#FollowFriday: Für mehr Achtsamkeit im Leben

Words by Claudia Marisa Alves de Castro
Photography: Jenna Anderson auf Unsplash
Achtsamkeit
Der #FollowFriday ist zurück. In guter alter Twitter-Manier werden freitags jetzt auch auf Instagram tolle Accounts angepriesen, denen ihr unbedingt folgen solltet. Wir finden diese Tradition super und machen mit – diese Woche mit ein paar Accounts für mehr Achtsamkeit.
 

Ständige Hektik, Termine, die den Kalender zum Platzen bringen, und keine Zeit zum Entspannen – und schon gar nicht für sich ganz allein: So oder so ähnlich sieht bei vielen Menschen der Alltag aus. Doch der Trend geht ganz klar hin zur Entschleunigung. In diesem Zusammenhang spielt der Begriff Achtsamkeit eine große Rolle.

Meditation, Yoga, Atemübungen, Spaziergänge und mehr sollen in uns wieder mehr Ruhe einkehren und uns das Leben bewusster wahrnehmen lassen. Dass das bei dem täglichen Stress gar nicht mal so einfach ist, dürfte jeder schon einmal selbst erlebt haben. Mit den folgenden achtsamen und äußerst inspirierenden Instagram-Accounts können wir uns jedoch künftig jeden Tag selbst daran erinnern, dass es definitiv möglich ist.

#FOLLOWFRIDAY: ACHTSAMKEIT UND SELBSTLIEBE

Bei Madeleine Daria Alizadeh gibt es nicht nur einen makellosen Feed zu bestaunen, sondern auch Inhalte rund um die Themen Nachhaltigkeit, Yoga, Essen, Reisen, Charity und Literatur. In ihrem Podcast “a mindful mess” können wir der sympathischen Österreicherin und Yoga-Lehrerin zusätzlich bei (ent-)spannenden und wissenserweiternden Themen zuhören. Wer regelmäßige Buchtipps sucht, ist bei ihr übrigens auch an der richtigen Adresse.

Wer sich den Account von La_frecks alias Stefanie zum ersten Mal anschaut, dürfte zunächst von ihrem bezaubernden Lächeln beeindruckt sein. Doch gleich im Anschluss lässt sich erkennen, dass noch so viel mehr dahintersteckt. Hier geht es vor allem um Selbstliebe, Selbstakzeptanz, Liebe im Allgemeinen und Freundschaft – also um große und starke Themen, die dafür sorgen, dass wir einmal ganz tief durchatmen und plötzlich Dankbarkeit verspüren. Neben den Posts lohnt sich hier auch ein scharfer Blick auf die Stories.

 

 

Langsam.achtsam.echt – so heißt der Account von Anna, die uns in ihre ganz besondere Welt entführt. Sie bezeichnet sich selbst als Minimalistin im Herzen und Chaotin im Kopf. Als Weltenbummlerin, Alltagsheldin, Feministin und Büchernärrin. Sie ist Vegetarierin, Ästhetin und Wahlberlinerin. Auf eine kreative Art und Weise zeigt uns die bald Dreifachmama, dass nicht immer alles perfekt ist und es auch nicht sein muss. Doch um die Welt und sich selbst zu lieben und zu schätzen, braucht es nicht viel. Getreu dem Motto: Die Achtsamkeit bringt dich dem Glück Stück für Stück näher…

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Immer wieder mache ich mir Gedanken darüber, was ich eigentlich mit meinem Instagram-Account erreichen möchte. Ich will mehr sein als „nur“ eine weitere Instamom (wobei ich die professionellen Instamoms absolut respektiere und ihren Beruf niemals ins Lächerliche ziehen würde - ich finde ihn tatsächlich wichtig, damit die Arbeit der Mütter sichtbarer wird). Ich habe eine Botschaft, ein Ziel, ein Ideal: Achtsamer Umgang mit Kindern, achtsamer Umgang mit der Natur. . Wie genau ich das fotografisch festhalten möchte, was für Bilder zu mir passen, das probiere ich gerade aus (Danke, dass ihr dabei seid!). . Nein, ich laufe normalerweise nicht in der Wohnung herum und jongliere mit Olivenölseife, festem Shampoo und Handseife. Ich kann tatsächlich überhaupt nicht jonglieren (die angedellte Olivenölseife möge mir meine plumpen Versuche verzeihen). Aber ich möchte mit dem Bild eine Aussage treffen. Wir alle, die wir an Müllreduzierung interessiert sind, müssen immer ein bisschen jonglieren. Und keine Anfängerin* jongliert gleich mit zehn Bällen. Sie nimmt vielleicht erst nur einen, dann zwei, und mit dreien ist sie schon ganz gut dabei. Vielleicht entscheidet sie, dass ihr das reicht. Und das ist in Ordnung. Es muss ja nicht jede zum Zirkus (okay, hier hinkt die Methapher vielleicht ein bisschen ;)). . Im Januar bin ich in Sachen Müllvermeidung schon einen riesigen Schritt weiter gegangen. Ich habe einige längst überfällige Investitionen getätigt. Natürlich kann man sich darüber lustig machen, dass man, um weniger Müll zu machen, manchmal erst mehr kaufen muss. Aber manche Sachen brauchen wir ohnehin - Shampoo, Seife, eine Zahnbürste. Und ob wir jetzt das Shampoo in der Plastikflasche oder die Haarseife kaufen, macht finanziell für uns keinen großen Unterschied - für die Umwelt aber eben schon. Und vielleicht versucht ja die ein oder andere, einen weiteren Ball ins Spiel zu nehmen? . Wo wollt ihr noch mehr Müll vermeiden im Badezimmer? . . * ich nutze (heute) das generische Femininum, weil wir uns ja alle dadurch angesprochen fühlen, hm? . . . #zerowaste #müllvermeidung #verpackungsfrei #nachhaltigleben #haarseife #ouzerowastechallenge #instamama #supportyourlocalplanet

