Das neue Schönheitsideal: So sieht es aus!

Words by Claudia Marisa Alves de Castro
Photography: Aiony Haust auf Unsplash
Sieht so das neue Schönheitsideal aus?

Schon jetzt versuchen immer mehr Menschen, dem Druck nach »Schönheit« und »Perfektion« zu entfliehen – gelingen tut das nur den wenigsten. Über Generationen hinweg gibt es ein Bestreben danach, einem gewissen Idealbild zu entsprechen – einem Idealbild, das in jüngerer Zeit immer häufiger vor allem in der virtuellen Welt zu finden ist. Wird dieses Phänomen schon bald ein Ende haben? 

 

Nur zu gern würden wir einen ganz kurzen Blick in die Glaskugel werfen, um sehen zu können, wohin sich unsere Welt in 10, 20 oder 30 Jahren entwickelt. Die Studie »Living 2038: Wie lebt Deutschland übermorgen?« des digitalen Handelsunternehmens QVC tut genau das. In Zusammenarbeit mit dem Trendforscher Professor Peter Wippermann, dem von ihm gegründeten Trendbüro und dem Marktforschungsunternehmen Kantar wurden junge KonsumentInnen zu ganz speziellen Szenarien befragt, um herauszufinden, wie die Welt von morgen aussehen könnte. Zusätzlich wurden mehr als 1.000 Menschen in Deutschland im Rahmen einer repräsentativen Online-Umfrage zu ihren Ideen für die Zukunft interviewt. 

Beauty-Tools werden individueller

So kam speziell für den Bereich Beauty heraus, dass es auch in Zukunft wohl so sein wird, dass die sozialen Medien das Selbstbild verändern. Das, was die sogenannte Generation Z (die zwischen 1995 und 2012 Geborenen) in der virtuellen Welt als schön betrachtet, soll am besten auch in der Realität eine Rolle spielen. Doch diese beiden Welten miteinander abzugleichen, wird immer schwieriger. In Zukunft könnte sich das jedoch für viele ändern.

Laut der Umfrage sehen viele der Befragten einen Boom von interaktiven Beauty Gadgets voraus, die für alle leicht zugänglich sind und Beauty-Salons bis zum Jahr 2038 mehr und mehr ersetzen. »Beauty-Tech könnte in unserem Badezimmer also bald so normal sein, wie es heute die elektrische Zahnbürste ist«, erklärt Mathias Bork, CEO von QVC Deutschland in einer Pressemitteilung. Hautlaser, neuartige Maniküre-Tools oder smarte Spiegel, die per App Kontakt mit Stylisten aufnehmen, um die richtige Haarfarbe zu finden und so das Selbstfärben zu erleichtern, könnten schon bald eine große Rolle spielen.

 

»Die Nische löst den Mainstream ab«

Parallel zu dieser Entwicklung gibt es jedoch noch einen ganz anderen Weg, den die Generation Z künftig gehen möchte. So wurde in der Befragung deutlich, dass der Widerstand gegen das klassische Schönheitsideal ebenfalls eine immer größer werdende Rolle spielt. Perfekte Proportionen und Ebenmäßigkeit rücken zunehmend in den Hintergrund. Was in der Zukunft zählt und als anziehend betrachtet wird, sind der Ausdruck von Identität und Einzigartigkeit, gepaart mit Ecken, Kanten und Makeln. Vermutlich wird das zu einer immer größeren Aufspaltung der Zielgruppen führen – »die Nische löst den Mainstream ab«, so heißt es. Wer Jugendlichkeit und »Schönheit« ausstrahlen möchte, sollte laut der Studienergebnisse vor allem auf die mentale Leistungsfähigkeit setzen. Schon jetzt wünschen sich etwa 70 Prozent der Generation Z, »schneller, konzentrierter und kreativer denken zu können.«

Individualität spielt in der Zukunft eine immer größere Rolle.

Individualität als neues Schönheitsideal

Es bleibt also dabei, dass wir uns in Bezug auf unsere Schönheitsideale auch künftig durch die sozialen Medien beeinflussen lassen – und doch wird sich der Fokus verschieben. Künftig geht es vor allem darum, sich in der eigenen Haut wohlzufühlen und Körper und Geist zunehmend in Einklang zu bringen. Um das zu erreichen, werden wir in Zukunft vermutlich vor allem auf neuartige Beauty Gadgets zurückgreifen. Auf der anderen Seite bedeutet das aber auch, dass wir versuchen werden, uns auf individuelle Weise von anderen abzuheben, um dem Einheitsbrei zu entfliehen. Genau aus dem Grund wird zusätzlich auch die mentale und emotionale Leistungsfähigkeit immer wichtiger. »Schönheit« von außen, aber vor allem von innen spielt für die Generation Z in Zukunft eine große Rolle. 

Wir sind gespannt, ob sich die Thesen der Zukunftsstudie tatsächlich bewahrheiten werden. 

Mehr Ergebnisse und interessante Zukunftsszenarien gibt es hier!

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Claudia Marisa Alves de Castro

Redaktionsleiterin

Claudia Alves de Castro kommt vom Land, war aber nie für die Kleinstadt gemacht. Jetzt – da sie in Hamburg lebt – kann sie ihrem Interesse für Menschen, Geschichten und dem Schreiben freien Lauf lassen. Vom Lifestyle- und Fashionblog, über die Arbeit beim Fernsehen vor und hinter der Kamera, bis hin zu den Online-Redaktionen großer Verlage, Claudia ist mit allen Medien-Wassern gewaschen. Neben ihrer Leidenschaft für ihren Beruf, macht sie ihre Liebe für Kultur, Medien und Reisen besonders glücklich. Seit März 2018 schreibt sie über all das bei uns.

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