzbühel nicht nur einen gewohnt bunten Mix aus sportlich-legeren Styles und extravaganten Alltagslooks. Auch der Auftritt von Giusy Versace, die als Letzte über den Laufsteg lief und das Publikum begeisterte, dürfte vielen in Erinnerung bleiben: Nach einem schweren Verkehrsunfall im Jahr 2005 trägt sie an beiden Beinen Prothesen. Inzwischen hat sie sich zu einer Paralympics-Spitzensportlerin entwickelt, sitzt im italienischen Parlament und ist zu einer Art Symbol für Mut und Willensstärke geworden. 

Weiter ging es mit einem weiteren Highlight. Die österreichische Designerin Lena Hoschek feiert in diesem Jahr das 15. Jubiläum ihres gleichnamigen Labels – wird es also Zeit für etwas Neues? Nein, eher für etwas Altbewährtes. Mit ihrer Kollektion möchte sie mit Nachdruck auf etwas aufmerksam machen, was ihr seit jeher wichtig ist: der Erhalt der althergebrachten und traditionellen Schneiderkunst. Ihre Kreationen für den Herbst/Winter 2020-2021 stehen stehen ganz im Zeichen der alten europäischen Textilindustrie und der Verehrung der weiblichen Silhouette. So präsentierte sie auf dem Laufsteg ein Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen und Traditionen, die sich in  sinnlich handgewebten pakistanischen Ikat-Seiden und persischen Granatapfelverzierungen wiederspiegeln.

 

Weiter ging es mit den Shows von Rebekka Ruétz, DSTM, Nobi Talai, KXXK by Kilian Kerner, Riani und Looks by Wolfgang Joop. Mit ihrer Kollektion »strident« – übersetzt so viel wie »kreischend«, »scharf« oder »schrill« – zeigte sich Rebekka Ruétz besonders kämpferisch und politisch. Mit ihrer Mode möchte sie auf die Umweltkrise und die Verantwortung der Modeschaffenden aufmerksam machen. So zeichnet sich ihre Herbst‑/Winterkollektion 2020/21 durch wilde, farbenstarke Prints aus, die symbolhaft für die Verschmutzung der Meere und der Umwelt stehen.  

 

Bei Kilian Kerner und seinem Label KXXK wurden wir hingegen ganz klar in unsere behütete Kindheit und eine zauberhafte Märchenwelt zurückversetzt. »Ein Spaziergang durchs Märchenland« – so heißt auch seine Herbst‑/Winterkollektion 2020-2021. Sie ist Kerners Kinderheldin Bibi Blocksberg gewidmet, die sich auch als Print auf der Kleidung wiederfindet. Neben den auffälligen Prints dominieren Samt, Seide und Fake Fur sowie Rot- und Grüntöne die Looks, die uns tief in den Märchenwald entführen. 

Einen würdigen Abschluss der Präsentationen bildete Wolfgang Joop mit seinem neuen Konzept »Looks by Wolfgang Joop« in einer Weltpremiere ausschließlich vor Fachpublikum. Die jungen Styles sollen einem breiteren Publikum zur Verfügung stehen. So zeichnet sich die Kollektion vor allem durch einen lässigen Farben- und Mustermix aus, der den Herbst und Winter ganz sicher zum Strahlen bringen wird. 

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Claudia Marisa Alves de Castro

Redaktionsleiterin

Claudia Alves de Castro kommt vom Land, war aber nie für die Kleinstadt gemacht. Jetzt – da sie in Hamburg lebt – kann sie ihrem Interesse für Menschen, Geschichten und dem Schreiben freien Lauf lassen. Vom Lifestyle- und Fashionblog, über die Arbeit beim Fernsehen vor und hinter der Kamera, bis hin zu den Online-Redaktionen großer Verlage, Claudia ist mit allen Medien-Wassern gewaschen. Neben ihrer Leidenschaft für ihren Beruf, macht sie ihre Liebe für Kultur, Medien und Reisen besonders glücklich. Seit März 2018 schreibt sie über all das bei uns.

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