7 Body-Positivity-Accounts, denen wir gerne folgen

Words by Arzu Gül
Photography: Billie auf Unsplash
Frauenkörper Diversity Body Positivity

Sich selbst und seinen eigenen Körper zu lieben, sollte das Natürlichste der Welt sein. Dennoch tun wir uns oftmals schwer damit, vergleichen uns zu häufig mit unrealistischen Schönheitsidealen und bezeichnen unsere Besonderheiten eher als Makel. Jedoch hat jede Körperform und ‑farbe, jede Falte und jede körperliche Einschränkung ihre Daseinsberechtigung. Und genau diese werden in den folgenden Body Positivity Accounts zelebriert!

 

In Zeiten von Social Media und unzähligen Fotobearbeitungs-Apps, mit denen man mit wenigen Handgriffen perfekt retuschierte Gesichter und Körper zaubern kann, ist es aber manchmal gar nicht so einfach, sich selbst so zu akzeptieren, wie man ist – man kommt unweigerlich in das Vergleichen mit anderen Personen. Umso begrüßenswerter ist es, dass der »Body Positivity«-Trend den Weg auf Instagram & Co. gefunden hat, und immer mehr Frauen und Männer sich selbstbewusst zeigen, ihre Stärken und vermeintlichen Schwächen thematisieren und damit die typischen Körperbilder aus Marketing und Werbung in den Schatten stellen.

Hier stellen wir sieben Persönlichkeiten vor, die genau dies auf Instagram erfolgreich tun und einem Mut machen, sich selbst wieder mehr Aufmerksamkeit und Liebe zu schenken.

Melodie Michelberger

Melodie Michelberger ist eine Powerfrau, wie sie im Buche steht. Sie ist PR-Expertin, Mutter und Body-Positivity-Aktivistin. Sie hat die Plattform »Trust the Girls« gegründet – eine Community für Feminismus, Gender Diversity und Empowerment. Auf Instagram gibt sie nicht nur Einblicke in ihre kreative Arbeit, sondern schreibt auch über sehr persönliche und emotionale Themen, über Ängste, Mut und bewundernswerte Frauen. Ein digitaler Wohlfühlort, der sehr viel Liebe ausstrahlt.

View this post on Instagram

Werbung | @Lizzobeeating worship post. I can’t stop celebrating Lizzo, she is my personal icon and with »Truth Hurts« she wrote the song of the hour and the soundtrack of my current life: »I just took a DNA test, turns out I’m 100% that bitch Even when I’m crying crazy Yeah, I got boy problems, that’s the human in me Bling bling, then I solve »em, that’s the goddess in me« This song is so much more than a song about an independent woman that owns her space. It’s a song for all people identifying as »that bitch« - strong, independent, empowered, taking no shit - goddesses in the making. It’s a song for »Anybody who ever felt like they voice wasn’t heard. Anybody who felt like they weren’t good enough. You are. We are. Champions.« Oh Lizzo ♥️ _ #TruthHurts #Lizzo #lizzotruthhurts #100percentthatbitch #goodashell #thatbitch #lizzobeeating #feelingmyself #trustthegirls #goddesses

A post shared by Melodie Michelberger (@melodie_michelberger) on

Bauchfrauen

Was könntest du alles erreichen, wenn Du endlich aufhören würdest, deinen Bauch einzuziehen? Diese Frage stellt sich »Bauchfrauen«, eine »Lifestyle-Plattform für Body Positivity und moderne Spiritualität«. Die 2017 von Tanzpädagogin Sandra Wurster gegründete Plattform hat zum Ziel, Frauen Selbstliebe zu lehren und sie dazu zu ermutigen, sich innerlich und äußerlich zu akzeptieren und wohlzufühlen. Auch eine gesunde Portion Selbstbewusstsein wird einem bei »Bauchfrauen« vermittelt. Definitiv eine schöne Abwechslung im Instagram-Feed!

Marynevus

Marika kommt aus Bremen, ist 22 Jahre jung und bricht mit ihren selbstbewussten Beiträgen festgefahrene und überholte Schönheitsideale auf. Marika hat eine Pigmentstörung, Kongenitaler Nävus genannt, wodurch ihre Haut von Geburt an viele braune Flecken aufweist. Auf Instagram beantwortet sie viele Fragen rund um ihre Haut, spricht aber auch darüber, wie sie in ihrer Schulzeit Mobbing erleben und Depressionen überstehen musste und nun gestärkt und selbstbewusst im Leben steht. Damit möchte sie anderen Kraft geben und vor allem dazu ermutigen, sich selbst zu lieben und offen über Ängste und Schwächen zu sprechen.

The Every Man Project

Dass auch männliche Schönheitsideale subjektiv sind und vielseitiger werden müssen, beleuchtet »The Every Man Project«. Gründer und Künstler Tarik Carroll hat das kreative Projekt ins Leben gerufen, um gesellschaftliche Standards zu männlicher Ästhetik infrage zu stellen. Durch die Diversität von Männern mit unterschiedlichen Rollen, Hintergründen, Geschichten und Körpern, die auf diesem Kanal vorgestellt werden, werden Hyper-Maskulinität und Perfektion herausgefordert.

