Bin ich in den Wechseljahren? Daran erkennst du es!

Words by Claudia Marisa Alves de Castro
Photography: Angelina Litvin auf Unsplash
Daran merkst du, dass du in der Menopause bist

Die Wechseljahre gehören zum Frausein dazu, doch tragen sie dennoch etwas Mystisches an sich. Wann beginnen sie, wie sehr wirkt sich diese Phase auf das tägliche Leben aus, und wann sind sie wieder vorbei? 

 

Die Wechseljahre, auch Klimakterium genannt, sind eine Zeit der natürlichen hormonellen Umstellung im Leben einer Frau– nämlich vom fruchtbaren in den unfruchtbaren Lebensabschnitt. Diese Veränderung, die dafür sorgt, dass die Eierstöcke langsamer arbeiten und die Produktion der Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron abnimmt, dauert etwa zwischen 10 und 15 Jahren und beginnt um das 50. Lebensjahr herum. Ein genauer Zeitraum lässt sich nicht bestimmen, da die Wechseljahre bei jeder Frau zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt auftreten. In einigen Fällen können die Wechseljahre sogar bereits ab Mitte 30 beginnen. Von einer solchen, wie Experten sagen, »prämaturen Menopause« ist etwa eine von 1000 Frauen betroffen. 

Die unterschiedlichen Phasen der Wechseljahre

Doch egal, wann die Wechseljahre eintreten, die gesamte Zeit des Umstellungsprozesses lässt sich in den meisten Fällen in die folgenden wesentlichen Phasen unterteilen: 

Die Prämenopause beginnt im Durchschnitt etwa mit dem 40. Lebensjahr. Von nun an kommt es zu einem sukzessiven Absinken der beiden Hormone Östrogen und Progesteron. Außerdem nimmt die Fruchtbarkeit nun zügig ab. Erste Anzeichen können hier unregelmäßige Regelblutungen und stärkere prämenstruelle Beschwerden (kurz: PMS) sein. 

Als Perimenopause bezeichnet man die Zeit etwa ein bis zwei Jahre vor bis zu einem Jahr nach der Menopause (also der letzten Regelblutung). In dieser Phase fallen Blutungen und Eisprung immer häufiger aus und es kommt vermehrt zu Beschwerden wie Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, Hitzewallungen und Schweißausbrüchen. Auch eine Gewichtszunahme ist während dieser Zeit nicht unüblich. 

Die Menopause schließlich kennzeichnet den Beginn der Unfruchtbarkeit. Im Durchschnitt tritt dieser mit dem 51. Lebensjahr ein. 

Als Postmenopause wird der Zeitraum von etwa zwölf Monaten nach der letzten Regelblutung bezeichnet. Nun kann es vermehrt zu Symptomen wie Haarausfall, Rückenschmerzen und Scheidentrockenheit kommen.

 

Wechseljahre: Das sind typische Anzeichen 

Zu den typischen Anzeichen für den Beginn der Wechseljahre gehören neben den bereits genannten Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen auch Gelenkschmerzen, Wassereinlagerungen, Kopfschmerzen, Brustspannen oder depressive Verstimmungen. Doch selbst, wer alle Anzeichen abhaken kann, sollte immer auch mit einer Ärztin oder einem Arzt Rücksprache halten, um die Wechseljahre zweifelsfrei festzustellen (dies geschieht mit einer Untersuchung des Hormonspiegels im Blut) und mögliche starke Beschwerden rechtzeitig eindämmen und behandeln zu können. 

Share:

Claudia Marisa Alves de Castro

Redaktionsleiterin

Claudia Alves de Castro kommt vom Land, war aber nie für die Kleinstadt gemacht. Jetzt – da sie in Hamburg lebt – kann sie ihrem Interesse für Menschen, Geschichten und dem Schreiben freien Lauf lassen. Vom Lifestyle- und Fashionblog, über die Arbeit beim Fernsehen vor und hinter der Kamera, bis hin zu den Online-Redaktionen großer Verlage, Claudia ist mit allen Medien-Wassern gewaschen. Neben ihrer Leidenschaft für ihren Beruf, macht sie ihre Liebe für Kultur, Medien und Reisen besonders glücklich. Seit März 2018 schreibt sie über all das bei uns.

Kommentieren