Batik: An diesem Muster kommen wir jetzt nicht vorbei

Words by Claudia Marisa Alves de Castro
Photography: Facebook/NYFW
Auf den internationalen Modenschauen ist Batik angekommen
Batik erlebt in diesem Sommer ein großes Comeback. Das ursprünglich aus Indonesien stammende Textilfärbeverfahren galt lange Zeit als zu wild. Doch gerade bedienen sich immer mehr Designer dieser Technik. Das Gute daran: Batik lässt sich nach wie vor auch ganz einfach selbst machen. 
 

Egal wo wir uns dieser Tage umschauen, wir sehen vor allem eines: Batik ist im Jahr 2019 angekommen. Auf den Laufstegen dieser Welt sowie bei Influencern auf Instagram erlebt das wilde Muster, das etwas erwachsener und weniger grell geworden ist, gerade ein Comeback. 

 

View this post on Instagram

Go get ‘em 💥 proenzaschouler.com

A post shared by Proenza Schouler (@proenzaschouler) on

 

In den späten 60er Jahren entwickelte sich der Trend, der damals vor allem für Freiheit und Frieden stand. Darüber hinaus ging es um den Ausdruck von Kreativität und Individualität, denn Batik hat irgendwie immer etwas Handgemachtes. Könnt ihr euch noch daran erinnern, wie es sich angefühlt hat, ein T-Shirt zu batiken und es anschließend stolz durch die Welt zu tragen? Genau dieses Gefühl soll auch heute wieder transportiert werden.

 

View this post on Instagram

In a pink state of mind 💞

A post shared by Chiara Ferragni (@chiaraferragni) on

 

 Der Unteschied zu früher: Das Batik-Muster ist nicht mehr nur auf dem Schlabber-Shirt oder Walla-Walla-Kleid zu finden. Batik findet sich neu interpretiert auf Blusen, engen Abendkleidern, Jeans oder sogar Taschen. Aber natürlich gibt es keine Tabus in der Mode (und schon gar nicht beim Batik-Trend), und jede darf selbst entscheiden, wie grell es sein soll oder ob der neuste Batik-Liebling elegant im Büro oder lässig am Strand getragen wird. 

 

View this post on Instagram

Mesmerizing

A post shared by Xenia Adonts (@xeniaadonts) on

 

Und wer das Batiken schon vermisst hat, kann sich mit dieser kleinen Anleitung direkt wieder in die Kindheit und Jugend zurückversetzen lassen. 

Batiken: So funktioniert es!

Was wir zum Batiken brauchen:Ein Kleidungsstück (T-Shirt, Hose, Weste, Shorts etc.), Textilfarbe, Farb-Fixierer, Gummihandschuhe, Gummibänder, eine Schüssel, einen Messbecher.

Und so geht’s: Zuerst das Kleidungsstück zu einem Ball rollen und mit den Gummibändern fixieren. Anschließend einen Liter heißes Wasser in eine Schüssel geben und die Textilfarbe darin auflösen. Jetzt das Kleidungsstück in die Schüssel legen und mindestens 30 Minuten darin liegen lassen. Wer es intensiver mag, kann auch noch 10-20 Minuten drauflegen. 

Jetzt das Teil aus der Schüssel nehmen und unter kaltem Wasser abspülen. Nun kommt das Fixiermittel zum Einsatz: Dieses einfach in die Schüssel geben und das Kleidungsstück kurz darin baden. Erst jetzt die Gummibänder entfernen und das Shirt mit Waschmittel auswaschen. 

Nun muss das Teil nur noch trocknen und schon ist es bereit für den großen Auftritt. 

Dazu Passend

ECOALF: So sieht Mode aus recyceltem Kaffee aus

Aus Kaffee ein Kleidungsstück herzustellen ist unmöglich? Nein, ist es nicht! Das spanische Label ECOALF recycelt fast alles. Das Ergebnis ist nachhaltige Mode, die mit einem guten Gewissen getragen werden kann und zudem auch noch ziemlich gut aussieht.
Share:
Tags
FashionMode

Claudia Marisa Alves de Castro

Redaktionsleiterin

Claudia Alves de Castro kommt vom Land, war aber nie für die Kleinstadt gemacht. Jetzt – da sie in Hamburg lebt – kann sie ihrem Interesse für Menschen, Geschichten und dem Schreiben freien Lauf lassen. Vom Lifestyle- und Fashionblog, über die Arbeit beim Fernsehen vor und hinter der Kamera, bis hin zu den Online-Redaktionen großer Verlage, Claudia ist mit allen Medien-Wassern gewaschen. Neben ihrer Leidenschaft für ihren Beruf, macht sie ihre Liebe für Kultur, Medien und Reisen besonders glücklich. Seit März 2018 schreibt sie über all das bei uns.

Kommentieren