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Angela Doe ist eine Frau zum Verlieben. Bei ihr lassen sich Humor, eine große Portion Liebe zu Tieren und der Natur und kluge Gedanken finden. Unser Tipp: Schau dir direkt die Highlight-Story mit den Kühen an – es lohnt sich! Genauso wie der Podcast. Hier lernen wir etwas über Themen wie Work-Life-Balance, das eigene Bewusstsein und den Sinn des Lebens. Immer anders, immer schön, immer lehrreich. 

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Meine Bauchtasche und ich. 🤷🏽‍♀️

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Kea ist eine Poetin und inspiriert ihre vorrangig weiblichen Follower täglich mit kleinen Sprüchen, Gedichten und Weisheiten, die für ein Lächeln sorgen oder aber auch zum Nachdenken anregen. Die selbsternannte Feministin setzt sich ebenso für einen Wandel in der Gesellschaft ein und lässt die Achtsamkeit dabei nie aus dem Blick.

Kea: “Wer schreibt, sieht in einer Stadt keine Ansammlung von Menschen, sondern von Geschichten.”

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Auch wenn ich es eigentlich inzwischen besser weiß: ich habe manchmal immer noch Angst, der Welt zu ernsthaft zu sein. Zu traurig, zu unbequem, zu schwierig 🙄. Es ist unglaublich, wie sehr mir die Lächel-Doktrin im Kopf festklemmt 😬 - nach einem Post wie dem gestrigen war ich jetzt wirklich drauf und dran, ein Gute-Laune-Bild zu posten, nur um mir, der Welt oder sonstwem zu beweisen, dass ich natürlich auch „glücklich“ kann. 🙈Gerade hier auf Insta fühle ich mich oft wie ein schwarzes Schaf 🐑🖤. Aber ich muss nicht nur lieb, nett und honigsüß sein. Für mich ist fast nichts so wichtig, wie die Botschaft, dass Frauen alles sein dürfen: AUCH fordernd, anstrengend, bestimmt. Wir müssen auf Fotos oder im Leben nicht ständig heller strahlen als der Weihnachtsbaum. Weil es nicht darum geht, gefällig zu sein. Also verzichte ich jetzt ganz bewusst darauf, meinem gestrigen Beitrag die Schwere zu nehmen, sondern lasse sie so stehen. Denn ich möchte nicht aus Pflichtgefühl Lächeln, sondern aus dem Herzen. ♥️ #feminismus

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Welcher Instagram-Account beschert dir deinen täglichen Ommmm-Moment und hält dich an, achtsamer zu sein? Schreib es uns in die Kommentare!

Die Empfehlungen unseres letzten #FollowFriday findest du hier…

 

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Claudia Marisa Alves de Castro

Redaktionsleiterin

Claudia Alves de Castro kommt vom Land, war aber nie für die Kleinstadt gemacht. Jetzt – da sie in Hamburg lebt – kann sie ihrem Interesse für Menschen, Geschichten und dem Schreiben freien Lauf lassen. Vom Lifestyle- und Fashionblog, über die Arbeit beim Fernsehen vor und hinter der Kamera, bis hin zu den Online-Redaktionen großer Verlage, Claudia ist mit allen Medien-Wassern gewaschen. Neben ihrer Leidenschaft für ihren Beruf, macht sie ihre Liebe für Kultur, Medien und Reisen besonders glücklich. Seit März 2018 schreibt sie über all das bei uns.

1 Kommentar

Daniela
#1 — vor 1 Jahr
Liebe Claudia,

ein schöner Account, inspirierende Geschichten, eine Freude allesamt. DANKE für dein Wirken.

Mit herzlichen Grüßen aus Tirol, Daniela

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