Endlich stressfrei: Diese Achtsamkeits-Übungen helfen

Words by Claudia Marisa Alves de Castro
Photography: Thought Catalog auf Unsplash
Diese Übungen helfen bei akutem Stress
Stress ist allgegenwärtig. Die Zahl der Krankheitstage aufgrund von psychischer Belastung hat sich deutschlandweit verdoppelt. Es wird höchste Zeit, auf die Bremse zu treten, durchzuatmen und sich in Achtsamkeit zu üben. 
 

Wir sind müde, gereizt, unzufrieden und zuweilen sogar unglücklich. Doch was können wir tun, wenn wir mal wieder das Gefühl haben, dass wir uns im Hamsterrad verlaufen haben und der Stress uns über den Kopf wächst? Diese 5 Achtsamkeitsübungen können helfen. 

Achtsamkeitsübungen gegen akuten Stress

 

1. Einfach mal nichts tun

Wenn der Stress die Oberhand gewinnt (oder am besten bereits davor), ist es sinnvoll, sich täglich 5 Minuten Zeit zu nehmen, um einfach mal gar nichts zu tun. Ob bei der Arbeit, zu Hause oder unterwegs: einfach einen Ort suchen, hinlegen, hinsetzen oder stehenbleiben und absolut nichts tun – außer zu atmen und zu beobachten. Nach den 5 Minuten noch dreimal tief ein- und ausatmen. Anschließend geht es weiter im Takt. 

 

2. Digital Detox – und zwar daily

Digital Detox im Urlaub oder einmal im Jahr wie eine Fastenkur kann eine erstaunlich positive Wirkung haben. Doch eine solche einmalige Auszeit reicht bei unserem stressigen Alltag, wie wir ihn oft haben, kaum mehr aus. Die zahlreichen Sinnesreize lassen uns zunehmend nervös und angespannt werden – sie führen zu mehr und mehr Stress. Deshalb kann es hilfreich sein, täglich zu detoxen. Dafür einfach eine Uhrzeit wählen, zu der Handy, Laptop, Fernseher, Tablet und Co. für genau 60 Minuten ausgeschaltet oder im Flugmodus bleiben. Besonders eignet sich hierfür die erste Stunde nach dem Aufstehen oder die Stunde vor dem Zubettgehen. 

Sich selbst Ruhe im Alltag gönnen fällt vielen Menschen schwer…

3. Stressfrei essen

Es klingt so banal und einfach, ist jedoch wirklich wichtig: Wer die Mahlzeiten in Ruhe und ohne Hetze genießt, baut automatisch etwas Stress ab. Auch wenn die Mittagspausen in großer Runde so lustig und unterhaltsam sind, tut es uns nachweislich gut, wenn wir uns hin und wieder allein zurückziehen. Dabei sollte jeder Bissen genossen und ausreichend gekaut werden. Das Handy sollte bei jeder Mahlzeit aus der Hand gelegt werden und der Fernseher ausgeschaltet bleiben. Was wir versuchen, unseren Kindern zu vermitteln, müssen auch wir Erwachsenen inzwischen wieder neu lernen. 

 

4. Immer wieder tief durchatmen

Atmen – das läuft zum Glück von ganz allein und ohne, dass wir darüber nachdenken müssen. Um uns achtsam vom Stress zu lösen, sollten wir allerdings hin und wieder doch unsere Aufmerksamkeit darauf richten. Eine bewusste Atmung kann nicht nur dafür sorgen, dass Stress gemindert wird – sie lässt auch Ängste und Sorgen verschwinden. Dafür einfach gerade hinsetzen, die Augen schließen und mindestens 10-mal tief in den Bauch ein- und anschließend wieder ausatmen. Sobald die Gedanken, die ausschließlich bei der Atmung sein sollten, doch einmal abschweifen, kann es helfen, beim Einatmen »Lass« und beim Ausatmen »los« zu denken. Kiefer und Gesichtszüge sollten so entspannt wie möglich sein. Diese Atemübung kann 3-mal am Tag – oder nach Bedarf – wiederholt werden. 

 

5. Dinge bewusst langsamer machen

Viele Menschen bemerken es im Alltag nicht, doch wir versuchen ständig, neue persönliche Zeitrekorde aufzustellen. In manchen Situationen fühlt es sich sogar befriedigend an, möglichst viele Dinge in so wenig Zeit wie möglich zu erledigen. Doch diese Hektik führt zu noch mehr Stress (weitere Tipps gegen Stress gibt es hier) und Unruhe in unserem Leben. Aus diesem Grund sollten wir hin und wieder bewusst auf die Bremse treten und uns ins Bewusstsein rufen, dass es nicht schlimm ist, wenn der nächste Wocheneinkauf keine 45 Minuten, sondern eine Stunde dauert. Also: Ruhig mal öfter bewusst eine ganz bestimmte Tätigkeit langsamer ausführen und schauen, was passiert. Wir möchten nicht zu viel vorwegnehmen, doch eines können wir schon verraten: Die Welt wird dadurch ganz bestimmt nicht untergehen. 

Dazu Passend

Glücklich sein? 5 Weisheiten und was sie bedeuten

Wie wir gut für uns sorgen können, darüber gibt es inzwischen viele Bücher und dazu gibt es auch haufenweise Coaching-Angebote. Manche Empfehlungen wiederholen sich mit kleinen Nuancen. Oft wird gar nicht mehr genau erklärt, was die Glaubenssätze eigentlich bedeuten sollen. Wir haben uns die Themen noch mal vorgenommen.
Share:

Claudia Marisa Alves de Castro

Redaktionsleiterin

Claudia Alves de Castro kommt vom Land, war aber nie für die Kleinstadt gemacht. Jetzt – da sie in Hamburg lebt – kann sie ihrem Interesse für Menschen, Geschichten und dem Schreiben freien Lauf lassen. Vom Lifestyle- und Fashionblog, über die Arbeit beim Fernsehen vor und hinter der Kamera, bis hin zu den Online-Redaktionen großer Verlage, Claudia ist mit allen Medien-Wassern gewaschen. Neben ihrer Leidenschaft für ihren Beruf, macht sie ihre Liebe für Kultur, Medien und Reisen besonders glücklich. Seit März 2018 schreibt sie über all das bei uns.

Kommentieren