Was tun bei Zyklus-Schwankungen? Ursachen und Hilfe

Words by Arzu Gül
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Zyklusschwankungen Frau hält sich den Bauch, hat Schmerzen

Zyklusschwankungen bei Frauen sind in der Regel ganz normal, können einen aber auf Dauer belasten. Eine verfrühte oder verspätete Periode kann dabei vielfältige Ursachen haben. Wie es zu den Schwankungen kommt und was dagegen unternommen werden kann.

 

Ein unregelmäßiger Zyklus – was bedeutet das überhaupt? Häufig wird fälschlicherweise angenommen, der weibliche Zyklus dauere genau 28 Tage. Kommt die Periode dann ein paar Tage früher oder später, machen sich viele Frauen bereits Sorgen. Man muss aber zwischen natürlichen Schwankungen und einer tatsächlichen Störung unterscheiden. Die Länge des weiblichen Zyklus kann zwischen 23 und 35 Tagen liegen. Damit können immer wieder Schwankungen beim Eintritt der Periode von bis zu acht Tagen eintreten. Dies ist ganz normal und noch kein Grund zur Sorge. Sollte der Zyklus aber mehrfach kürzer als 23 oder länger als 35 Tage andauern, wird von einem unregelmäßigen Zyklus gesprochen.

Zyklusschwankungen: Was sind die Ursachen?

Der Zyklus ist sehr anfällig. Schon kleinste Veränderungen der Lebensgewohnheiten oder auch Stress können dazu führen, dass sich der Eintritt der Periode verschiebt. Auch bestimmte Medikamente, zum Beispiel hormonelle Verhütungsmittel oder Psychopharmaka, können Unregelmäßigkeiten hervorrufen. Ebenso können die mit Leistungssport oder häufigen Gewichtsschwankungen einhergehenden Veränderungen im Hormonhaushalt eine Zyklusstörung bedingen. Diese Ursachen sind in den meisten Fällen aber schnell erkennbar und können unkompliziert behoben werden.

In welchen Fällen sollte ich zu einem Arzt/einer Ärztin?

Generell gilt: Lieber einmal mehr nachfragen, als seine Sorgen für sich zu behalten. Meistens kennen wir unseren Körper gut und merken, wenn sich etwas anders anfühlt. War die Periode bisher also immer pünktlich und plötzlich taucht eine Unregelmäßigkeit auf, sollte die Ursache dafür mit einer Ärztin oder einem Arzt abgeklärt werden. Auch starke Schmerzen während der Regelblutung, Schmierblutungen und häufige Gewichtsschwankungen bedürfen einer ärztlichen Untersuchung. Unterleibsschmerzen, die den gesamten Zyklus über andauern, können außerdem ein Hinweis auf eine Entzündung sein, die unbedingt behandelt werden muss.

Bei plötzlich auftretenden Veränderungen sollte ärztlicher Rat hinzugezogen werden

Wie kann ich meinen Zyklus positiv beeinflussen?

Sofern Erkrankungen oder Medikamenten-Nebenwirkungen ausgeschlossen sind, können Frauen mit einigen Hausmitteln und Übungen versuchen, unerwünschte Zyklusschwankungen auszugleichen. 

Bei Stress und psychischen Problemen bedarf es mehr Ruhe und Entspannung. Hier hilft es, sich öfter eine Auszeit zu nehmen oder auch ganz bewusst Yoga- und Meditationsübungen zu machen.

Auch mit der Ernährung kann man großen Einfluss auf Zyklusschwankungen nehmen. Mitunter hilft es, sein Essverhalten zu beobachten und darauf zu achten, sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Zusätzlich können regelmäßige Essenszeiten den Körper in seiner Routine unterstützen. 

In der Heilpflanzenkunde kommt zur Regulierung eines unregelmäßigen Zyklus häufig Mönchspfeffer zum Einsatz. Ein nachhaltiger Effekt setzt aber in der Regel erst nach mehreren Monaten ein. Die Einnahme sollte daher unbedingt vorher ärztlich abgeklärt und ggf. beobachtet werden. 

Sportliche Betätigung tut dem Körper gut. Fehlt es im Alltag an ausreichend Bewegung, so hilft es, ein paar Mal die Woche das Fahrrad zu benutzen, schwimmen zu gehen oder locker eine Runde zu laufen. Dadurch werden zudem die körpereigene Fitness und die mentale Gesundheit nachhaltig unterstützt.

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»Free Bleeding« bedeutet: Während der Periode nicht zu speziellen Hygieneartikeln wie Binden, Tampons oder Menstruationstassen zu greifen, sondern das Blut natürlich laufen zu lassen. Dabei geht es aber nicht darum, einfach überall rumzubluten. Es geht vielmehr darum, den eigenen Körper zu verstehen. Dann klappt das monatliche Bluten nicht nur ohne Sauerei, sondern für viele auch ohne Schmerzen.

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Arzu Guel

Redakteurin

Nach einem MBA in Medienmanagement und Stationen in der Produktentwicklung, Objektleitung und Vermarktung von Magazinen, hat Arzu Guel zurück zu ihrer eigentlichen Leidenschaft, dem Schreiben und Kreieren von Content, gefunden. Seit September 2019 schreibt sie nicht nur für Monda Magazin, sondern entwickelt auch Formate für unseren Instagram-Kanal. Sie brennt für die Themen Digitalisierung, Future Trends und für Menschen mit einzigartigen Geschichten.

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