Hilfe beim Gerstenkorn: Symptome und Ursachen

Words by Arzu Gül
Photography: Racool_studio / Freepik
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Gerstenkorn Symptome - Augenpartie einer Frau mit Händen vor dem Gesicht

Ein Gerstenkorn kann schmerzhaft sein und stören. In der Regel ist es aber harmlos. Was es dennoch zu beachten gilt.

 

Gerstenkörner (in der Fachsprache »Hordeolum« genannt) gehören mit zu den häufigsten Augenentzündungen. Obwohl diese bei Kindern häufiger auftreten, können auch Erwachsene immer wieder von den schmerzhaften Schwellungen am Augenlid betroffen sein. Bei einem Gerstenkorn handelt es sich um eine bakterielle Infektion, die meist durch Staphylokokken ausgelöst wird. Diese können leicht ins Auge gelangen, wenn wir uns mit schmutzigen Fingern in die Augen fassen.

Gerstenkorn Symptome: Wie macht es sich bemerkbar?

Ein Gerstenkorn kann auf zwei unterschiedliche Weisen auftreten: entweder als äußeres Gerstenkorn, welches sich durch eine schmerzhafte, geschwollene und gerötete Stelle am Lidrand bemerkbar macht, oder als inneres Gerstenkorn, bei welchem meist das gesamte Lid betroffen und geschwollen ist.

In beiden Fällen handelt es sich um eine bakterielle Entzündung einer Augendrüse, bei der sich ein Eiterknötchen bildet. Die Haut um das Gerstenkorn herum rötet sich und schwillt an, was zu Spannungen und Schmerzen führen kann.

Das innere Gerstenkorn sollte generell ernster genommen werden, da es sich durch die Position im Auge schneller in Richtung Bindehaut oder Augenhöhle ausbreiten kann.

Finger weg vom Gerstenkorn!

Ein Gerstenkorn heilt in der Regel nach einigen Tagen von alleine aus, wobei das Körnchen platzt und der Eiter austritt. Anschließend bildet sich die Entzündung zurück und die Symptome verschwinden. Wichtig ist aber, dass Betroffene nicht an der Stelle herumdrücken oder gar versuchen, das Korn eigenhändig zum Platzen zu bringen, denn das könnte zu einer Ausbreitung der Entzündung und weiteren Komplikationen führen. Die wichtigste Regel lautet daher: »Finger weg vom Gerstenkorn!«

Breitet sich die Entzündung dennoch aus und kommt es zu einer Bindehautentzündung, einer Entzündung der Augenhöhle oder gar zu einem Abszess, müssen die Symptome ärztlich behandelt werden. In diesem Fall werden häufig antibiotische Augentropfen oder ‑salben, in schlimmeren Fällen auch Antibiotika in Tablettenform verschrieben.

Wie beuge ich Gerstenkörnern vor?

Gerstenkörner entstehen durch den Kontakt von Bakterien mit dem Auge. Es gilt daher, immer erst die Hände gründlich zu waschen, bevor das Augenlid oder das Augeninnere berührt wird. Insbesondere KontaktlinsenträgerInnen sollten darauf achten, die Hände sowie die Linsen vor jeder Anwendung ordnungsgemäß zu reinigen.

Da die Entzündung durch Bakterien hervorgerufen wird, kann ein Gerstenkorn auch ansteckend sein. Bei bestehender Erkrankung sollten daher die Hände gewaschen und desinfiziert werden, bevor Oberflächen, Türklinken oder Handtücher berührt werden. Besonders bei Kindern sollten Eltern auf die Einhaltung dieser Regeln achten.

Achtung bei wiederholten Entzündungen!

Entzündet sich das Auge immer wieder, kann das auf ein schwaches Immunsystem hinweisen. Auch eine Diabetes-Erkrankung kann das Auftreten von Gerstenkörnen begünstigen. Wer also häufiger unter einem Gerstenkorn leidet oder mehrere gleichzeitig entwickelt, sollte einen Arzt oder eine Ärztin konsultieren. Auch Begleitsymptome wie Kopfschmerzen, Fieber, geschwollene Lymphknoten oder ein allgemeines Krankheitsgefühl sind in der Regel ungewöhnlich und sollten daher immer ärztlich abgeklärt werden.

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Arzu Guel

Redakteurin

Nach einem MBA in Medienmanagement und Stationen in der Produktentwicklung, Objektleitung und Vermarktung von Magazinen, hat Arzu Guel zurück zu ihrer eigentlichen Leidenschaft, dem Schreiben und Kreieren von Content, gefunden. Seit September 2019 schreibt sie nicht nur für Monda Magazin, sondern entwickelt auch Formate für unseren Instagram-Kanal. Sie brennt für die Themen Digitalisierung, Future Trends und für Menschen mit einzigartigen Geschichten.

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