View this post on Instagram

@outmagazine x @theeverymanproject . link in bio . . Our mission with The EveryMAN project has always been to showcase a wide spectrum of masculinity and body types. With this shoot, our goal was to highlight men of trans experience of various body types & backgrounds which will hopefully spark a much needed discussion about the visibility of men of trans experience in media. In line with EveryMAN’s mission of self love & self acceptance  our theme & inspiration for this campaign was Gods & Royalty. Through visual story telling our goal is to encourage men of all experiences to view themselves as royalty and channel their inner highest selves. . model @sir.thailyn @saintxblanco @_.helltheepunk._ @sirknight_ @tashan_lovemore @__kingshaa Looks provided by @mdiggsnyc @asos @nosessola Jewelry @moeretroaesthetic @houseofdranreb . . . Team Photography / Creative Direction @tarikcarroll Lead Production @marknglin @giorgioalxndr Production Assistants @lamar_brandon @brownwonder Styling @justchristopher86 . . Studio & Set Design @monaliza.studios . #theeverymanproject #fashionpr #effyourbeautystandards #transvisibility #royalty #unity #inclusionmatters #transisbeautiful

A post shared by EveryMan (@theeverymanproject) on

Hannah Witton

Hannah Witton ist YouTuberin und spricht und schreibt vor allem über Sex, Beziehungen und Feminismus. Seit 2018 beleuchtet sie aber auch das Leben mit einem Stoma, also einem künstlichen Darmausgang. Hannah Witton hat die Darmerkrankung Colitis Ulcerosa, weshalb sie sich den Dickdarm entfernen lassen musste. Als Folge ihrer persönlichen Erfahrungen strotzt sie vor Stärke und Lebensfreude und hat es sich zum Ziel gemacht, Frauen und Männer über Liebe, Sex und vor allem über das Leben mit Behinderungen aufzuklären

View this post on Instagram

✨milestone achieved✨ today was the first time I’ve worn a low-rise bikini & had my stoma bag visible in public. It was nerve wracking but on holiday with my best girlfriends seemed like the best time to try & conquer this insecurity 💪🏼 ⁣ ⁣ Eventually I did actually end up swapping into a pair of high waisted bikini bottoms I brought as a back up but not because I was insecure in how I looked but because practically it was just annoying. ⁣ ⁣ As the bag fills up & becomes a bit sloshy & gassy I hate the feeling of it loose hanging about. This is why I always wear high waisted underwear. Even if the bag is filling up I can’t feel it & it doesn’t get on my nerves. But on the beach today it was filling up & even shoving half the bag in my bottoms made it look like a massive bulge & it was just getting in the way/occupying my mind. ⁣ ⁣ Being comfortable & confident for me = not having to think about how I look. So I put on the high waisted option and enjoyed the rest of my day at the beach swimming, paddle boarding and reading without feeling pre-occupied with what my stoma was up to. ⁣ ⁣ So first time = some wins, some losses. But overall a bloody great beach day 🏖 ☀️💛✨

A post shared by Hannah Witton (@hannahwitton) on

Mama Cāx

Mama Cāx ist ein Vorbild in vielerlei Hinsicht. Ihre Geschichte hat sie sehr geprägt, und ihre Stärke gibt sie heute an Frauen und Männer weltweit weiter. Mit 14 wurde bei ihr Knochen- und Lungenkrebs diagnostiziert. Die Ärzte gaben ihr drei Wochen zu leben, doch sie trotzte den Statistiken und bekämpfte ihre Krankheit. Obwohl sie ein Bein verlor, bereiste sie die Welt, ist erfolgreiches Model und möchte die Modeindustrie zum Umdenken anregen. Und Frauen dazu bringen, sich selbst mehr zu lieben.

Behind the Scars

»Behind the Scars« ist ein Foto-Projekt der Künstlerin und Fotografin Sophie Mayanne. Hierfür fotografiert sie Menschen mit ihren Narben und lässt sie auf Instagram ihre ganz persönliche Geschichte erzählen. Die aufgenommenen Porträts sind schön und mächtig zugleich und beleuchten einzigartig und emotional die Erlebnisse der einzelnen Persönlichkeiten. Sophie selbst beschreibt jedes Foto als »trotzigen Akt der Selbstliebe, Akzeptanz und Positivität«

View this post on Instagram

#BehindTheScars Barbara »In 2014 I was diagnosed with angiosarcoma of the breast, a rare and aggressive cancer. Three surgeries and two chemotherapy treatments later these are the scars I bear. My recent operation was an innovative surgery which involved removal of my sternum and four ribs, which were replaced by surgical cement, muscle from my back and a skin graft. It took me a long time to finally embrace my scars. They document my journey and the courage and strength I did not think I had. Recently I was told the cancer had returned. Surprisingly I feel at peace. « Still so many portraits to share from the project here - even earlier ones, as the projects first home was on my own account @sophiemayanne

A post shared by Behind The Scars (@behindthescars_) on

 

Dazu Passend

Melodie Michelberger: »Ich habe unzählige Diäten gemacht«

Unzufriedenheit und fehlende Selbstliebe: Auch Melodie Michelberger weiß, was es heißt, einen ständigen Kampf mit sich selbst zu führen.

Share:

Arzu Guel

Redakteurin

Nach einem MBA in Medienmanagement und Stationen in der Produktentwicklung, Objektleitung und Vermarktung von Magazinen, hat Arzu Guel zurück zu ihrer eigentlichen Leidenschaft, dem Schreiben und Kreieren von Content, gefunden. Seit September 2019 schreibt sie nicht nur für Monda Magazin, sondern entwickelt auch Formate für unseren Instagram-Kanal. Sie brennt für die Themen Digitalisierung, Future Trends und für Menschen mit echten Geschichten.

Kommentieren